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Spiele, die ich vermisse – der 6. Jahresrückblick

Kinder, wie die Zeit vergeht: 2017 ist schon wieder Geschichte und ein neues Jahr steht vor uns. Für mich heißt das jetzt schon traditionell, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen – und zwar in diesem Fall nicht mein ganz persönliches 2017 (auch wenn ihr vermutlich aus all diesen Artikeln so einiges rauslesen könnt), sondern mein Retro-2017. Auch wenn das vergangene Jahr erneut gezeigt hat, dass mir die Zeit fehlt, um euch einen Rückblick nach dem anderen um die Ohren zu hauen, gab es einige spannende Artikel (und ein Sonderformat, das ich vermutlich beizeiten wieder aufgreifen werde) im letzten Jahr – und wem das nicht reicht, der kann sich ja auch durch frühere Ausgaben wühlen. Was Retro ist, altert immerhin irgendwie nicht mehr so wirklich …

#142: Dragon Quest: Die Reise des verwunschenen Königs (PS2, 2006)

Anlässlich des Rereleases von Dragon Quest VIII für den 3DS blicke ich zurück auf meinen ersten Kontakt mit der berühmten Rollenspielserie, die zumindest in Japan mit Final Fantasy einen ewigen Kampf um die Rollenspielkrone führt. Warum mich das Spiel damals so enttäuscht hat, was das mit einer falschen Erwartungshaltung zu tun hat und warum ich dem Spiel (nicht nur fürs Review) eine verdiente zweite Chance gegeben habe, lest ihr in diesem Rückblick.

#143: Ski or Die (PC, C64, NES, Amiga, 1990)

Schifoan is‘ des Leiwandste, wos ma si nur vorstöll’n ko? Nicht in diesem Spiel: Die Winterversion von Skate or Die brachte allerhand Spaß im Schnee, vom Schispringen über Schneeballschlachten bis hin zur Halfpipe – und natürlich auch dem langen Weg den Berghang hinunter, sei es auf zwei Brettern oder doch im Reifen. Nein, an Winter Games kam diese Sammlung nicht heran, aber erinnerungswürdig anders ist sie allemal!

#144: Luigi’s Mansion (Gamecube, 2002)

Ein Mario-Abenteuer, in dem Mario nicht die Hauptrolle hat? Und das zum Launch einer neuen Konsole? Gibt’s nicht? Gibt’s wohl! Gleichzeitig mit dem Gamecube stand Luigi’s Mansion in den Händlerregalen und verschlug uns in eine verspukte Geistervilla, die Marios grün/blau gewandeter, schreckhafter Bruder bewaffnet mit Taschenlampe und Gespenster-Staubsauger von allerhand Spukgestalten befreien musste. Ein kurzweiliger (und kurzer), nicht zu gruseliger Spaß!

#145: Hot Wheels (C64, 1985)

Open World ist eine relativ neue Erfindung? Aber ganz und gar nicht! Hot Wheels brachte uns schon Mitte der 80er in eine offene Stadt, die wir mit unserem (gekauften oder selbst gebastelten) Auto ausgiebig erkunden durften. Das Resultat war ein wahrer Bubentraum: Autowaschen, Tanken, Ölwechseln, Motor tunen oder doch der Feuerwehr aushelfen? Auftraggeber Hot Wheels wusste damals schon, was die Zielgruppe wollte …

#146: Starcraft (PC, N64, 1998)

Einst abschätzig als „Warcraft in Space“ bezeichnet, hat sich Blizzards Space-Kampfsaga einen Thron im Videospielolymp mehr als verdient. Der Krieg zwischen Terranern, Zerg und Protoss war eine spannende Geschichte, aber eine kurze Angelegenheit im Vergleich zu dem Erfolg, den der Multiplayer daraus machte. Kein Wunder, dass dieses Spiel 2017 endlich in einer remasterten neuen Version aufgelegt wurde – und damit war es höchste Zeit, Starcraft zu vermissen!

#147: Leisure Suit Larry: Love for Sail! (PC, 1996)

Was lange währt, wird endlich fertig: Mit Love for Sail beende ich endlich meinen mit #38 gestarteten Durchlauf durch alle Larry-Spiele (sagt jetzt nichts Falsches!) auf dem absoluten Höhepunkt der Serie: Larrys Kreuzfahrt auf der HMS Bouncy und seine Versuche, im der Kabine von Captain Thigh zu landen, sind abwechslungsreich, witzig und von so vielen (für ihn) peinlichen Momenten durchzogen, dass der Spieler bestens unterhalten wurde. Schade nur, dass man trotz Cliffhanger keine echte Fortsetzung mehr produzierte, sondern die Serie danach völlig ruinierte …

#148 Sid Meier’s Pirates! (Apple II, PC, Mac, C64, Atari ST, Amiga, NES und viele mehr, ab 1987)

Ahoy, ihr Landratten! Ihr wollt Piraten sein? Dann solltet ihr wissen, dass dies kein leichtes Leben ist! Schwertkämpfe, Plünderungen, Schiffsgefechte, Belagerungen, die Suche nach Schatzkarten und einer möglichst lukrativen Heirat sind nur einige der Aspekte, mit denen euch Sid Meier in eurem Abenteuerleben beschäftigt. Pirates! ist auch heute noch ein echter Gaming-Klassiker, den man gespielt haben sollte – und dafür gibt es dank Remakes und vieler Plattformen auch etliche Gelegenheiten!

#149: Spellcasting 101: Sorcerers Get All The Girls (PC, 1990)

Ein junger Magier mit Brille, der eine schwierige Kindheit hatte und auf eine Zauberschule geht? Nein, wir sprechen nicht von Harry Potter, sondern von Ernie Eaglebeak, der von Adventure-Altmeister Steve Meretzky auf eine unglaubliche Reise geschickt wird. Kann der Zauberlehrling auf der Zauberuni alle nötigen Sprüche lernen, um nicht nur die magische Welt vor einer finsteren Bedrohung zu retten, sondern auch die zahlreichen willigen Mädchen herumzukriegen? Ein Text-Adventure mit Grafik-Elementen, das selbst ohne Naughty-Mode nicht ganz jugendfrei ist…

Video-Special: Indiana Jones and the Fate of Atlantis (PC, Amiga, 1992)

Indiana Jones ist zurück – und zwar nicht nur in seinem zweiten Adventure, sondern auch in dieser Blogserie, denn schon einmal habe ich Fate of Atlantis vermisst. Zum doppelten Jubiläum (Ausgabe #150 und fünf Jahre Spiele, die ich vermisse) lasse ich seine Abenteuer aber nicht in Text-, sondern diesmal in Videoform Revue passieren. Wer’s noch nicht gesehen hat, sollte das dringend nachholen, denn Indys Abenteuer mit Sophia und die Jagd nach Atlantis sind der einzig wahre vierte Indy-Teil und lässt euch den bisher letzten Kinofilm vergessen. Versprochen!

#150: Dune II (PC, Amiga, 1992)

Sand, tödliche Lebensbedingungen, gigantische Würmer – und der größte Schatz des Universums: das Spice. Westwoods Dune II war eine Revolution des Strategiegenres und nutzte Frank Herberts bekannte Romanserie als Hintergrund für spannende Schlachten zwischen den Häusern Atreides, Ordos und Harkonnen. Warum dieses Spiel dennoch eigentlich auf einem Missverständnis fußt, warum Dune I nichts mit II zu tun hat und woher die Ordos eigentlich kommen, erfahrt ihr in der 150. Ausgabe meiner Blogserie!

#151: Die Sims (PC, 2000)

Will Wright macht keine halben Sachen – und seine Lebenssimulation Die Sims ist wohl der beste Beweis dafür, dass er seine Ideen auch gegen Widerstände konsequent umsetzt. Heute ist die Sims-Reihe ein echter Welthit, doch wie kam es dazu? Was bewegte Wright, dieses Spiel zu entwickeln? Und welche persönlichen Erinnerungen verbinde ich mit einem Spiel, das wohl am ehesten ein virtuelles Puppenhaus darstellt? Lest selbst.

#152: Xenosaga Episode I: Der Wille zur Macht (PS2, 2003)

Wer „Xeno“ sagt, darf nicht nur Xenoblade Chronicles sagen: Knapp vor dem Release des Switch-RPGs erinnere ich daran, für was die Xeno-Reihe früher stand, und entführe euch zum ersten Teil der Xenosaga-Reihe – ein Spiel randvoll mit Story, Filmsequenzen, spannenden Chrakteren und deutschen, völlig falsch ausgesprochenen Worten. Warum ich mir heute noch wünschte, Monolith würde weniger Spiele wie Xenoblade machen und mehr wie Xenosaga, lest ihr hier.

#153: Worm of Bemer (C64, Atari, PC, 1984)

Snake/Worm-Games gibt es viele – aber für mich hat eines einen ganz besonderen Stellenwert: Warum Worm of Bemer für mich Liebe auf den ersten Blick war, warum andere Snake-Spiele bis heute an diesem Vorbild bei mir scheitern, aber auch, warum man als an dem Spiel interessierter Spieler erstmal eine ganze Weile tippen musste, verrate ich euch in dieser Weihnachtsausgabe von „Spiele, die ich vermisse“!

Damit bin ich am Ende angekommen – nicht dieser Reihe, aber von 2017. Es war in vielerlei Hinsicht ein spannendes Jahr, das mir wieder einmal gezeigt hat, dass ich mittlerweile bisweilen Retro-Spielen den Vorzug vor aktuellen Titeln gebe – mehr als einmal habe ich darauf verzichtet, einen aktuellen Titel zu spielen und dafür ein Retro-Game angeworfen. Und so wird es wohl auch weitergehen mit dieser Reihe. Pläne für 2018 gibt es schon – mal sehen, wann wir uns wieder lesen. Bis dahin: Guten Rutsch und stay retro!

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Florian Scherz

Bereits früh entwickelte Florian zwei große Leidenschaften: Videospiele und Theater. Ersteres brachte ihn zu einem Informatikstudium und zu Jobs bei consol.MEDIA und Cliffhanger Productions; zweiteres lässt ihn heute (unter anderem) als Schauspieler, Regisseur, Komponist und Lichtdesigner arbeiten. Wenn er gerade keine Musicals inszeniert, spielt oder schreibt, vermisst er auf Shock2 Videospiele von anno dazumal in seiner Blog-Reihe "Spiele, die ich vermisse".

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Notable Replies

  1. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Jahresrückblick! Ich muss ja gestehen, dass mir Sims nie wirklich gefallen hat. Mir gehen hingegen Luigi’s Mansion, Ski or Die sowie generell die Larry-Spiele ab. Worm or Bremer wäre denk ich etwas für mich gewesen, aber leider war ich damals ein Kleinkind.

  2. Jokus says:

    Danke!

    Zu den Sims ist mein Verhältnis auch nicht 100%ig lupenrein - siehe den Text, in dem ich sehr ausführlich darauf eingehe, dass mich das Konzept fasziniert, aber auf Dauer irgendwie gar nicht fesseln konnte. Vermissen kann man sowas meiner Meinung nach aber trotzdem (gibt ja auch einige andere Beispiele, auf die das zutrifft).

    Bei den anderen Spielen geb ich dir recht - gerade bei Larry hätte ich gern ne echte Fortsetzung. Aber mal sehen, vielleicht wird das ja doch eines Tages wieder was — auch wenn die Nachwehen des 1er-Remake-Kickstarters das dann doch leider wieder unwahrscheinlich machen …

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