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Review: Lost in Random

Der Zufall spielt oft mit. Die frühesten Videospiel-Rollenspiele basierten größtenteils auf dem Regelwerk des Pen-and-Paper-Klassikers Dungeons & Dragons  und nutzten im Hintergrund die zufällige Generierung von Werten, um das Würfeln, wie es in der Realität beim Spielen geschah, zu simulieren. Auch heute noch werden Schadenswerte in vielen Spielen nach Wahrscheinlichkeiten ausgewürfelt. Der Zufall ist also auch heute noch weit verbreitet. Das Indie-Game Lost in Random, unter dem Originals-Label von EA erscheint, rückt den Zufall auch in der Story in den Mittelpunkt.

Die Handlung stammt aus der Feder des Eisner-Award-Preisträgers und Autors von Adventure Time sowie The Unbeatable Squirrel Girl von Marvel Comics Ryan North: Das von einer bösen Königin regierte Königreich Random ist in sechs geheimnisvolle Gebiete unterteilt, in denen das Leben von einem verfluchten schwarzen Würfel bestimmt wird. Diese Welt, die in ihrer Gestaltung und Optik sehr an Filme wie Coraline oder Night mare Before Christmas, erkundet man als Even. Sie ist ein ein mittelloses, vom Pech verfolgtes Mädchen. Zusammen mit ihrem Begleiter Dicey, einem kleinen, lebendigen Würfel, muss Even lernen, das Chaos von Random zu beherrschen.

Lost In Random ist kein klassischer Plattformer wie beispielsweise Psychonauts 2. Es ist eher ein Abenteuer-Game mit einem Hauch von Rollenspiel. Man kann sich viel Zeit nehmen, um die verschiedenen Welten zu erkunden, um dort neue Wege zu erschließen und den bizarren Bewohnern zu sprechen. Dabei äußert sich in den Gesprächen immer wieder, wie gut die Dialoge geschrieben wird.

Das Kampfsystem spielt in seiner Komplexitität eine eher untergeorndete Rolle, denn das Erkunden maxcht deutlich mehr Spaß. Zunächst sind die Kämpfe ganz spaßig, werden aber später auch zu einer Art lästigen Pflicht. Es ist wie eine Mischung aus rundenbasiertem Kartenkampf, Würfelwurf und Echtzeit-Kampf. Zunächst verursacht man mit seiner Steinschleuder etwas Schaden an den Gegnern, dann muss man den Würfel-Kumpel Dicey mit Energiekristallen füttern. Danach werden zufällige Karten aus einem 15-Karten-Deck gezogen, dabei handelt es sich um Waffen, Tränke oder andere Fantasy-Objekte. Das Deck kann selbst zusammengestellt werden – und auch mit doppelten Karten besetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die öfter zu ziehen.

Fazit

Wertung - 8

8

Lost In Random ist ein entzückendes, weitläufiges Action-Abenteuer, das in einem dunklen, aber lustigen Universum im Stil von Tim Burton spielt. Das Kampfsystem ist eher schwach, doch die skurrile Welt und die absurden Charaktere halten den Spaßfaktor durchaus hoch.

Genre: Action-Adventure
Entwickler: Zoink
System:PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
Erscheint: 10. September
Preis: ca. 30 Euro

 

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