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Review: Asterix und der Greif (39)

Spider-Man hin, Batman her, mit einer Startauflage von 5 Millionen Stück und davon alleine im deutschsprachigen Raum 1,6 Millionen Exemplare ist Asterix auch nach über 60 Jahren weiterhin der unangefochtene Star – auch bei den SHOCK2 Lesern, bei denen unsere Asterix-Sonderseite seit mehr als drei Jahren erfolgreich läuft und es zu jedem einzelnen Band auch im SHOCK2 Community-Forum ein eigenes Diskussions-Topic gibt. Asterix und der Greif wird zudem in 17 Sprachen erscheinen und der Band enthält gleich neun Prügeleien von teilweise epochalen Ausmaß.

Die zuvor veröffentlichen Bilder aus der Vorgeschichte des Abenteuers, sind nicht im Album enthalten.

Am 21. Oktober ist nun zwei Jahre nach Die Tochter des Vercingetorix der bereits fünfte Band des neuen Kreativteams erschienen. Autor & Szenarist Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad sind in die Fußtapfen von Rene Goscinny und Albert Uderzo gestiegen und konnten in den letzten Jahren der Serie, die Generationen von Lesern in ihren Bann gezogen hat, wieder frischen Wind geben und gleichzeitig auch an alte Qualitäten anschließen, die zuletzt unter Uderzo deutlich verloren gingen. Auch wenn insgesamt Die Tochter des Vercingetorix für uns etwas schwächer als Asterix in Italien war, so wird auch weiterhin jedem neuen Band entgegengefiebert. Schließlich gehen die Gallier dieses Mal wieder auf Reisen!

Wo haben die sich denn hin verirrt, beim Jupiter?

In ihrem 39. Abenteuer treffen Asterix und Obelix auf das Volk der Sarmaten. Die Sarmaten sind ein Nomadenvolk, sie waren ein kriegerisches Volk, ausgezeichnete Reiter und beherrschten zu Beginn unserer Zeitrechnung die Steppen vom Ural bis zur Donau. Damit reisen unsere Helden erstmals ganz in den Osten in das Gebiet der heutigen Ukraine und Russland! Und genau dort soll ein rätselhaftes Fabeltier, halb Adler, halb Löwe leben – der Greif. Zumindest, wenn es nach Globulus geht. Der Geograf von Julius Cäsar hat einen Hang zur Kryptozoologie und soll auch verantwortlich dafür sein, dass Cäsar in seinem Werk „Der Gallische Krieg“ von Einhörnern in Germanien (Kein Witz, das steht da wirklich!) geschrieben hat. Da der römische Kaiser unbedingt eines dieser edlen Tiere besitzen möchte, um es im Zirkus kämpfen zu lassen, wird kurzerhand eine Expedition zusammengestellt. Dumm nur, dass diese Expedition von einer gefangen genommenen Sarmaten- Amazone zum Ziel geführt werden soll, die noch dazu die Lieblingsnichte eines Schamanen ist. Dieser sendet einen übersinnlichen Hilferuf an seinen alten Freund Miraculix, der sich sofort in Begleitung von Asterix, Obelix und Idefix auf den Weg macht. Und so gibt es in diesem Asterix viele verschneite Landschaften zu sehen. So weit in die Kälte hat noch kein Abenteuer die beiden Gallier gelockt, sagte der Autor Jean-Yves Ferri bei der Vorstellung erster Details zum neuen Album in Vanves bei Paris.

Einmal mehr bauen die beiden Macher und ihr Übersetzer Klaus Jöken an vielen Ecken und Enden des Bandes Anspielungen auf Ereignisse und den aktuellen Zeitgeist ein. Da dürfen „Fake News“ genauso wenig fehlen wie der eine oder andere Blick auf die Covid-19 Pandemie. Einen guten Schwung Sozialkritik gab es in den Asterix-Abenteuern schon immer und dieser Teil fällt diesmal deutlich geschliffener aus als beim letzten Band. Auch wenn das eine oder andere Wortspiel, vor allem bei den Namen, diesmal knapp an der Schmerzgrenze ist, steht fest, dass unser Liebling ein skeptischer Legionär mit dem Namen Fakenius ist.

Fazit:

Mit Asterix und der Greif kommt jetzt ein Asterix mit starken Fantasy-Elementen und Harry Potter Anspielungen? Mitnichten, hier kommt ein recht traditionelles Reise- Abenteuer in modernem Gewand und statt Magie und Fantasy werden meist mit feiner Klinge aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen verarbeitet. Wenn Cäsar ein „So ein Ungeheuer macht mich beim Pöbel beliebt“ ausruft, dann wird man in Österreich im Jahre 2021, wohl ungewollt, auch noch an die eine oder andere bekanntgewordene SMS Nachricht erinnert. Waren die Reise Abenteuer schon früher oftmals die stärkeren Alben, so ist Asterix und der Greif für mich ganz klar der bisher stärkste Band des „neuen“ Kreativteams, bei dem ich große Freude beim Lesen hatte!

 

Info
Seiten: 48
Preis: Softcover ca. 7 Euro, Hardcover ca. 12 Euro
Autor: Jean-Yves Ferri
Zeichner: Didier Conrad
Verlag: Egmont Ehapa Media

Bilmaterial: Egmont Ehapa Media – Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo

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