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Review: Overcooked

Dieses Review erschien ursprünglich im August 2016. Anlässlich der Veröffentlichung der Nintendo Switch-Version von Overkooked wurde ein entsprechender Abschnitt ergänzt.

Wenn ein gigantisches Spaghettimonster den Untergang eines ganzen Königreiches herbeiführen möchte, dann weiß wohl jeder, dass es nur einen Weg geben kann es aufzuhalten: Füttert es bis es sich vor lauter Sättigung nicht mehr rühren kann. Doch um eine solche Aufgabe erfüllen zu können, benötigt es einen wahren Meisterkoch und der seid ihr noch nicht.

Der zwiebelt euch zurück in die Vergangenheit.
Doch keine Sorge, der Zwiebel-König, Herrscher desdem Untergang geweihten Zwiebel-Königreichs, hat noch ein Ass im Ärmel. So versetzt er euch kurzerhand in das Jahr 1993 zurück, von dem aus ihr nun ausreichend Zeit haben solltet, um der beste Koch der Welt zu werden und anschließend das wahnsinnige Spaghettimonster in die Flucht zu schlagen.

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Ist mir egal wie viele Meteore in eurer Küche liegen, ich will meine Suppe!
Nach dieser abgedrehten Einleitung geht es mit einem ebenso abgedrehten Spiel weiter. Wie nicht weiter überraschend, dreht sich bei Overcooked alles ums kochen. So verwendet ihr verschiedenste Küchengeräte wie Schneidbretter, Pfannen, Herde oder Töpfe, um immer komplexer werdende Speisen zuzubereiten. Der Clou dabei ist häufig das Platzmanagment, welches besonders durch die immer abgedrehter werdenden Küchen erschwert wird.

Hat man beispielsweise seinen halb fertigen Burger auf der eine Seiten abgestellt und will nur kurz von der anderen Seite einen abgewaschenen Teller holen, als plötzlich die gesamte Küche durch ein mächtiges Erdbeben entzweit wird, hat man ein Problem. Vor allem da die meisten eurer Kunden äußerst ungeduldig sind und nicht gerne auf ihr Essen warten.

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Lass mich vorbei meine Suppe verbrennt!
Die Lösung für besagte Situationen ist ohne Frage gut koordiniertes Teamwork. So entfaltet Overcooked sein wahres Potential erst, wenn man zwei bis drei Freunde zum mitkochen einlädt. Doch Vorsicht: Kommunikation ist der Schlüssel zum perfekten Gericht und wer sich nicht ausreichend gut abspricht, wird sich eher gegenseitig auf die Füße treten, als einen sinnvollen Mehrwert aus den spaßigen Multiplayer-Sessions zu holen. Doch durch gute Absprache und koordiniertes Arbeiten lassen sich auch die kniffligsten Levels lösen.

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Ich spiel einfach mit mir selbst.
Aber auch wenn es mal nicht so gut läuft, gibt es immer viel zu lachen, während das vor allem auf dem gegeben Trinkgeld basierende Stern-Bewertungssystem zur Highscore-Jagd einlädt. Das Spiel ist dabei zwar auch alleine spielbar und gleicht die fehlenden Mitspieler aus, indem es den Spieler frei zwischen zwei Köchen hin und her springen lässt, das Kernstück ist aber klar der lokale Koop-Modus, einen Online-Modus sucht man vergebens.

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They see me cookin‘, they hatin‘
Zwischen dem abgedrehten Küchen-Wahnsinn fahrt ihr mit einem kleinen Bus über eine hübsche Cel-Shading-Map. Grafisch wird der Titel zwar keine Preise einsammeln, der liebevolle, simple Stil weiß aber zu gefallen und wurde vom Jung-Entwicklerteam Ghost Town Games an allen Ecken mit putzigen Animationen bestückt.

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Wer hat den Waschbär in die Küche gelassen?!
Durch das Sammeln von  Sternen lassen sich außerdem spaßige neue Köche wie ein Waschbär im Rollstuhl oder eine schlecht gelaunte Katze freispielen, was die Motivation durch die gesamte Kampagne am Leben erhält. Wer anschließend genug von der freundlichen Zusammenarbeit hat, kann sich jeweils zu Zweierteams zusammenschließen und in gnadenlosen Kochduellen zeigen wo der Kochlöffel hängt. Die eigens dafür designten Duell-Küchen stehen den Koop-Küchen dabei um nichts nach und bieten Spaß für Dutzende schweißtreibende Stunden.

Die Nintendo Switch-Version
Fast genau ein Jahr später ist Overcooked: Special Edition auch für die Switch erschienen. Da es sich um genau das gleiche Spiel mitsamt den zusätzlichen Inhalten The Lost Morsel und Festive Seasoning handelt, sei hier auf ein eigenes Review verzichtet. Overcooked macht auch auf der Switch viel Spaß. Und es macht überall Spaß, da man das Tablet überall hin mitnehmen kann. Die Steuerung ist simpel und für den Joy-Con perfekt umgesetzt. Zwei Knöpfe und den Stick, mehr braucht man nicht.

Klingt ja eigentlich alles perfekt. Leider ist es das aber nicht. Performanceprobleme machen der Switch-Version zu schaffen. An stabile 30 Frames per Second ist hier leider überhaupt nicht zu denken. Im Gewusel der spaßigen Herumkocherei sind Frames vielleicht nicht das Hauptaugenmerk, aber selbst bei aller Liebe kann man über die problematische Performance nicht hinwegsehen. Das Spiel fühlt ich im Vergleich zu den anderen Versionen träger, hakeliger, unpräziser an.

Spaß mach Overcooked auf der Switch trotzdem. Schade nur, dass es nicht besser läuft. Wer Overcooked unbedingt auf der Switch spielen möchte, kann hoffentlich über die Performanceprobleme hinwegsehen. Für alle anderen heißt es entweder auf eine andere, leider nicht mobile, Version ausweichen oder auf einen dringend notwendigen Performance-Patch warten. Immerhin, die Entwickler haben sich schon gemeldet. Man arbeite dran. (kf)

Dieses Review erschien ursprünglich im August 2016. Anlässlich der Veröffentlichung der Nintendo Switch-Version von Overkooked wurde ein entsprechender Abschnitt ergänzt. Wenn ein gigantisches Spaghettimonster den Untergang eines ganzen Königreiches herbeiführen möchte, dann weiß wohl jeder, dass es nur einen Weg geben kann es aufzuhalten: Füttert es bis es sich vor lauter Sättigung nicht mehr rühren kann. Doch um eine solche Aufgabe erfüllen zu können, benötigt es einen wahren Meisterkoch und der seid ihr noch nicht. Der zwiebelt euch zurück in die Vergangenheit. Doch keine Sorge, der Zwiebel-König, Herrscher desdem Untergang geweihten Zwiebel-Königreichs, hat noch ein Ass im Ärmel. So versetzt…

Review Overview

Wertung - 8.5

8.5

Überkochendes Vergnügen

Summary : Overcooked ist der Inbegriff eines spaßigen Koop-Titels. Der abgedrehte Stil und Humor des Spiels dürfte bei vielen für regelmäßige Lacher sorgen und das spaßige Kochvergnügen entfaltet sich dank seiner wahnwitzigen, fordernden Levels mit den richtigen Kumpanen schnell zu einem wahren Overnighter. Einzig der fehlende Online-Modus schmerzt ein wenig, da Overcooked sein Potenzial im Einzelspieler-Modus de facto nicht entfalten kann.

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Genre: Multiplayer-Management
System: PS4, Xbox One,PC
Entwickler: Ghost Town Games
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 15 Euro

One comment

  1. Absolut super Spiel, auch das Sharen eines Controllers (PS4 und XBO) ist der Hammer, wenn man nur einen oder zwei zu Hause hat.

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