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Review: OlliOlli World

Nachdem die Skateboard Titel OlliOlli sowie OlliOlli2: Welcome to Olliwood zunächst immer auf Sonys Konsolen erschienen, PlayStation Vita, PS3 oder PS4, nachdem zuvor überhaupt ein exklusiver Release auf iOS verworfen wurde. Etwas später erschienen Umsetzungen von Teil 1 für 3DS, WiiU, Xbox, PC und Linux. Mit OlliOlli World von Entwickler Roll7 und Publisher Private Division erscheint nun ein von Beginn an waschechter Multi-Konsolen-Titel, der noch dazu in ganz neuem Gewand und mit tollem Gameplay daher kommt.

In Radlandia geht’s ab

In OlliOlli World geht es vor allem darum, allen zu zeigen, wie toll man skaten kann. Es gibt auch eine Story und Charaktere die einen vor den Levels so manches erzählen, egal ob man will oder nicht, aber mehr als das man irgendwelche Skate-Götter finden muss hab ich leider nicht mitbekommen, ist aber für diesen Titel auch absolut nicht wichtig. Hat man den ersten Teil der Kampagne erstmal absolviert, werden neben dem Story-Modus außerdem zwei Multiplayer Modi freigeschalten. In der Gnarvana League spielt man um den täglichen Highscore, im Gnarvana Portal erstellt man selber Level um sich so mit Skater*innen weltweit zu messen.

Hier wartet viel Skatespaß auf Euch.

Und so skatet man durch ein 2D-Level nach dem anderen, besteht dabei Herausforderungen und schaltet so weitere Kleidungsstücke, Tätowierungen, Skateboards und weitere Level frei. Bei den Herausforderungen innerhalb der einzelnen Level handelt es sich meistens um das Sammeln verschiedener Dinge, dem Erreichen bestimmter Punktezahlen, dem Stehen besonders langer Kombos und vielem mehr.

In OlliOlli World gibt es jede Menge zu tun.

Präzises Gameplay

OlliOlli World entspricht beim Gameplay im Grunde seinen Vorgängern, wobei es um einige Facetten erweitert wurde. Man skatet zwar wieder durch 2D-Areale, kann sich aber an manchen Stellen für verschiedene Pfade entscheiden, oftmals kreuzt oder durchquert man bereits besuchte Bereiche, da die Stages wunderbar verschlungen und kreativ aufgebaut sind. Geskatet wird dabei auf Strandpromenaden, in einem Wasserpark, in Wäldern und noch vielen anderen Gebieten, die grafisch alle sehr kreativ und abwechslungsreich gestaltet sind.

Vom Grind direkt über eine große Lücke, ob das gut geht?

Die Steuerung erfolgt wie bei den meisten Skateboard-Spielen mittels Sticks, mit dem linken wählt man die Sprungart, mit dem rechten greift man das Board, mit den Triggern dreht man sich. Die Steuerung ist dabei sehr präzise, jedoch auch ziemlich vergebend. Landet man während einer Drehung nicht perfekt, bekommt man zwar weniger Punkte, stürzt aber nicht gleich. Anders sieht es bei einer Landung mit aktivem Grab aus, die sofort zum Sturz führt, was aber kein Thema ist, da man sofort wieder am letzten Checkpoint weitermachen kann. Durch Halten des linken Sticks führt man außerdem Grinds und Wallrides aus, was neben Manuals wichtig ist um Tricks zu Kombos zu verbinden, optimalerweise durchs gesamte Level. Die Anzahl der verschiedenen Tricks ist dabei sehr umfangreich, da nicht nur die Richtung in die der Stick gedrückt wird entscheidet, man kann den Stick für komplexere Tricks auch kreisförmig bewegen.

Auch Quarterpipes sind am Start.

Grafisch mal ganz was anderes

Beim Stil hat sich Roll7 bei OlliOlli World ziemlich ausgetobt, die Charaktere, Level und deren Hintergründe sind durch die Bank wunderbar und sehr kreativ gestaltet, man kann fast schon von einzigartig sprechen. Die Animationen wirken alle super smooth und flüssig und sind toll anzusehen.

Sehr umfangreicher Charaktereditor inklusive.

Neben dem eigentlichen Spiel kann man sich auch im Editor wunderbar austoben und sich einen wunderbar verrückten Charakter basteln. Unmengen an Kleidung, Boards, Frisuren, Bärten, Animationen für den Beginn eines Levels und vieles mehr gilt es freizuspielen und dann natürlich nach Lust und Laune zu kombinieren.

Auf großen Tafeln durch den Wald wallriden, bitte gern!

Sehr gelungen ist der Soundtrack, wobei die Tracks durch die Bank wunderbar zum Skateboarden sowie den eigentlichen Levels passen. Die Musikstücke harmonieren zudem wunderbar mit dem hypnotischen Gameplay, wobei man ziemlich in den Leveln versinken kann, was durch die Musik bestens unterstützt wird.

Pros

+ Steuerung geht schnell in Fleisch und Blut über und ist super dynamisch
+ sehr interessanter Grafikstil
+ super schneller Start nach Sturz
+ Gestaltung der Levels
+ lässiger Soundtrack

Cons

– kann ganz schön stressig werden
– Story und NPC nicht notwendig

Fazit

Wertung - 9

9

Als jemand, der Skateboard Spiele sicher zu seinen Top 5 Genres zählt, ist OlliOlli World eine wahre Freude für mich. Das flotte und sehr eingängige Gameplay, das aber trotzdem so manchen Fehler vergibt und auch Anfängern und weniger geübten Spieler*innen Erfolgserlebnisse gönnt, geht einfach gut von der Hand und ist dazu grafisch sehr ansprechend umgesetzt und wird von einem tollen Soundtrack begleitet. Und Profis stellen sich den im Laufe des Spiels sehr knackigen Herausforderungen, versinken im rasanten Gleiten und kombinieren sich durch komplette Level um kiloweise Punkte zu sammeln. Lediglich auf die "Story" sowie das Geplapper dazwischen hätte man meiner Meinung nach verzichten können. Dank dem Online-Modus und jeder Menge Herausforderungen bietet OlliOlli World zum auch nach erstmaligem Durchspielen aller Level sowie dem Beenden der Kampagne jede Menge Spielspaß zu einem sehr fairen Preis.

Genre: Arcade Skateboard
Entwickler: Private Division, Roll7
System: Nintendo Switch, PS5, PS4, Xbox Series X|S, Xbox One, PC (Steam)
Erscheint: erhältlich
Preis: ab ca. 30 Euro

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