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Preview: Metro Exodus

Russland fernab der Fußball-WM

„Spieler können sich sicher sein, dass sich unsere Spiele nicht wiederholen. Jeder Schauplatz, jede Stunde an Gameplay wird etwas Neues bieten.“ Das sagte Andriy Prokhorov, Creative Director bei dem ukrainischen Entwicklerstudio 4A Games, vor einem Jahr in einem Interview mit Polygon zu Metro Exodus. Ein Jahr und eine E3 später sind weitere Details und ein Release-Termin bekannt. Grund genug, sich dieses Spiel einmal genauer anzusehen.

Nicht mehr im Untergrund

Anders als in Metro 2033 und Metro Last Light, werden Spieler in Metro Exodus nicht hauptsächlich im Untergrund agieren. Nein, es geht (endlich) an die verseuchte Oberfläche!

Das verhältnismäßig kleine Studio ist sich aber seiner Limitierungen bewusst. Aus diesem Grund wird die dargebotene offene Welt nicht mit Spielen, wie The Witcher 3 konkurrieren und stattdessen versuchen, eine Balance zwischen großen Arealen und lineareren Levelabschnitten zu liefern. Eine Mischung aus Erkunden, Jagen und Craften soll mehr Abwechslung im Vergleich zu den Vorgängern bieten.

Die Spielwelt erstreckt sich von Moskau bis an den östlichsten Rand der ehemaligen Russischen Föderation und setzt Artyom, den Protagonisten des Spiels, jeglichen Witterungen aus – Tag-Nacht-Wechsel und sich abwechselnde Jahreszeiten inklusive. Diese werden auch eine gewichtige Rolle in der Handlung des Spiels übernehmen. Die Story soll unseren Hauptcharakter nämlich ein Jahr lang beschäftigen.

Teufelswerk

Dmitry Glukhovsky, der russische Autor der Buchvorlage, wurde erneut von 4A Games in das Projekt eingebunden. Trotzdem entfernen sich die ukrainischen Entwickler mit Metro Exodus so weit von dem literarischen Original wie nie zuvor.

Der dritte Teil der Metro-Reihe spielt 2036, zwei Jahre nach den Ereignissen von Metro Last Light. Wir schlüpfen erneut in die Rolle von Artyom, der zu Beginn des Spiels aus der Moskauer Metro flieht und beschließt, zusammen mit seiner Ehefrau Anna das unwirtliche Ödland mit dem Zug Aurora zu erkunden.

Auf seiner Reise entdeckt unser Hauptcharakter allerhand, wie beispielsweise eine religiöse Sekte, die Elektrizität fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Denn dieses Teufelswerk wird von den Mitgliedern der Sekte als Ursache für den Untergang der Zivilisation betrachtet. Unser Hauptcharakter muss daraufhin aus den Fängen der (unbewaffneten) Verrückten fliehen.

Wie hübsch die Apokalypse doch sein kann

Wie aus den Screenshots und Trailern ersichtlich, ist 4A Games mit Metro Exodus ein wunderschönes Spiel gelungen. Aufgrund der geringen Größe des Studios ist dies äußerst beachtlich. Hier zahlen sich die vier Jahre Entwicklungszeit aus.

Neben dem opulenten Look soll der Ego-Shooter länger und doppelt so groß wie die beiden Vorgänger-Teile zusammen sein. Waffen lassen sich in Exodus modifizieren und auch Medikits können hergestellt werden. Natürlich dürfen auch neue Features für die Lieblings-Gasmaske nicht fehlen: Diese lässt sich reparieren, wenn sie durch Angriffe brutaler Monster kaputtgehen sollte.

Ersteindruck

Metro Exodus könnte ein großer Hit werden! Dem Entwicklerstudio 4A Games ist allem Anschein nach mit diesem Survival-Open-World-Sandbox Ego-Shooter (Genre-Bezeichnungen werden immer länger!) ein würdiger Nachfolger zu Metro Last Light gelungen. Die Geschichte wird konsequent weitererzählt und um die Komponente der offenen Spielwelt erweitert – ein auf dem ersten Blick richtiger und wichtiger Schritt, um die Serie als Ganzes voranzubringen.

Metro Exodus erscheint am 22. Februar 2019 für PlayStation 4, Xbox One und PC.

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