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Review: Isle of Skye (Kennerspiel des Jahres 2016)

Im Vorjahr gewann das Spiel Broom Service der beiden österreichischen Autoren Andreas Pelikan und Alexander Pfister den Preis des Kennerspiels des Jahres, ein Jahr später konnten die beiden diesen Erfolg mit Isle of Skye wiederholen. In diesem übernimmt man die Rolle eines Clananführers und muss sich auf der schottischen Insel ein Reich aufbauen.

Spielablauf
Isle of Skye ist eine Mischung aus Versteigerungsspiel und Plättchenlegespiel à la Carcassonne. Das Spiel geht über mehrere Runden, am Ende derer man in verschiedenen Kategorien Punkte erzielen kann und nach der letzten Runde noch eine Schlusswertung folgt.

Zu Beginn jeder Runde erhält jeder Spieler drei zufällige Landschaftsplättchen, die er hinter seinem Sichtschirm platziert. Nun entscheiden alle gleichzeitig und geheim, welches der drei Plättchen sie zurück in den Beutel werfen wollen und welchen Preis sie den anderen beiden Plättchen zuweisen. Den Preis legt jeder Spieler mit dem Geld, das er besitzt, fest.

isle of skye

Nun werden die Entscheidungen der Spieler enthüllt und jeder kann reihum genau ein Plättchen eines Mitspielers kaufen. Dafür gibt man diesem den festgelegten Preis, welchen er zusammen mit seinem eigenen Geld zurückerhält. Alle nicht verkauften Plättchen erhält der jeweilige Spieler selbst, verliert dafür allerdings den von ihm festgelegten Preis.

Nun baut jeder die erworbenen Plättchen bei seinem eigenen Reich, ausgehend vom eigenen Startplättchen, ein und erweitert so sein Reich. Auf diese Weise entstehen Wiesen, Gebirge, Seen und Straßen in denen man Tiere, Leuchttürme, Schiffe und mehr findet.

In jeder Partie von Isle of Skye kommen vier von 16 verschiedenen Wertungsplättchen zum Einsatz, sodass man sich in jedem Spiel auf andere Aspekte konzentrieren muss. Am Ende jeder Runde werden eines oder mehrere dieser Plättchen gewertet und man erhält so zum Beispiel Siegpunkte für jedes Schaf oder jedes fertige Gebirge im eigenen Reich, oder wenn man von allen Spieler das meiste Geld besitzt.

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Zu Beginn jeder Runde bekommt man ein fixes Grundeinkommen, das durch Whiskyfässer auf den eigenen Plättchen erhöht werden kann. Außerdem erhalten in den späteren Runden Spieler, die weiter zurückliegen, mehr Einkommen. Nach der letzten Runde kommt es zur Schlusswertung. Neben dem Geld, das man noch übrig hat, bekommt man bei dieser Punkte für eventuelle Schriftrollen im eigenen Reich. Diese geben ebenfalls Punkte für Objekte wie Kühe oder Leuchttürme. Gewinner ist, wer nun die meisten Siegpunkte hat.

Simpel aber taktisch
Isle of Skye überzeugt durch seine relativ einfachen Regeln, die trotzdem taktische Tiefe bieten. Es bietet einen schnellen Einstieg, ist mit rund einer Stunde Spielzeit nicht allzu lang, erfordert aber trotzdem einiges an Taktik und nimmt so einen Platz zwischen einfachen Füllerspielen und stundenlangen Schwergewichten ein.

Bietmechaniken sind zwar nicht neu, die Art, wie sie Isle of Skye einsetzt, aber schon. Einer der wichtigsten Kniffe des Spiels ist es, beim Festlegen der Preise den Sweetspot zwischen zu teuer und zu billig zu finden. Kauft einem niemand das Plättchen ab, weil der Preis zu hoch ist, führt das zu einem empfindlichen Geldverlust. Gleichzeitig darf man den Preis aber auch nicht zu niedrig ansetzen, da man Plättchen oft gerne behalten möchte.

Isle of Skye war auch Thema im aktuellen Brettspielpodcast:

Im Vorjahr gewann das Spiel Broom Service der beiden österreichischen Autoren Andreas Pelikan und Alexander Pfister den Preis des Kennerspiels des Jahres, ein Jahr später konnten die beiden diesen Erfolg mit Isle of Skye wiederholen. In diesem übernimmt man die Rolle eines Clananführers und muss sich auf der schottischen Insel ein Reich aufbauen. Spielablauf Isle of Skye ist eine Mischung aus Versteigerungsspiel und Plättchenlegespiel à la Carcassonne. Das Spiel geht über mehrere Runden, am Ende derer man in verschiedenen Kategorien Punkte erzielen kann und nach der letzten Runde noch eine Schlusswertung folgt. Zu Beginn jeder Runde erhält jeder Spieler drei zufällige…

Review Overview

Wertung - 8

8

Summary : Auch wenn ich die anderen beiden nominierten Spiele Pandemic Legacy und Time Stories wegen deren Innovation lieber als Kennerspiel 2016 gesehen hätte, ist Isle of Skye ein wirklich gutes Spiel. Wer nach einem Brettspiel sucht, das Taktik erfordert, aber nicht sofort abendfüllend ist, ist hier genau richtig.

User Rating: 4.38 ( 2 votes)
Genre: Versteigerungspiel/Legespiel
Verlag: Lookout Games
Autor: Andreas Pelikan und Alexander Pfister
Illustrator: Klemens Franz
Spieler: 2-5
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 30 Euro