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Review: Batman: Curse of the White Knight

Batman: Curse of the White Knight (zu dt. Batman: Der Fluch des weißen Ritters) ist die Fortsetzung des Comic-Hits Batman: White Knight, der 2018 im DC Verlag erschienen ist. Kann die Fortsetzung der rasanten und originellen (alternativen) Batman-Geschichte ebenfalls überzeugen?

Der begnadete Ausnahmezeichner, Sean Murphy, hat sich mit Batman: White Knight (zu dt. Batman: Der weiße Ritter) einen langersehnten Traum erfüllt: Er durfte nicht „nur“ als Zeichner, sondern auch als Autor einen eigenen Comic erschaffen – und eigentlich nicht nur einen, sondern gleich ein ganzes Universum. Das sogenannte Murphy-verse spielt nämlich außerhalb des DC-Kanons und muss sich, nachdem es im DC Black Label-Verlag befindet, auch an keine gängigen Regeln oder Konventionen halten. Immerhin sollen hier ausschließlich Geschichten für erwachsene Leser erscheinen.

Der Joker hat einen Plan | © DC Comics

Ein gefährliches Vermächtnis

In Curse of the White Knight ist der Joker zwar nicht mehr der gewiefte Jack Napier, aber um nichts weniger gefährlich. Denn er hat ein Geheimnis der Wayne-Familie gelüftet, welches, wenn es denn herauskommt, Batman ziemlich in Bedrängnis bringen könnte. Zudem „engagiert“ er mit Azrael einen alten Bekannten des DC-Universums, um Batman und Gotham City weiter unter Druck zu setzen. Wird Batman das Rätsel lösen und Azrael sowie den Joker rechtzeitig aufhalten können?

Batman ist dem Geheimnis auf der Spur | © DC Comics

Kill your Darlings

Sean Murphy hat bereits in Teil 1 bewiesen, wie spannend und abwechslungsreich er schreiben kann. Dies setzt er hier konsequent und beeindruckend fort und erzählt eine Geschichte voller Einfallsreichtum, Abwechslung und Spannung. Zudem etabliert er, anders als von anderen Superhelden-Geschichten gewöhnt, ein Gefühl der konstanten Bedrohung. In seinem Murphy-verse können geliebte Charaktere sterben oder ein schauriges Schicksal nehmen (und sie tun es auch!). „Kill your Darlings“ ist die Devise.

Zudem fällt neben seiner spannenden Erzählung sein unverwechselbarer Zeichenstil auf. Diesen konnte er vor seinen Arbeiten für „sein“ DC Universum bereits an Werken, wie Chrononauts mit Mark Miller oder The Wake mit Scott Snyder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Es würde uns aber auch nicht überraschen, wenn dieser nicht jeden Geschmack treffen würde.

Azrael macht sich bereit | © DC Comics

Fazit

Batman: Curse of the White Knight gehört wohl zum Besten, was ihr 2020 lesen werdet. Sean Murphy vermag es erneut eine höchst interessante Geschichte zu entwerfen, die seinem Vorgänger in nichts nachsteht und beim Leser das Gefühl, das wirklich keine Figur sicher ist, erweckt. Absolute Leseempfehlung!

Ein Audio-Review findet ihr im aktuellen SHOCK2 NEO-Podcast!

Infos:

Verlag: DC Comics / Panini Comics 
Seiten: 272
Autor und Zeichner: Sean Murphy
Kolorist: Matt Hollingsworth
Preis: 22-27 Euro

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