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Special: Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt mit Hellboy zu beginnen

Vor 25 Jahren veröffentlichte ein damals 34-jähriger Comic-Künstler aus Kalifornien die erste US-Ausgabe von Hellboy bei Dark Horse Comics. Es sollte nicht seine letzte bleiben! Die Rede ist natürlich von Mike Mignola, der sich inzwischen mit seinem markanten Zeichenstil und seinen spannenden Action-Horror-Geschichten zu einem Star der Comic-Branche gemausert hat.

Hellboy, seine bedeutendste Kreation, feierte vor ein paar Tagen, wie bereits erwähnt, seinen 25. Geburtstag. In dieser langen Zeit blieb es jedoch nicht bei der Hauptgeschichte. Das Hellboy-Universum (oder auch Mignolaverse) wurde stetig expandiert und erweitert. Dies war vor allem dadurch möglich, dass Mignola den Zeichenstift an andere Künstler weitergab und sich auf das Schreiben der Geschichten (sowie das Gestalten der Cover) konzentrierte. Dabei sind etliche großartige Comic-Geschichten entstanden, die sich in unterschiedlichen Zeitebenen mit variierenden Protagonisten erzählen. Diese sind – um nur einige zu nennen – Abe Sapien, Lobster Johnson, Rasputin oder Koshchei The Deathless. Aber zurück zu Hellboy …

Wir lernen Hellboy in „Seed of Destruction“ (dt. „Saat der Zerstörung“) aus dem Jahr 1994 kennen. Der launische Teufel wird hier nämlich – zur Zeit des 2. Weltkriegs – von dem okkulten Magier Rasputin aus der Hölle heraufbeschworen. Er soll den Krieg zu Gunsten der Nazis entscheiden. Diese werden, kurz nach der erfolgreichen Beschwörung, jedoch von den US-Streitkräften angegriffen und besiegt. Hellboy, der zu diesem Zeitpunkt noch ein Kind ist, wuchs danach in den USA, genauer gesagt bei Prof. Trevor „Broom“ Bruttenholm auf. Seinen prägnanten Namen erhielt Hellboy übrigens von den US-Soldaten. Fortan bekämpft „Red“ im Auftrag des B.P.R.D. („Bureau of Paranormal Research and Defense“) oder zu dt. B.U.A.P. („Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen“) die Mächte der Dunkelheit.

Nach dieser (langen) Einführung stellt sich jedoch die Frage, warum man gerade jetzt mit Hellboy beginnen soll. Wir sind dem nachgegangen und haben einige Gründe gefunden, die genau dafür sprechen.

Hellboy: Call of Darkness erscheint am 11. April im Kino!

Copyright by Constantin Film

Schon in wenigen Tagen startet eine neue Hellboy-Verfilmung in den heimischen Kinos. Dieses neue Abenteuer wird jedoch nicht, wie von vielen Fans erhofft, eine Fortsetzung der beiden Hellboy-Filme von Guillermo del Toro mit Ron Perlman in der Hauptrolle sein. Vielmehr ist es eine Art Reboot mit neuen Schauspielern. Mignola hat dies damit begründet, dass kein Filmstudio einen weiteren Del Toro-Hellboy-Film umsetzen wollte.

Der Kinofilm Hellboy: Call of Darkness wird auf dem dreiteiligen Story-Arc Hellboy: The Wild Hunt basieren. Dieses Meisterwerk wird von vielen Fans (zurecht) als bislang beste Hellboy-Geschichte bezeichnet und findet nicht zu Beginn, sondern in der Mitte der Haupthandlung statt. Folglich ist nicht davon auszugehen, dass es sich bei der Verfilmung um eine klassische Origin-Geschichte handeln wird. Zusätzlich macht Mignolas Beteiligung am Drehbuch Hoffnung auf eine tolle Adaption des Comics.

Hellboy: Call of Darkness: Neues Featurette “Bringing the Hellboy Comics To Life”

Viele Aktionen rund um den Hellboy Day!

Vor einigen Tagen war „Hellboy Day“. Dies nahmen viele namhafte Comic-Künstler zum Anlass, die beliebte Figur zu ehren. Einige sprachen Mike Mignola via Social Media ihren Respekt aus und andere zollten mit künstlerischen Adaptionen dem brummigen Teufel ihren Tribut.

Zusätzlich werden bei den diversen Hellboy-Verlagen großartige Aktionen angekündigt. Auch Cross Cult, die deutsche Heimat für Hellboy-Comics, hat in diesem Jahr einiges geplant. Allen voran wird die Hauptgeschichte rund um Hellboys Abenteuer in edlen Kompendium-Bänden neu aufgelegt. Auch die Grundlage für den neuen Kinofilm ist hier bereits in einem dieser Bände (Hellboy Kompendium 3) erschienen.

Des Weiteren erscheint einer der besten Story-Arcs der B.U.A.P. (B.P.R.D.) ebenfalls in einem wunderschönen Hardcover-Band. „Die Froschplage“ (englisch „Plague of the Frogs“) befördert Abe Sapien und Liz Sherman dabei in den Mittelpunkt des Geschehens und stellt gleichzeitig das erste große Abenteuer der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen in den Comics dar. Hier wurden bislang vier Bände von Cross Cult angekündigt. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen Neben- und Kurzgeschichten sowie Standalone-Storys anderer Figuren in dicken Sammelbänden zusammengefasst. Bei diesen „Geschichten aus dem Hellboy Universum“ sind wir bereits beim siebenten Band angekommen. Für reichlich Lesestoff sollte also gesorgt sein!

Copyright by Cross Cult

Hohe Qualität

Wer nun immer noch Gründe benötigt, um einen Hellboy-Comic in die Hand zu nehmen, dem sei gesagt, dass es sich bei diesen Geschichten schlichtweg um sehr gute Action-Horror-Comics handelt. Kaum ein anderer Künstler hat es geschafft, über einen derart langen Zeitraum ein so konstant hohes, narratives Niveau zu halten, wie Mike Mignola. Ob Rasputin, Hekate, Baba Yaga oder Koshchei The Deathless – (beinahe) jede Auseinandersetzung von Hellboy liest sich spannend und abwechslungsreich.

Dass bei einer derart langen Schaffensphase hier nicht jeder Künstler unseren Geschmack getroffen hat, ist selbstverständlich. Genauso selbstverständlich ist es aber auch, dass gerade die Hauptgeschichten von Hellboy (von den Künstlern Mike Mignola, Duncan Fegredo sowie dem Koloristen Dave Stewart) großartig aussieht.

Copyright by Cross Cult

Fazit

Nur wenige Comic-Figuren außerhalb des Marvel- und DC-Universums erreichen ihren 25. Geburtstag. Hellboy hat dies geschafft. Freunde des pulpigen Horrors und knackiger, markanter Sprüchen wissen wieso. Und Comic-Fans wissen das sowieso.

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