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Review: PlayStation VR Worlds

Das Konzept von PlayStation VR Worlds ist im Wesentlichen dasselbe wie bereits bei Wii Sports für die Wii und Nintendoland für die Wii U. Eine Sammlung an Spielen und Erfahrungen, mit denen Käufer einer Konsole (bzw. im Fall von PlayStation VR eines neuen Peripheriegeräts) an die besonderen Funktionen und Gimmicks der Hardware herangeführt werden. Der große Unterschied zu den Nintendo-Minispielsammlungen ist allerdings, dass VR Worlds nicht jedem PlayStation VR-Headset beiliegt, sondern separat gekauft werden muss. Enthalten sind fünf grundverschiedene Erfahrungen von schwankender Qualität.

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Ocean Descent
Dieses komplett passive Erlebnis schickt euch in einem Haikäfig in die Tiefen des Ozeans. Ihr bewundert Fische, Korallen, eine dunkle Höhle, die von einem Schwarm leuchtender Quallen erhellt wird und ein versunkenes U-Boot, das von einem gefährlichen Weißen Hai bewacht wird. Es ist kein Spiel, sondern ein selbst ablaufender Film mit einem toll inszenierten Finale, das aber dadurch auch genau einmal funktioniert. Habt ihr Ocean Descent nach etwa 15 Minuten absolviert, könnt ihr die Unterwasserlandschaften ohne Drama einfach zur Entspannung genießen.

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The London Heist
Wesentlich interaktiver als Ocean Descent ist The London Heist. Ihr schlüpft in die Haut eines Gangsters und müsst einen Diamanten stehlen. Wie könnte es anders sein: das Vorhaben gerät komplett aus den Fugen und so findet ihr euch in hitzigen Feuergefechten mittels Move-Controller sowie einem Verhör durch einen furchteinflößenden Zeitgenossen wieder. Die Schusswechsel sind nicht sonderlich komplex, funktionieren aber tadellos. Besonders das Nachladen, bei dem ihr das Magazin tatsächlich unten in die Pistole schieben müsst, führt zu einer enormen Immersion. Doch auch ruhige Situationen, wenn ihr etwa in einer Bar sitzt und euch eine Zigarre anzündet, deren Rauch ihr dank des im Headset verbauten Mikrofons tatsächlich „ausatmet“, wirken durch tolle Performances der Darsteller äußerst überzeugend. Habt ihr die Handlung abgeschlossen, dürft ihr in drei Schießbudenszenarien auf Punktejagd gehen. All das habt ihr in unter einer Stunde erledigt und gesehen. The London Heist kann zwar auch mit dem DualShock 4-Controller gespielt werden, ist aber eindeutig auf die Steuerung mit den Move-Controllern ausgelegt.

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Scavengers Odyssey
Im Cockpit eines Raumschiffs sucht ihr in Scavengers Odyssey als Alien (eure Hände sind blau und haben nur drei Finger) nach einem antiken Artefakt. Es handelt sich um einen simplen Shooter, der im Gegensatz zu The London Heist mit dem Standard-Controller gespielt wird. Ihr springt mit eurem Raumschiff über Asteroiden und ballert auf gegnerische Aliens, die mit lediglich drei Gegnertypen allerdings nicht viel Abwechslung bieten. Das Alleinstellungsmal ist die große Fokussierung auf Bewegung, denn ihr springt nicht nur, sondern dreht euch auch in der Luft und erklimmt mit dem spinnenartigen Raumschiff vertikale Wände. Dieses Feature ist Fluch und Segen zugleich. Je nach Magenverfassung werdet ihr das Gefühl der Beschleunigung genießen, oder nach der nächsten Kotztüte greifen. Nach nicht einmal zwei Stunden habt ihr die nicht besonders aufregende Story auch schon durchgespielt. Wiederspielwert ergibt sich durch die lineare Natur von Scavengers Odyssey kaum.

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VR Luge
Bei VR Luge handelt es sich um ein sehr simples Rennspiel, in dem ihr auf einer kleinen Rodel mit den Füßen voran mit einem Höllentempo einen Anstieg herunterrast. Ihr müsst dem entgegenkommenden Verkehr, Erdlawinen und weiteren Hindernissen durch die Neigung des Kopfes ausweichen, um in vier Levels ans Ziel zu kommen. Doch eigentlich sind die Hindernisse eher kosmetisch, da ihr bei einer Kollision keinen spektakulären Crash hinlegt, sondern einfach ein wenig gebremst werdet. Der Umfang ist klein und nach einem oder zwei Durchgängen verschwindet jede Motivation, sich noch einmal den Berg hinunter zu stürzen. VR Luge gleicht mehr einer Tech-Demo als einem Spiel.

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Danger Ball
Danger Ball ist Pong aus der Ego-Perspektive. Ihr kontrolliert den „Schläger“ mit eurer Blickrichtung und könnt dem Ball mit geschickten Zuckungen im letzten Moment vor dem Aufprall einen Drall geben, um die KI-Gegner zu verwirren und so Punkte zu erzielen. Die Gegner haben verschiedene Spezialfähigkeiten wie ein Schild oder die Möglichkeit, zwei Bälle auf einmal abzufeuern. Das Konzept funktioniert hervorragend, verschenkt aber eine riesige Chance: es gibt keinen Mehrspielermodus. Ihr könnt nur gegen leicht zu überlistende Computergegner, aber nicht gegen andere Spieler antreten, was die Langzeitmotivation von Danger Ball wesentlich schmälert.

Review Overview

Wertung - 6

6

PlayStation VR Worlds gelingt es hervorragend, die Fähigkeiten von Sonys neuer Hardware zu demonstrieren, doch die fünf Spiele/Erfahrungen bieten einfach zu wenig. Sie sind zu kurz, bieten kaum Wiederspielwert und sind allgemein – mit Ausnahme von The London Heist und zu einem geringeren Grad Scavengers Odyssey – viel zu simpel. Diese Sammlung aufpolierter Tech-Demos wäre grundsätzlich toll, um PlayStation VR kennenzulernen, doch bitte als Teil des Hardware-Lieferumfangs und nicht als eigenständiger Titel um 45 Euro.

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Genre: Spielesammlung
Entwickler: London Studio
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 45 Euro
System: PS4 mit PlayStation VR

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