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Review: Deadpool #1-3

Marvel Comics hatte es in den vergangenen Jahren nicht leicht. Viele Heftserien erlebten Neustarts und Reboots, die ihnen nicht immer gut taten. Etliche namhafte Autoren sowie Künstler verließen das „Haus der Ideen“. Der bekannteste hiervon ist sicherlich Brian Michael Bendis (Miles Morales, Jessica Jones), den es in Richtung DC zog. Zudem gab es hinter den Kulissen Veränderungen.

Unter der Leitung des neuen Chefredakteurs C.B. Cebulski wurde daraufhin „A Fresh Start“ eingeleitet. Dieser erneute Relaunch wirbelte viele altbewährte Kreativteams durcheinander und fügte sie in neuer Besetzung zusammen. Eine Serie, die komplett neu besetzt wurde, ist Deadpool. Hier übernahmen Skottie Young, Nic Klein und Scott Hepburn das Ruder. Young, der als Variantcover-Artist (Marvel Babies) sehr beliebt ist, darf nun endlich seinen Traum ausleben und als Deadpool-Autor fungieren.

Copyright by Marvel Comics

Aller Anfang ist schwer

Wade Wilson aka Deadpool ist nicht die freundlichste Figur des Marvel-Universums. Er ist kein Held im eigentlichen Sinne. Er ist Auftragsmörder und als solcher möchte er auch wahrgenommen werden. Deshalb macht er sich mit Negasonic Teenage Warhead – eine Figur, die allen Kinogängern bekannt sein dürfte – auf, eine Art Söldnerkanzlei zu gründen. Er selbst spricht von „mercenary for hire“ in Anspielung an The Defenders („heroes for hire“). Generell strotzt der Comic vor Andeutungen und bissigen Kommentaren zu bekannten Marvel- und DC-Serien. So kann es vorkommen, dass bekannte Origin-Geschichten anderer Helden kurzerhand so geändert werden, dass Deadpool darin eine tragende Rolle übernimmt.

Aber auch andere Marvel-Figuren spielen eine wichtige Rolle in diesem Neustart. Die Guardians of the Galaxy, um nur eine Gruppe bekannter Helden zu nennen, haben nämlich eine große Bedrohung für das Schicksal der Menschheit ausgemacht. Diese nähert sich der Erde und muss gestoppt werden. Glücklicherweise haben Star-Lord und Co. die Gefahr rechtzeitig erkannt, sodass die Avengers rechtzeitg darauf reagieren könnten. Einen Haken hat die Angelegenheit dann aber doch: Deadpool besitzt als einziger die Waffe, um den Untergang der Welt aufzuhalten. Wird der Söldner mit der großen Klappe kooperieren?

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Großartiger Neustart

Skottie Young, Nic Klein und Scott Hepburn haben Spaß an ihrer Arbeit. Das spürt man zu jeder Sekunde. Die ersten drei US-Hefte sprühen vor Witz und Humor und fangen den Flair der beiden Verfilmungen wunderbar ein. Darüber hinaus sind die Zeichnungen von Nic Klein zuweilen atemberaubend. Der deutsche Künstler ruft hier sein ganzes Können ab. Da kann Scott Hepburn leider nicht immer mithalten, was ihm jedoch zu verzeihen ist. Sind doch die Maßstäbe, die Klein hier setzt, unglaublich hoch.

Im Jänner 2019 veröffentlicht Panini Comics die Heftserie zu Deadpool auch in deutscher Sprache.

Fazit

Marvel hat allen Deadpool-Fans ein großes Geschenk gemacht. Das neue Kreativteam weiß mit dem Söldner umzugehen und setzt ihn wunderbar in Szene. Alle, die Sympathien für Deadpool hegen, sollten hier zugreifen. Die Serie hat es sich zweifelsfrei verdient.

Info:
Seiten:
33, 22 und 23
Preis:
jeweils ca. 5 Euro
Autor:
Skottie Young
Zeichner:
Nic Klein und Scott Hepburn
Verlag: Marvel Comics
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