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Review: Batwoman 1: Die vielen Arme des Todes

Batman ist schon lange kein einsamer Kämpfer für Gerechtigkeit mehr. Mehrere Robins, Nightwing, Red Hood, Batwing, Oracle, Batgirl und natürlich auch Bruce Waynes Cousine Kate Kane alias Batwoman haben bereits an der Seite von DCs Aushängeschild für das Gute eingestanden. Der erste deutsche Batwoman-Sammelband von Panini enthält die US-Hefte Batwoman Rebirth #1 sowie Batwoman #1-6.

Die Handlung setzt nach dem ersten Batman-Crossover der Rebirth-Ära an: Die Nacht der Monstermenschen. In dieser Story wüteten riesige Monster in Gotham City – Batman; Nightwing, Batwoman, Orphan und weitere Helden kämpften gegen die Invasion, hinter der Professor Hugo Strange steckte. Das Autorenduo aus Marguerite Bennett und James Tynion IV lässt diese Geschichte aber eher nebenbei anklingen, es sind also keine Vorkenntnisse erforderlich.

Gemeinsam mit Julia Pennyworth, der Tochter von Batmans Butler Alfred, folgt Kate der Spur eiens Waffenschieberruígs bis auf die Insel Coryana. Ausgerechnet zu diesem Ort hat die Superheldin eine starke Bindung: Kate war einst die Geliebte von Coryanas Herrscherin.

Die Autoren bedienen sich einer Erzählung auf zwei Zeitebenen. Auf der einen, während des sogenannten „verlorenen Jahres“ wird Kate schwer verletzt auf der isolierten Insel Coryana angeschwemmt. Sie wird von der Barbesitzerin Safiyah gesund gepflegt – und verliebt sich in die inoffizielle Herrscherin des Elands. In Safiyahs bisheriger Geliebten und gleichzeitigen Wachfrau Tahani löst das Rachegefühle aus. In der Gegenwart kehrt Batwoman nach Coryana zurück und muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Es handelt sich um eine gut erzählte Episode aus dem Leben der Heldin, in der nicht alle offenen Fragen beantwortet werden – das macht Lust aufs Weiterlesen. Stichwort Homosexualität: Als DC den Charakter einführte, waren gleichgeschlechtliche Beziehungen in der US-Armee nicht gerne gesehen – Kate wurde ais diesem Grund ausgeschlossen. Das ist zwar ein zentraler Teil ihrer Geschichte und Vergangenheit, wird aber nie auf unangenehme Art und Weise ausgespielt.

Der heimliche Star dieses Sammelbandes ist Zeichner Steve Epting, der Die vielen Arme des Todes in seinem typisch geerdeten Stil illustriert, der bereits dabei half, Ed Brubakers Winter Soldier zu einer der bedeutendsten Captain America-Storys der letzten Jahre zu machen. Zusätzlich gibt es ein Flashback-Kapitel, das sich ganz Kates Zeit auf der Insel widmet – sensationell gezeichnet von Stephanie Hans.

Fazit

Batwoman beweist, dass der Batman-Kosmos auch abseits der Serien um den Mitternachtsdetektiv einiges hergibt. Marguerite Bennett und James Tynion IV führen Batwoman „neu“ ein und schaffen den Spagat zwischen der Zugänglichkeit für Neueinsteiger und der Belohnung jener Leser, die den Charakter mitunter seit Jahren verfolgen.

Info
Seiten: 164
Preis: ca. 18 Euro
Autoren: Marguerite Bennett, James Tynion IV
Zeichner: Steve Epting, Stephanie Hans, Renato Arlem
Verlag: Panini Comics (DC)

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