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Review: Batman: Arkham VR

Batman wurde 1939 von Autor Bill Finger und dem Zeichner Bob Kane geschaffen. Auch über 75 Jahre später kämpft der dunkle Ritter in Comics, Hörspielen, TV-Serien und Kinofilmen gegen fiese Schurken. 1986 betrat der Mitternachtsdetektiv auch die Welt der Videospiele. Es folgten unzählige Games, die meist leider nicht mehr als durchschnittlich ausfielen. Erst 2009 erschien mit Batman: Arkham Asylum ein echter Superhit, der die Herzen der Comic- und Spielefans im Sturm eroberte und neben einigen Nachfolgern selbst ein kleines Batman-Universum mit Comics, Romanen und einem Zeichentrickfilm nach sich zog.

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ICH BIN BATMAN… in VR
Zumindest zeitexklusiv zum Start von PlayStation VR erhält Batman nun als erster Superheld sein eigenes Virtual Reality-Spiel. Rocksteady, das Team hinter den Batman Arkham-Spielen, hat monatelang fieberhaft am ersten VR-Abenteuer mit dem berühmten Comichelden gearbeitet. Im Spiel erleben wir die bekannte Origin aus den Augen den jungen Bruce, können als Erwachsener Wayne Manor erkunden, mit dem Butler Alfred sprechen und natürlich auch mit einem geheimen Aufzug in die Batcave gelangen. Wir schlüpfen in den ikonischen Batsuit, testen einige der Gadgets und natürlich den Batarang, blicken in den Spiegel, sehen uns erstmals mit der ikonischen Maske und sagen uns insgeheim: “Ich bin Batman!”
Über die Story möchten wir an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Das VR-Erlebnis ist eine recht kurze Angelegenheit und wir wollen euch selbst mit leichten Spoilern nicht das Vergnügen an der sehr gut in die anderen Arkham-Spiele eingepasste Handlung vermiesen. Ihr könnt euch allerdings auf ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten freuen. Die Handlung habt ihr schon nach rund einer Stunde absolviert, die Entwickler haben jedoch einige sehenswerte Extras eingebaut, wodurch sich die Spiellänge auf zweieinhalb bis drei Stunden ausdehnt.

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Der beste Detektiv der Welt
Der Schwerpunkt von Arkham VR ist ganz klar die Detektivarbeit. So könnt ihr euch an einem Tatort frei bewegen und müsst den Tathergang eines Mordes rekonstruieren. Es müssen Spuren gesichert und diese in einem Zeitstrang kombiniert werden. Zwar gibt es auch die eine oder andere Actioneinlage, diese wirken jedoch nicht ganz so immersiv, da man oft den Eindruck hat, dass die Umgebung nicht komplett auf die eigenen Handlungen reagiert. Die Steuerung mit den zwei Move-Controllern geht gut von der Hand. Egal ob ihr die Maske aufsetzt, einen Bösewicht mit „sanfter Gewalt“ zum Reden bringt oder den Batarang werft: ihr fühlt euch stets wie Batman. Einzig der Umstand, dass ihr – den Spiegel ausgenommen – nie euren Körper seht, sondern nur die Hände ohne Arme vor eich schweben, kann die virtuelle Illusion manchmal stören.

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Immersion pur
Grafisch kann das Spiel nicht mit Arkham Knight auf der PS4 mithalten, sondern befindet sich eher auf dem gehobenen Niveau der PS3-Vorgänger. Das reicht aber locker, um euch zusammen mit den großartigen Soundeffekten in das Spiel zu ziehen. Für einen Batman-Fans gibt es viele epische, ja ikonische Momente, die – und das muss man auch ehrlich sagen –mehr Spaß machen als das eigentliche recht simpel gehaltene Spiel. Wenn ihr in der Batcave steht, das Rauschen der Wasserfälle im Ohr habt und links den ausgestopften Dinosaurier erblickt, den ihr als Trophäe von der Dinosaurier-Insel mitgebracht habt, und rechts die gigantische Ein-Cent-Münze aus dem Abenteuer mit dem Gauner Coyne (man beachte das Wortspiel) ausgestellt ist, dann wisst ihr, dass ihr Zuhause seid.

Review Overview

Wertung - 7

7

ICH BIN BATMAN!

Dieses Spiel ist ein Beispiel dafür, dass es noch etwas dauern wird, bis die Entwickler VR komplett verstehen und einsetzen können. Es ist ein tolles Gefühl, nicht nur in die Haut von Batman zu schlüpfen, sondern vor allem auch in die beliebten Arkham-Games zu springen und in diese Welt eintauchen zu können. So sehr mich dieser Eindruck auch begeistert hat und dafür sorgen wird, dass ich das anderthalb Stunden lange Abenteuer sicher noch einige Male spielen werde, merkt man auch schnell, wie eingeschränkt man hier ist. Am besten funktionieren die Rätsel- und Detektivaufgaben. Kommt Action ins Spiel, hat man schnell den Eindruck, dass die virtuelle Welt zu starr und vorberechnet ist und es oftmals es keine Rolle spielt, welche Handlungen ihr setzt. Arkham VR lebt davon, dass es eines der ersten VR-Games ist, es das tolle und atmosphärische Setting der Arkham-Serie nutzt und vor allem ein Batman-Spiel ist. Triggern euch diese Dinge, solltet ihr das Spiel auf jeden Fall auf eure VR-Wunschliste setzen.

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Genre: Batman-Simulator
Entwickler: Rocksteady
Erscheint: 13. Oktober
Preis: ca. 20 Euro
System: PS4 mit PSVR

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