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Game-News: Bethesda-Gründer über Battlefront 2, Lootboxen, Profit und Risko

Christopher Weaver gründete im Jahr 1986 Bethesda Softworks, um das erste Physik-basierte Football-Spiel Gridiron! für den Atari ST auf den Markt zu bringen. Später führte er das Unternehmen mit der The Elder Scrolls-Reihe (dessen Namen von Weaver selbst stammt) durch einige ihrer glanzvollsten Jahre und gründete 1999 mit ZeniMax auch nachträglich das neue Eltern-Unternehmen von Bethesda mit, welchem er Jahre-lang als CTO diente.

Heute ist er für keines der Unternehmen mehr tätig sondern beschäftigt sich vorwiegend damit, die nächste Generation über Videospiel-Entwicklung zu unterrichten, als Lehrer und als Projekt-Director des Videogame Pioneers Archive des Smithsonian. In einem Interview mit den Kollegen des Rolling Stone sprach der Industrieveteran über Lootboxen und EAs jüngstes Debakel mit Star Wars Battlefront 2.

So meint Weaver, dass die Herangehensweise mit Microtransaktionen in dem meisten Fällen auf Kosten des Spielflusses gehen wird und deswegen immer das Potential birgt zurückzufeuern. Von Freemium-Modellen ist er daher überhaupt kein Fan, da sie ihren Spielern nur vorgaukeln, sie würden etwas für nichts bekommen. Laut dem Kult-Entwickler müssen Spiele einfach teurer werden, da ihre Produktionskosten eben auch gestiegen sind. Eine Demo oder ein kurzer Abschnitt mit dem solche Titeln im vorhinein angespielt werden können, sei da immer noch der beste Weg.

Außerdem dürfe man den großen Publishern wie EA oder Bethesda nicht ihre Profit über Risko-Taktik vorwerfen. Wie auch Bill Gates schon sagte, werde wahre Innovation nie von großen Unternehmen kommen, da man am ehesten bereits ist verrückte Sache zu versuchen, wenn man ohnehin keinen tiefen Fall zu befürchten hat.

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