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Update: Schnappt sich 2K Sports die exklusive FIFA Lizenz?

Take-Two, die Muttergesellschaft von 2K Sports, hielt sich am Mittwoch bedeckt, als sie gefragt wurde, ob sie an der FIFA-Fußballlizenz interessiert sei, falls der Rivale EA Sports seinen langjährigen Vertrag mit dem Verband nicht verlängern sollte.

Letzten Monat veröffentlichte Electronic Arts eine öffentliche Erklärung, in der es behauptete, dass es seine Lizenzvereinbarung mit der FIFA überprüfe und andeutete, dass es die Verbindung mit der FIFA-Marke kappen und seine Serie umbenennen könnte, während es separate Vereinbarungen für Liga-, Spieler- und Stadionlizenzen beibehält.

Später stellte sich heraus, dass das Unternehmen Markenanmeldungen für „EA Sports FC“ eingereicht hat, was möglicherweise der neue Name für die Franchise sein könnte, sollte es sich für eine Umbenennung der Serie entscheiden. Die FIFA, der Dachverband des Fußballs, hat später in einer eigenen Erklärung zurückgeschossen und angedeutet, dass sie offen für die Zusammenarbeit mit neuen Videospielunternehmen sei.

Während der jüngsten Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen am Mittwoch wurde der CEO von Take-Two, Strauss Zelnick, zum EA-FIFA-Streit befragt und ob die Muttergesellschaft von 2K Sports an einer Ausweitung ihrer Fußballspiele interessiert wäre, sollte die Lizenz verfügbar werden. Derzeit ist die einzige Fußballserie von Take-Two das mobile Managementspiel Top Eleven, das das Unternehmen zusammen mit dem Entwickler Nordeus diesen Sommer erworben hat.

„Wir sind so begeistert, Nordeus in der Take-Two-Familie zu haben“, sagte Zelnick. „Sie sind einfach klasse und Top Eleven ist ein großartiger, beliebter Titel. Ich könnte nicht glücklicher sein, durch Top Eleven mit dem Team von Nordeus im Fußballmanager-Geschäft zu sein.

Er fügte hinzu: „Das ist ein großer Schritt nach vorne für uns… wir waren vorher noch nicht in diesem Sport tätig. Und ich denke, ich werde es heute dabei belassen.“

Streit zwischen FIFA und EA eskaliert – verliert das Franchise seinen Namen?

Zwischen dem Fußball-Weltverband FIFA und dem Publisher Electronic Arts scheint es aktuell ordentlich zu krachen. Zuletzt kokettierte die FIFA offen damit, mit anderen Publishern zusammen zu arbeiten – ein Novum, immerhin hatte EA in den vergangenen Jahren einen Exklusivvertrag mit dem Weltverband.

Was ist bislang geschehen?

Vor einigen Tagen, veröffentlichte Electronic Arts eine Pressemeldung, in der festgehalten wird, dass der Publisher selbst bei einer Namensänderung der beliebten FIFA-Reihe seine Lizenzen für die größten Ligen oder Spieler behalten würde. Dies sei deshalb möglich, weil u.a. mit den Ligen explizit eigene Lizenzverträge geschlossen wurden.

„Über die Jahre, in denen wir an unserem globalen Franchise gearbeitet haben, haben wir gelernt, dass Authentizität essentiell für die Spielerfahrung ist. Aus diesem Grund haben wir unser Augenmerk auf die kollektive Stärke von über 300 individuellen Lizenzpartnern gelegt, die uns Zugriff auf über 17.000 Athlet:innen in über 700 Mannschaften, in 100 Stadien und über 30 Ligen weltweit geben. (…) unser Spiel ist der einzige Ort, wo es authentisch möglich ist, in der ikonischen UEFA Champions League, der UEFA Europa League, dem CONMEBOL Libertadores, der Premier League, der Bundesliga und der LaLiga Santander neben einigen anderen zu spielen.“

Diesem Statement folgte wenige Zeit später die Nachricht, dass EA sich die Namensrechte für „EA Sports FC“ gesichert habe und dass der Vertrag mit der Spieler:innengewerkschaft FIFPro verlängert wurde.

Darauf hat der Weltverband verschnupft reagiert und gemeint, dass man sich alle Möglichkeiten offen hielte und es auch vorstellbar sei, mit anderen Firmen als Electronic Arts zusammen zu arbeiten.

„Nach einer umfassenden, strategischen Analyse des Videospiel- und interaktiven Entertainment-Sektors, ist FIFA selbstsicher und optimistisch bezüglich seiner langfristigen Zukunft im Gaming und eSport. Die Zukunft des Gamings und eSports für Fußball-Stakeholder muss mehr als nur eine Partei, die alles kontrolliert und alle Rechte ausbeutet, beinhalten.“

Und weiter: „FIFA arbeitet mit verschiedenen Branchenakteuren zusammen, darunter Entwickler:innen, Investor:innen und Analyst:innen, um eine längerfristige Sicht auf Gaming, eSport und den interaktiven Entertainment-Sektor zu erhalten.“

Aktuell sieht es aus, als wäre kein Ende des Streits in Sicht. Der Exklusivvertrag von EA mit der FIFA über die Namensrechte endet nach der Fußballweltmeisterschaft der Herren in Katar, die nächstes Jahr erstmalig im Winter ausgetragen wird. Man darf gespannt sein, wie der Streit zwischen den beiden Big Playern ausgehen wird.

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