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Review: Tony Stark Iron Man – Die Rückkehr einer Legende

In den letzten Jahren hat Tony Stark alias Iron Man so einiges mitgemacht. Er musste sein Gedächtnis löschen, Abenteuer im Weltraum erleben, um zu erfahren, dass adoptiert wurde, und schließlich fiel er nach Civil War II in ein tiefes Koma. In der Zwischenzeit übernahm die junge Riri Williams den Platz in der Iron-Man-Rüstung, auch der geläuterte Victor von Doom trat für einige Zeit als eiserner Avenger auf den Plan. Doch diese Zeiten sind vorbei. Tony Stark ist zurück – und zwar nicht als KI, sondern aus Fleisch und Blut. Der ideale Punkt für einen Neustart der Serie mit einem frischen Krativteam.

So übernimmt der Langzeit-Spider-Man-Autor Dan Slott nun die Federführung und bekommt mit Valerio Schiti einen Zeichner zur Seite gestellt, der mit seinen fast schon cartoonig wirkenden Zeichnungen den frischen Wind nochmals unterstreichen soll. In den ersten Heften, die hier nun als Sammelband erschienen sind, überwiegen klar Action und Humor. Tiefgang und eine Botschaft muss die Serie an diesen Punkt erst wieder gewinnen. Dan Slott sei es gegönnt, Tony Stark nicht gleich in das nächste Drama zu stürzen.

Wir sind Iron Man

Tony Stark ist zurück und er will es wieder einmal wissen. Mit seinem Unternehmen Stark Unlimited möchte er dank neuester KI und virtueller Realität die Probleme der Menschheit lösen. Gleichzeitig entwickelt er auch Iron Man von dem eigentlichen Helden zu einer Idee weiter, die mehr als nur ihn selbst umfassen soll. Unterstützt wird er dabei von dem ebenfalls wiederauferstandenen Rhodey, der KI-Frau Jocasta, Wasp sowie seiner leiblichen Mutter, einer ehemaligen britische Punksängerin, die nebenbei auch als SHIELD-Agentin unterwegs war.

Nach dem wilden Durcheinander an Storys und Wendungen der letzten Jahre heißt es für Dan Slott erstmals aufzuräumen. Bei Spider-Man gelang das, indem viele Ereignisse schlichtweg gelöscht wurden. Bei Iron Man muss er sich mit dem Erbe von Kieron Gillen und zuletzt Brian Michael Bendis herumschlagen. Die Abenteuer in diesem ersten Band des Neustarts gehen auf jeden Fall schon in eine gute Richtung.

Fazit

Dan Slott macht es sichtlich Spaß, Iron Man zu schreiben und genauso hatte ich Spaß mit diesem Band. Zwar werden schon die ersten großen Handlungsstränge für die Zukunft angedeutet, aber wenn Iron Man in einer Mechrüstung schon auf den ersten Seiten gegen den klassischen Marvel Drachen Fin Fang Foom antritt, dann gibt es Superhelden-Action vom Feinsten. Gleichzeitig scheut man sich aber auch nicht, gesellschaftskritische Themen wie die Rechte von künstlichen Intelligenzen zumindest einzuweben.

Nachdem die Iron-Man-Serie nach den extrem starken Runs von Warren Ellis und später auch Matt Fraction nie wieder dieselbe Stärke erreichte, bin ich gespannt, was Dan Slott in den nächsten Jahren aus der Figur herausholen wird. Ein unterhaltsamer Band, der sich ausgezeichnet zum Hineinschnuppern und Einsteigen eignet.

Info
Seiten: 124 Seiten
Preis: je ca. 15 Euro
Autor: Dan Slott
Zeichner: Valerio Schiti
Verlag: Panini Comics (Marvel)

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One Comment

  1. Der Band hat mir jetzt schon viel mehr Spaß gemacht als die jüngsten Vorgänger ,endlich mal kein Drama ,zumindest geht’s in eine gute Richtung .

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