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Review: Spider-Man: Cadaverous

Regisseur J.J. Abrams erschafft ein neue Version des Wandkrabblers!

Regisseur J.J. Abrams hat schon mit mehreren ikonischen Franchises der Popkultur gearbeitet: Star Trek, Star Wars – und demnächst könnte er auch einen neuen Superman-Film drehen. Und in einem nun auf Deutsch verfügbaren Comic-Band befasst er sich mit einem der beliebtesten Superhelden der Welt: Spider-Man. Zusammen mit seinem Sohn Henry Abrams setzt er eine neue Spider-Man-Miniserie um, gemeinsam mit der Zeichnerin Sara Pichelli, Kolorist Dave Stewart und Cover-Künstler Olivier Coipel. Alle fünf Ausgaben sind in diesem deutschen Band gesammelt.

Marvel war von Anfang an sehr bedacht, nicht zu viel über diesen Comic zu verraten. Außer dem neuen Schurken mit dem zugegebenermaßen albernen Namen Cadaverous war kaum etwas bekannt geworden. Und das ist auch gut so. Wir empfehlen, vor dem Lesen keine Spoiler zu konsumieren. Denn Abrams und sein Sohn warten bereits auf den ersten Seiten mit einer großen Überraschung auf. Die Handlung bewegt sich in eine unerwartete Richtung.

Nur so viel: Ben, der Sohn von Peter Parker und Mary Jane, wächst deshalb bei seiner Großtante May auf – und hat als Teenager viele Probleme. Es wird nicht leichter, als sich seine geerbten Superkräfte zeigen und er das alte Spidey-Kostüm seines Vaters auf dem Dachboden findet. Denn die Vergangenheit holt einen immer ein.

Sara Pichellis Zeichnungen sind deutlich weniger geschliffen als üblich, was dem düsteren Ton der Geschichte gut entgegenkommt. Dave Stewarts gedeckte Farben tun da ihr Übriges. Cadaverous und seine Soldaten kommen mit ihrem Techno-Alien-Look gleichzeitig gruselig und futuristisch daher. Besonders gut gelungen sind auch die menschlichen Charaktere – Mary Jane, Tante May und Peter sehen realistisch aus und gezeichnet von den schockierenden Ereignissen. Dennoch schafft sie es, Ben ein besonderes jugendliches Glitzern in die Augen zu zaubern.

Fazit

J.J. Abrams’ Spider-Man ist eine neue Version des Wandkrabblers. Und die ist vor allem interessant. Eine frühe Wendung hilft dabei, diese Serie in eine unerwartete Richtung zu lenken, mit der die Paarung von Vater und Sohn als Autoren sehr viel Sinn macht. Sara Pichelli beweist erneut, dass sie zu den besten Spider-Man-Künstlerinnen zählt. Cadaverous könnte dennoch einen weniger albernen Namen vertragen.

Infos:

Verlag: Panini Comics (Marvel)
Seiten: 140
 Softcover
Autoren: Henry Abrams, J.J. Abrams
Zeichnerin: Sara Pichelli
Preis: circa 17 Euro

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