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Review: Omno

Auch wenn heute viele Indie-Produktionen mit damaligen Double-A-Produktionen zu vergleichen sind und zukünftige Projekte dank Videospiele-Engines wie Epics Unreal Engine 5 mit opulenten Grafiken aufwarten dürften, gibt es sie noch: die von kleinen Teams oder sogar einzelnen Personen entwickelten Games. Zu Letzteren zählt Omno, dass von Jonas Manke entwickelt wurde und bereits für Nintendo Switch, Xbox One, PlayStation 4 und PC erschienen ist. Wir haben uns die im GamePass erhältliche Xbox One Version der Single-Player-Entdeckungsreise angesehen und sind von dem charmanten Ein-Mann-Projekt entzückt.

Der Weg ist das Ziel

Ähnlich den Indie-Hits wie Journey trifft diese Aussage auch auf Omno zu. Auf unserer Reise durch die Welt von Omno bereisen wir üppige Wälder, trockene Wüstenabschnitte oder eine eisige Tundra – sogar der Himmel ist vor uns nicht sicher auf unserem Weg durch die Ruinen einer verlorenen Zivilisation.

Omno bietet hierbei nicht nur eine interaktive Welt, in der wir auf zahlreiche unterschiedliche Kreaturen treffen, sondern fordert auch unser Hirnschmalz in gut designten und durchaus fordernden Rätseln im 3-D-Puzzle-Plattformer-Stil, die uns nicht nur stetig unserem Ziel näher bringen, sondern auch das ein oder andere verborgene Geheimnis entdecken lassen. Eine spannende oder tiefgründige Geschichte sucht man in Omno vergebens. Die Reise unseres Helden gleicht mehr einer Pilgerfahrt, in der, wie bereits erwähnt, vielmehr der Weg das Ziel ist.

Magisch schöne Spielwelt

Je weiter wir in der Spielwelt vorankommen, umso mehr Kreaturen sammeln wir in unserem Tagebuch, die sich allesamt stark voneinander unterscheiden und der minimalistischen, aber schön designten Spielwelt in nicht nachstehen. Die Fauna von Omno ist somit ganz klar eines der Highlights des Spiels. Sie belebt nicht nur die schöne Spielwelt, sondern hilft uns auch dabei, Ressourcen zu erhalten oder neue Bereiche zu erreichen. Jedes Areal hat seine eigenen Kreaturen, die sich alle in ihrer Form und Größe unterscheiden.

Fortschritte macht auch unser mit einem magischen Stab ausgerüsteter Held. Nach und nach wird unser Move-Repertoir erweitert und wir erhalten neue Fähigkeiten. Schon nach kurzer sind wir in der Lage zu fliegen, unseren Zauberstab zum Schweben oder als fliegendes Surfbrett zu verwenden – besonders Letzteres fühlt sich großartig an.

Durchwachsene Steuerung

Um in einen neuen Bereich zu gelangen, müssen wir mindestens drei leuchtende Kugeln finden, die uns ein Portal öffnen und das Weiterreisen ermöglichen. Die dafür erforderlichen Rätselpassagen können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Manchmal müssen wir mit den in einem Gebiet lebenden Tieren interagieren, die ein oder andere knifflige Plattformpassage meistern oder genügend Lichtressourcen sammeln. Das geht alles recht gut von der Hand, nur mit der etwas trägen Sprungsteuerung hatten wir dann und wann zu kämpfen.

Fazit

Wertung - 7.5

7.5

Omno nimmt euch mit auf eine schön designte Single-Player-Entdeckungsreise, die einer meditativen Pilgerfahrt gleicht und an vom Spielgefühl her an Indie-Perlen wie Journey erinnert. Es erfindet das Rad zwar nicht neu, sieht dafür aber toll aus, spielt sich gut und ist unterhaltsam von Anfang bis Ende. Omno stellt aber auch unter Beweis, dass der GamePass wie geschaffen für solche kleinen Indie-Projekte ist, die es in Anbetracht der Spieleflut sowieso schwer haben, auf dem Markt gewinnbringend zu bestehen. Wer ein etwas anderes Spielvergnügen sucht, kann gerne einen Blick riskieren. 

Genre: Adventure, Puzzlespiel
Entwickler: Studio Inkyfox
System: Switch, Xbox One, PlayStation 4, PC
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 20 Euro

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