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Review: MLB The Show 21

Nicht mehr ganz so exklusiv

Man darf schon von einer kleinen Sensation sprechen, wenn ein Spiel nach 15 Jahren Konsolenexklusivität plötzlich auch für den Mitbewerber erhältlich ist. Sonys Baseballsimulation MLB The Show 21 erscheint dieses Jahr erstmal auch für Microsofts Konsolen – wobei es sogar seit Tag 1 im GamePass verfügbar ist – und wie nicht anders zu erwarten, jeweils auch in eigenen Versionen für die Next-Gen Konsolen. Doch wie sieht es abseits der gewichtigen Änderungen wie Cross-Play aus, ist der neueste Ableger der Baseballsimulation der nächste große Schritt nach vorn oder ändern sich wie so oft nur Details? Das und mehr haben wir uns für euch angesehen.

(Kleine) Änderungen hier und da

Was ändert man bei einem Spiel, dass sowieso seit Jahren als Referenz in seinem Genre gilt? Entweder steckt man viel Geld rein, erfüllt möglichst viele Wünsche der Fans, krempelt vieles um, geht dadurch aber auch ein Wagnis ein, oder man dreht an einigen Schräubchen, bringt einige kleine Neuerungen und überrascht mit Features, mit denen niemand gerechnet hat oder die man eigentlich nicht braucht. Letztere Version ist bei MLB The Show 21 der Fall, wobei leider auch einige Features eingebüßt wurden, wie zum Beispiel das Verwenden von Savegames aus den Vorjahren für einige Modi.

Was das Gameplay betrifft wurde eine weitere Variante fürs Pitching, also dem Werfen des Balles zum Schläger, eingeführt. Pinpoint Pitching ist eine Art Gestensteuerung, bei der je nach Wurf eine bestimmte Figur mit dem Stick nachgefahren werden, wobei es dabei vor allem auf Timing und Genauigkeit ankommt. Damit stehen insgesamt fünf verschiedene Möglichkeiten einen Pitch durchzuführen zur Verfügung, wobei ich nach kurzer Zeit wieder zu älteren Steuerungsmöglichkeiten wechselte, fühlte sich das Pinpoint Pitching dann doch etwas zu fummelig an. Auch beim Fielding gibt es einige Verbesserungen in Bezug auf den Realismus und es gibt einige neue Animationen. Generell ist das Spiel dieses Jahr wesentlich mehr skill-basiert und weniger glücksabhängig, zum Beispiel bei Check-Swings.

Auch bei den Modi hat sich einiges getan. Eine der signifikantesten Änderungen beim Karrieremodus Road to the Show ist, dass man sich nun einen Spieler erstellen kann den man als Werfer wie auch als Schläger einsetzen und je nach Spielstil mit verschiedenen Sets aus Perks ausstatten kann. Diese Perks kann man sich zwar mit Ingame-Währung kaufen, die Abkürzung mit Echtgeld sich Verbesserungen zu kaufen ist jedoch auch gegeben. Vor allem in Bezug auf den hohen Grind-Faktor, fällt das natürlich negativ ins Gewicht.

Wenig getan hat sich beim Sammelkartenmodus Diamond Dynasty, wie schon in den Jahren zuvor baut man sich sein Dreamteam auf, kleidet dieses ein, verbessert es, nun auch mit Legenden wie Ken Griffey Jr. oder Babe Ruth. Mit seinem Teams kann man dann entweder berühmte Baseballmomente nachspielen oder anderen Teams im Conquest Modus Fans stehlen. Die Änderungen Im Franchise-Modus sind auch eher rudimentär, so wurde zum Beispiel am Trading gefeilt, Änderungen am Kader geben Einblick inwieweit man sein Team entwickeln muss.

Ein wirklich neues Feature, dass jedoch nur auf PS5 und Series X zur Verfügung steht, ist der Stadium Creator. Hier kann man sich komplett neue Stadien basteln, ob nun die Ränge der Zuschauer, die Spielfeldbegrenzungen, diverse Spezialgebilde, Statuen, Brunnen und sogar die Umgebung drumherum. Diese Stadien können dann im Franchise sowie im Diamond Dynasty Modus verwendet, sowie mit anderen Spielern geteilt werden. Selbstverständlich können auch Kreationen anderer Spieler geladen und verwendet werden.

Aber reicht das auch?

Die MLB The Show Serie hat immer schon sehr gut ausgesehen, und das ist auch bei MLB The Show 21 nicht anders. Viele neue Animationen lassen das Spiel noch realistischer wirken, wobei man dem Titel den Wechsel auf die nächste Konsolengeneration noch nicht ganz ansieht, dazu sind die Änderungen und Verbesserungen nicht groß genug. Aufgrund des statischen Spielverlaufs sollten zwar 120 FPS drin sein, jedoch wird das Spiel nur mit 60 FPS ausgegeben.

Bei der Sprachausgabe hat sich dieses Jahr nicht sehr viel getan. Bis auf einige neue Zeilen bei den Kommentatoren kennt man das meiste schon. Das gebotene ist immer noch auf hohem Niveau, auch die Sounds der Zuschauer sowie des Spielgeschehens sind top, aber wie sagt man so schön, „Stillstand bedeutet Rückschritt“.

Fazit

Wertung - 8

8

Grafik Pracht nun auch auf Xbox

Einige neue Gameplay Features wie dem Pinpoint Pitching können Fans zwar begeistern, stellen aber nicht den großen Wurf dar. Diverse Anpassungen in den Spielmodi ergeben manchmal Sinn, sind aber teilweise immer noch nicht umfangreich genug, vor allem im Franchise Modus gäbe es Immer noch viel zu tun. Da fallen viel mehr die eher geringen Verbesserungen in Bezug auf die Next-Gen sowie das Streichen beliebter Features wie dem Verwenden von Savegames der Vorjahre auf. Trotzdem ist MLB The Show 21 immer noch das Baseballspiel, wobei dank Release auf Xbox und GamePass nun noch mehr Spieler darauf Zugriff haben.

Genre: Sportsimulation
Entwickler: San Diego Studio
System: PS4, PS5, Xbox One, Series X/S (ab Day One im Gamepass)
Erscheint: am 20.04.2021
Preis: 59,99

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