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Preview: Returnal (Update)

Mit Returnal bringen Housemarque im April einen weiteren Exklusiv-Titel auf eine PlayStation-Konsole. Für das finnische Studio, dass Spiele wie Resogun, Super Stardust oder Nex Machina hervorgebracht hat, ist Returnal ihr bislang größtes Projekt. Wir haben alles Wissenswerte für euch zusammengefasst und geben euch einen Ausblick auf das bislang ehrgeizigste Projekt des beliebten Studios.

Worum geht’s?

In Returnal schlüpft ihr in die Rolle der Astra-Scout-Astronautin Selene, die auf einem lebensfeindlichen Planeten namens Atropos notlandet, auf dem sich die Überreste einer alten Zivilisation befinden. Um von dem lebensfeindlichen Planeten zu entkommen, muss Selene die Geheimnisse der unbekannten Alien-Welt lüften und immer wieder um ihr Überleben kämpfen, denn Atropos befindet sich in einem ständigen Wandel und hält Selene in einer Zeitschleife aus Tod und Wiedergeburt gefangen.

Genremix für schnelle Reflexe

Laut Housemarque, die vor allem für schnelle Arcade-Action und Bullet-Hell-Shooter bekannt sind, liegt der Fokus des Gameplays auf einem Mix verschiedener Spielstile. Neben schneller Action in der für das Studio neuen Third-Person-Perspektive, bietet das Spiel Plattformer- und Roguelike-Elemente, eingebettet in ein prozedural generiertes Sci-Fi-Psycho-Horror-Setting. Das bisher gezeigte Material vermittelt schon jetzt ein abwechslungsreiches und äußerst vielversprechendes Arcade-Gameplay, das in den schnellen und intensiven Feuergefechten all unsere Reflexe fordern dürfte.

Der Tod ist nicht das Ende

Der Tod einer Spielfigur gehört für Videospieler zum Alltag. Betrachtet man beliebte Spieleserien und Genres wie From Softwares Souls-Reihe oder die in den letzten Jahren immer beliebter werdenden Roguelikes, verkörpert der Bildschirmtod sogar einen elementaren Bestandteil des Konzeptes – und genauso verhält es sich bei Housmarques neuem Spiel. Jedes Mal, wenn man in Returnal stirbt, wird die Zeitschleife auf Anfang gesetzt, also kurz bevor Selene auf Atropos abstürzt. Laut den Entwicklern verliert Selene dabei auch ihre meisten Gegenstände und Fähigkeiten. Einige bleiben ihr jedoch erhalten und sollen uns so das stetige vorankommen in der unwirklichen Welt ermöglichen.

Adaptive Feuerkraft

Um sich gegen die außerirdische Übermacht wehren zu können, sollen Selene zehn Standartwaffen mit mehr als 90 unterschiedlichen Waffeneigenschaften zur Verfügung stehen. Allerdings wird unsere Heldin immer nur eine Standardwaffe bei sich tragen können, was reichlich Raum zum experimentieren und ein gutes strategisches Vorgehen voraussetzt. Interessant ist auch, dass jede Waffe zwei Feuermodi bereithalten wird, die man durch justiertes drücken des adaptiven DualSense-Triggers aktiviert – ähnlich dem Einzel- und Dauerfeuer einer automatischen Schusswaffe.

Nützliche Helfer

Ein strategisches Vorgehen werden Selene auch spezielle Gegenstände und Fähigkeiten ermöglichen, die sie im Lauf des Spiels erhält. Neben einer Menge feindlich gesinnter Aliens beheimatet Atropos auch einige Parasiten, die sowohl einen positiven als auch negativen Effekt auf Selene haben werden. Ein Parasit regeneriert beispielsweise Selenes Gesundheit, sorgt aber im Gegenzug dafür, dass jeder Feind nach seinem Ableben eine gesundheitsgefährdende Säurepfütze hinterlässt. Zudem erhält Selene an gewissen Punkten im Spiel spezielle Artefakte, die ihr das weitere Vorwärtskommen erleichtern und auch nach ihrem erneuten Ableben im Inventar verbleiben.

Eine Welt im Wandel

Bei der Entwicklung von Returnal setzt Housemarque auf prozedural generierte Inhalte. Auch wenn einige von uns diesem Begriff eher skeptisch gegenüberstehen, bietet der Einsatz dieser Technologie eine Menge Möglichkeiten und wird schon lange in der Videospielentwicklung verwendet. Heute findet man prozedural generierte Inhalte nicht nur in Spielen wie No Man’s Sky von Hello Games, sondern in vielen großen und kleinen Produktionen, wo unterschiedlichste Elemente wie Texturen, Vegetation, Levelstruktur oder auch Musik nicht mehr per Hand, sondern von einer Engine erstellt werden.

Damit diese Elemente am Ende auch zusammenpassen, wird hier natürlich nichts dem Zufall überlassen. Prozedural generierte Inhalte folgen also einem Algorithmus, der zuvor von den Entwicklern festgelegt wird. Natürlich bergen die so erstellten Level und Gegner die Gefahr generisch zu wirken. Spiele wie No man’s Sky haben aber bereits gezeigt, dass man damit auch äußerst beeindruckende Ergebnisse erzielen kann. Wie gut das Housemarque gelingt, müssen sie noch unter Beweis stellen.

Nicht lineares Storytelling (Update)

Der Gameplay-Loop, in dem die Protagonistin Selene nach ihrem Ableben jedes mal am Anfang des Spiels erwacht, war eine diese Herausforderungen für das Team. „Wie regiert die Spielfigur auf dieses Szenario, wie beeinflusst das ihre Gedankenwelt und Psyche, wie reagiert die Alienweltwelt auf diesen Charakter? Hier gab es für uns viel Potenzial“, erklärt Narrative-Director Gregory Louden über das Storytelling des Spiels

„Wenn Selene das erste Mal auf Atropos landet, findet sie bereits in den ersten Spielminuten ihre eigene Leiche. Das wirft gleich zu Beginn einige Fragen auf. Warum liegt ihre Leiche hier, wie ist das möglich. Sie findet auch einen Recorder mit einer Nachricht ihrer vorherigen Version, vielleicht aber auch ihrer zukünftigen Version.“

Eine starke Heldin auf neuen Wegen (Update)

Diese Audiologs, die Selene von ihren anderen Versionen im Spiel findet, seien einer der Wege, die Geschichte abseits der Zwischensequenzen voranzutreiben, ohne mit den Rougelike-Elementen zu kollidieren. Ein weiterer Vorteil der Audiologs sei, dass sie den Spielfluss nicht unterbrechen oder zu stark beeinflussen und erlaubt es den Entwicklern mit mehreren Zeitebenen und nicht linearen Storytelling zu experimentieren.

Selene ist eine hochintelligente und hervorragend ausgebildete Astronautin, die selbst über eine interessante Geschichte verfügt, in die Spieler nach und nach eintauchen werden. Aber auch der sich ständig im Wandel befindende Planet und die mysteriöse Alienzivilisation, auf deren Ruinen und Technologie Selene im Spielverlauf stößt, haben eine eigene und spannend Geschichte zu erzählen.

Einschätzung

Für mich war Returnal eines der interessantesten Projekte, die Sony auf dem PS5-Showcase im letzten Jahr gezeigt hat. Der Genremix klingt äußerst interessant und ich bin gespannt darauf, ob es den Entwicklern gelingt, ein größeres Triple-A-Projekt im Sci-Fi-Psycho-Horror-Setting zu verwirklichen. Spannend wird auch zu sehen sein, wie gut sich Housemarques bislang präferiertes Bullet-Hell- und Arcade-Action-Gameplay in Third-Person umsetzen lässt. Bedenkt man jedoch die Reputation der Entwickler in diesen Genres, bin ich hier mehr als zuversichtlich. Returnal könnte Housemarques große Chance sein, um in den Videospiel-Olymp der Triple-A-Studios aufzusteigen. Im April sehen wir, wie gut das Vorhaben gelungen ist. Ich freu mich darauf!

Returnal erscheint am 30. April exklusiv für PlayStation 5.

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Returnal – Announcement-Trailer

Returnal – Gameplay-Trailer

Returnal – Combat-Trailer

Returnal – Atropos-Trailer

Returnal – Gameplay-Walkthrough

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