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Preview: Demon’s Souls (Update)

Neben Spider-Man: Miles Morales ist Bluepoint Games Demon’s Souls sicher der am meisten erwartete Launch-Titel für die PlayStation 5. Wir haben alle bislang bekannten Details und alles wissenswerte rund um das Remake zum PlayStation 3-Kultspiel für euch zusammengefasst.

Die Definition eines Genres

Demon’s Souls wurde ursprünglich von From Software exklusiv für die PlayStation 3 entwickelt und erschien bei uns im Juni 2010, gut eineinhalb Jahre nach dem Start in Japan und gilt als Auftakt und Begründer der Souls-Reihe und des „Souls-like“-Genres. Der 2011 veröffentlichte (geistige) Nachfolger Dark Souls, hatte nichts mehr mit der Handlung von Demon’s Souls gemein und erschien auch nicht mehr exklusiv für PlayStation. Nach vielen Monaten in der Gerüchteküche, wurde das Remake endlich am 11. Juni 2020 auf dem PS5-Event für die neue Sony Konsole angekündigt.

– Der Ankündigungstrailer brachte endlich Gewissheit – Demon’s Souls erscheint für die PS5!

Worum gehts?

In seinem Streben nach Macht hat sich König Allant, 12. König von Boletaria, den alten Seelenkünsten verschrieben und einen Dämon vom Anbeginn der Zeit heraufbeschworen: das Uralte. Mit der Rückkehr des Uralten legte sich ein farbloser Nebel über das Land, aus dem schreckliche Kreaturen mit einer Gier nach menschlichen Seelen erschienen. Die Menschen, denen die Seelen geraubt wurden, verloren auch ihren Verstand und folgen jetzt nur noch dem Drang, die Übriggebliebenen anzugreifen. Boletaria ist von der Außenwelt abgeschnitten, und die Ritter, die sich durch den tiefen Nebel wagen, um das Land von seinem Leid zu befreien, kehren nie wieder zurück. Als einsamer Krieger, der sich dem unheilvollen Nebel stellt, müsst ihr euch den schweren Herausforderungen stellen, um euch den Titel „Dämonentöter“ zu verdienen und das Uralte wieder in den Schlaf zu versetzen.

Neue Inhalte?

In der PS3-Version enthielt der Nexus einen zerbrochenen sechsten Archstone, einer der Portalsteine, von denen ihr in die einzelnen Bereiche des Spiels reisen könnt. Hardcore-Fans glauben, dass er eine weitere Welt enthält, die aus der ursprünglichen PS3-Version herausgeschnitten wurde. Mit dem PS5-Remake stieg die Hoffnung, dass Bluepoint das Urprungs-spiel um ein Gebiet erweitern könne. Wie nun bekannt wurde, wird dies jedoch nicht der Fall sein. Wie die Entwickler betonten, war es ihnen äußerst wichtig, der Vorlage weitestgehend treu zu bleiben, auch wenn es im Remake die ein oder andere Überraschung für Fans geben soll.

– Das Gameplay-Debüt überzeugte mit beeindruckender Grafik!

Modernisierung & Quality-of-Life

Um das etwas angestaubte Gameplay ein wenig zu modernisieren, haben die Entwickler einige Quality-of-Life-Features in das Remake eingefügt. So ist nun die Menge an Heilkräuter die man mitführen kann limitiert und in die Traglast einberechnet. Die Gesamtenge an Kräuternstets hat somit einen direkten Einfluss auf die Beweglichkeit und die Geschwindigkeit des Charakters. Apropos Beweglichkeit. Im Original war das Ausweichen im Kampf nur in vier Richtungen möglich. Im Remake wurde nun eine Acht-Wege-Steuerung verwendet, sodass man in alle Richtungen ausweichen kann. Auch die Kampfanimationen würden modernisiert und unterscheiden sich nun, je nach geführter Waffe, weitaus stärker. Die Entwickler haben allerdings darauf geachtet, dass die Animationen die selbe Länge wie im Original haben, da man das Spielgefühl in den Kämpfen nicht verändern wollte.

Welttendenzen

Ein großer Fortschritt gegenüber dem Original dürfte auch sein, dass die Welttendenz von Demon’s Souls, die einen großen Einfluss auf den Schwierigkeitgrad des Spiels hat, nun deutlich in der Benutzeroberfläche erkennbar sein wird. Die Welttendenz wurde durch einige Faktoren, vor allem aber den Toden des Spielers beeinflusst. Bei einer weißen Welttendenz wurde die Gegner einfacher, der Loot dafür jedoch schlechter, während es bei einer schwarzen Welttendenz umgekehrt war.

Spiegelwelten & Fotomode

Obwohl das Remake von Demon’s Souls weitestgehend identisch mit dem PS3-Original sein wird, sogar die zugrunde liegende Engine ist dieselbe wie damals, haben Bluepoint Games einige subtile Änderungen vorgenommen, um das Erlebnis auf der Next-Gen-Konsole von Sony zu verbessern. Dazu zählt auch der neue Fotomodus, der laut den Entwicklern sehr umfangreich ausfallen wird und einige neue Grafikfilter, darunter einen Schwarz-weiß- und „PS3-Filter“, der dem Remake die Farbpalette des Originals verleiht. Die größte Neuerung sollen jedoch neue Spielmodi sein. Allen voran der „Fractured World“-Mode, in dem die Bereiche des Spiels horizontal gespiegelt werden. Veteranen muss hier die Levelstruktur neu erlernen und es soll sich laut den Entwicklern fast so anfühlen, als würde man das Spiel das erste Mal spielen.

– Sony und Bluepoint Games haben ein 12-minütiges Deep-Dive-Video zu Demon’s Souls veröffentlicht

Neuer Charakter-Editor

Eine Generalüberholung erfährt auch der Charakter-Editor von Demon’s Souls. Laut Bluepoint Games sollen sich eine Vielzahl von seriösen Customization-Optionen in satten 16 Millionen Variationen kombinieren lassen. In dem tiefgängigen neuen Photo-Modus der PS5 lässt sich der Helm des Spiel-Charakters dann auch kurzzeitig deaktivieren, so dass sich die eigene Kreation auch in voller Pracht ablichten lässt.

Mit der SSD gegen Frust

Um der Vorlage treu zu bleiben, haben Bluepoint Games auf die Einführung einer Schwierigkeitsoptionen verzichtet. Schließlich gehört das verinnerlichen feindlicher Angriffsmuster und der Levelstruktur sowie der wiederholte Bildschirmtod zum Spielkonzept eines Souls-Games. Wer das Original kennt, weiß aber das im Gegensatz zu den nachfolgenden From Software-Werken wie beispielsweise Sekiro: Shadows Die Twice, die Gegner und Bosse von Demon’s Souls zwar fordernd, aber keinesfalls frustrierend sind. Hatte man erst einmal ihre Schwachstelle herausgefunden, waren die Kämpfe keine allzu große Herausforderung mehr. Auch die Levelstruktur von Demon’s Souls ist sehr gut durchdacht und sorgt für weitaus weniger Frust als in anderen From Software-Spielen. Exploits und Bugs aus dem Original wurden laut den Entwicklern entfernt. Ein glitchen durch Nebelwände soll somit nicht mehr möglich sein. Dafür soll das Balancing von Demon’s Souls jenem des Originals entsprechen. Das wichtigste Feature des Remakes soll allerdings die superschnelle SSD der PS5 sein. Musste man auf der PS3 noch Ewigkeiten nach dem Ableben warten, wird man jetzt direkt wiederbelebt. Die Frustration der Tode wird einem so (fast) komplett genommen.

– Der zweite Gameplay-Trailer macht uns das Warten auf den PS5-Launch nicht leichter!

Die PS5-Features von Demon’s Souls

  • Grafikmodi: In Demon’s Souls werdet ihr zwischen zwei Grafikmodi wählen können. Zwischen einem 4K-Modus bei 30 FPS und einem „High Frame Rate Mode“ bei 60 FPS und variabler Auflösung. Anders als zuvor kommuniziert, wird das Spiel nicht von dem Raytracing-Feature der PS4 gebrauch machen.
  • Kurze Ladezeiten: Das Remake von Demon’s Souls wurde für kurze Ladezeiten entwickelt. Der Tod ist ein unvermeidlicher Teil des Erlebnisses, doch durch das schnelle Laden der PS5-SSD könnt ihr fast sofort wieder ins Spiel einsteigen.
  • Haptisches Feedback: Mit dem haptischen Feedback des DualSense-Controllers spürt ihr jeden Schlag, jeden Untergrund, verschiedene Materialien und die Macht eines jeden Zaubers.
  • Tempest-3D-AudioTech: Mit kompatiblen Kopfhörern bietet Demon’s Souls ein immersives 3D-Audio-Erlebnis, dass euch mehr in das Spiel eintauchen lässt als bisher.
  • Spielhilfefunktion: Demon’s Souls wird mit rund 180 Tipps von der neuen Spielhilfefunktion der PS5 gebrauch machen.

– Auch der Soundtrack von Demon’s Souls wurde überarbeitet und mit einem Orchester aus 120 MusikerInnen neu interpretiert.

– In einem speziellen Technik-Präsentations-Video spricht Digital Foundry mit den Entwicklern von Bluepoint Games über die Vision und Technik hinter Demon’s Souls.

Ersteindruck

Als Fan der Souls-Reihe freue ich mich sehr auf Demon’s Souls. Vor allem auch deshalb, weil ich das Original auf der PS3 nie gespielt habe. Die zahlreichen Optionen und Modi dürften neben der äußerst beeindruckenden grafischen Präsentation auch für Fans des Spiels eine Menge Abwechslung bereit halten. Die Entscheidung der Entwickler, der Ursprungsversion weitestgehend treu zu bleiben und auf die Einführung von Schwierigkeitsgraden zu verzichten, ist sicher die Richtige. Schließlich gehört die Herausforderung samt dem typischen Belohnungssystem zu den elementaren Elementen eines Souls-like-Games. Das bislang veröffentlichte Material und die bereits bekannten Details machen aus der Neuauflage des PS3-Kultspiels einen der heißesten Next-Gen-Titel zum Launch der PlayStation 5.

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