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Review: Toy Soldiers: War Chest

Regenbogenponys kämpfen gegen He-Man, Ezio Auditores Assassinen-Armee gegen G.I. Joe – die digitale Version von Kämpfen, wie sie sich Kinder mit ihren Spielzeugen ausdenken hört auf den Titel Toy Soldiers: War Chest und bietet neben kuriosen Armeen auch taktisches Gameplay durch das Tower-Defense-Prinzip.

Wie die beiden Vorgängertitel Toy Soldiers und Toy Sldiers: Cold War gilt es im dritten Spiel der Reihe, Wellen von Gegnern daran zu hindern, über das Schlachtfeld zu gelangen und die eigene Spielzeugkiste zu erreichen. Dabei müssen aber nicht nur einfache Plastiksoldaten, sondern auch Panzer und Flugeinheiten in ihre Einzelteile zerlegt werden. Zu diesem Zweck können verschiedene Türme gebaut und verbessert werden, die jeweils gegen verschiedene Einheiten stärker oder schwächer sind. Statt aber nur dem Treiben zuzusehen darf man auch direkt die Kontrolle über die Türme übernehmen und die heranstürmenden Truppen dezimieren. Erwischt man dabei genug Gegner, darf eine Heldeneinheit beschworen werden – etwa He-Man, der Cobra Commander, Kaiser Wilhelm oder Ezio. Nach jeder Partie gibt es Belohnungen in Form von Aufwertungen für Türme oder Ingame-Geld, mit dem diverse Upgrades auch gezielt gekauft werden können. Hier kommt auch der wohl unangenehmste Aspekt von Toy Soldiers: War Chest zu tragen: Die Mikrotransaktionen und das Preismodell.

Wer sich mit den 80er-Legenden He-Man, G.I. Joe, dem Cobra Commander oder aber auch Ezio in die Schlacht begeben möchte, wird extra zur Kasse gebeten. Das Grundpaket mit thematisch im Ersten Weltkrieg, Sci-Fi, Fantasy und Märchen angesiedelten Armeen gibt es für schlanke 15 Euro, die vier besonderen Armeen gibt es zu je etwa fünf Euro als DLC. Das Komplettpaket mit dem Hauptspiel und den vier Zusatz-Armeen gibt es in der Hall of Fame Edition um knappe 30 Euro. Das Ingame-Gold kann zwar durch Spielpartien erlangt, aber auch gegen bare Münze erworben werden. Doch zum Glück hält sich das Spiel in dieser Hinsicht zurück und macht nicht bei jeder Gelegenheit auf diese Möglichkeit aufmerksam.

Michael hat sich die PC-Version angesehen
Michael Furtenbach Avatar
WTF! He-Man & Co im dritten Toy Soldiers-Game? Bitte bei welchem Treffen mit Ubisoft-Mitareitern in den letzten Jahren wurde die Gedankensonde installiert? Was wie ein wahrgewordener Traum meines 9 Jahre alten Ichs klingt spielt sich auch noch sehr gut. 30 Euro für die Hall of Fame Edition mit allen lizensierten Spielzeugarmeen sind fair. Für den vierten Teil wünsche ich mir jedoch eine neue Grafik-Engine. War Chest sieht man doch an einigen Ecken stark an, dass es auch auf der Xbox 360 laufen würde, wo auch die beiden Vorgänger erschienen. Zumindest bei unseren Tests in den ersten sieben Tagen nach der Veröffentlichung gab es bei der PC Version kaum die Möglichkeit für Multiplayerschlachten. Der Grund dafür könnte sein, dass man das Spiel zwar auf Steam kaufen und spielen kann, für Multiplayer-Matches man jedoch zusätzlich den Uplay-Client benötigt. Auf der Xbox One und PS4 sieht es zum Glück anders aus, hier findet sich derzeit zu jeder Tages und auch Nachtzeit ein passender Gegner. Es bleibt ein überdurchschnittliches Tower-Defense Spiel mit extrem hohen Nerd-Lizenz-Bonus.

Review Overview

Wertung - 7.5

7.5

Digitale Spielzeugaction

Alleine die Möglichkeit, mit den Plastikversionen von He-Man und G.I. Joe gegeneinander antreten zu können dürfte Kinder der 80er Jahre frohlocken lassen. Gerade diese Lizenzen machen den sonst guten Tower-Defense-Titel zu einem Highlight für Fans der Marken. Alle anderen erhalten auch mit dem Grundpaket einen guten Download-Titel mit kleinen technischen Schwächen.

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Genre: Strategie
System: PS4, Xbox One, PC
Entwickler: Ubisoft
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 15 – 30 Euro
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