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Review: Avengers: Infinity War (Spoilerfrei)

Der Anfang vom Ende

Zehn Jahre und 18 Filme lang haben sich die Marvel Studios auf diesen Moment zubewegt. Avengers: Infinity War, das Ende des Marvel Cinematic Universe, wie wir es kennen. Zumindest sofern ein Mega-Franchise ohne merkliche Ermüdungserscheinungen ein Ende haben kann. Avengers 3 vereint Dutzende bekannte Charaktere und ist mit fast drei Stunden Marvels bis dato längster Film.

Der Gigant aus dem All

Die Welt, nein das Universum, steht am Abgrund. Thanos (Josh Brolin) und seine Kinder haben sich endlich dazu entschieden, selbst Hand anzulegen und den berühmt-berüchtigten Infinity Gauntlet mit den sechs Infinity-Steinen zu bestücken. Erstmals wird ein Marvel-Film fast aus der Sicht des Antagonisten erzählt – fast zwangsläufig. Denn der violette Gigant aus dem All dient als Anker, der die verschiedenen zersprengten Heldengruppen verbindet, die an diversen Fronten gegen die Bedrohung kämpfen.

Die Regisseure Joe und Antony Russo sowie die Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeeley beweisen einmal mehr, dass sie es perfekt verstehen, nahezu jeden Charakter in einem großen Ensemble strahlen zu lassen. Diesmal sogar mit einer wesentlich größeren Heldenriege als in Captain America: Civil War.

Action, Humor, Gefühle

Die Kampfszene am Flughafen aus jenem dritten Captain America-Film wird hier nochmal getoppt. Mehrmals. Ein Großteil des Films besteht nämlich aus grandios choreographierten Actionsequenzen, in denen die Helden alte und neue Talente zur Schau stellen. Dabei vermeidet man sogar zum Großteil das Klischee, dass die heroischen Recken zuerst gegeneinander antreten müssen, bevor sie sich verbünden. Dazu gab es ja die ganzen anderen Filme.

Wenn gerade nicht gekämpft wird, setzt Marvel auf Emotionen und Humor. Letzterer wird teilweise fast überstrapaziert, dient aber als guter Gegenpol zu ernsten, ja sogar tragischen Momenten. Obendrauf gibt es jede Menge Überraschungen, die man sich vorab auf keinen Fall spoilern lassen sollte, sowie ein Ende, mit dem sich Marvel erfrischend weit aus dem Fenster legt.

Avengers: Infinity War startet am 26. Mai 2018 in den Kinos.

Fazit

Wertung - 9

9

Avengers: Infinity War erfüllt nicht alle aufgestauten Hoffnungen der Fangemeinde. Das kann der Film auch nicht und es zu erwarten, wäre unrealistisch gewesen. Allerdings liefert der dritte Avengers-Film ein Superhelden-Epos, wie es noch nie auf den Leinwänden dieser Welt zu sehen war. Mit Witz, Tragik, Emotionen und spektakulären Bildern. Darauf ist alles hinausgelaufen. Und darauf fußt auch Avengers 4, denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Infinity War ist kein perfekter Film, aber das perfekte Superheldenkino.

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Weiterlesen: Alle Marvel Filme bis 2021 im Überblick

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