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Super Mario Odyssey

Preview: Super Mario Odyssey im Hands-On

Für viele war Super Mario Odyssey DAS Spiel der E3 2017. Eine Woche nach der Megamesse in Los Angeleses lud Nintendo in sein europäisches Hauptquartier nach Frankfurt, um das Line-Up anzuspielen. Darunter natürlich auch das kommende Jump ’n Run-Highlight, das wir eine knappe Stunde ausprobieren konnten.

The Best of Both Worlds
Super Mario Odyssey versteht sich als Spiel in der Tradition von Super Mario 64 und Super Mario Sunshine mit großen, frei erkundbaren Welten. Doch schon nach kurzem Anspielen ist klar, dass auch eine Menge des ausgeklügelten Gameplays der beiden Super Mario Galaxy-Titel in Marios neuestem Abenteuer steckt. Dafür sogt vor allem die Steuerung. Das Spiel ist zwar komplett mit einem klassischen Steuerungsschema bedienbar, dieses kann allerdings optional mit Bewegungsgesten erweitert werden. Mit separierten Joy-Con funktioniert das ausgezeichnet und macht unglaublich Laune.

Super Mario Odyssey

Euer ganzer Stolz, die SS Odyssey.

Wir konnten sowohl die ungewöhnliche an New York oder auch Grand Theft Auto erinnernde „New Donk City“-Welt erkunden als auch die Wüsten-Welt „Sand Kingdom“. Dabei zeigte sich, dass sich die beiden Abschnitte nicht nur grafisch unterschieden. So erinnert die Stadt New Donk City nicht nur visuell an GTA, an vielen Stellen warten hier Menschen mit Aufgaben auf euch, die es zu erfüllen gilt – allen voran die Bürgermeisterin Pauline. Ehemals in Donkey Kong von Mario gerettet, gibt sie ihm nun den Auftrag, eine Band für ein bevorstehendes Stadtfest zusammenzustellen. Auf einer Karte könnt ihr sehen wo sich im Moment die einzelnen Musiker befinden. So merkwürdig es zu wirken scheint, dass Mario nun in einer „realen“ Stadt herumläuft, im Grunde kehrt der Klempner aus Brooklyn fast schon nach Hause zurück.

Super Mario Odyssey

Entdeckergeist
Neben der Welt mit zahlreichen Aufgaben gibt es auch einige versteckte Bonusabschnitte. Das gilt sogar noch mehr für das deutlich größere und weitläufigere Wüsten-Königreich. Auch nach mehrmaligem Spielen der auf 10 Minuten begrenzten E3-Demo hatten wir hier das Gefühl nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Ständig überrascht das Spiel mit neuen Ideen und Spielmechaniken. Oftmals verstecken sich abseits des offensichtlichen Pfads Zugänge zu geheimen Levelabschnitten. Doch noch mehr: Selbst in diesen Arealen gibt es abseits der Route zusätzliche Abschnitte zu erkunden. In der Wüste ist es übrigens überraschend kalt und an vielen Ecken haben sich bereits Eiskristalle gebildet. Ein Mysterium, das eine komplexere Story andeutet, als wir es von Mario-Spielen gewohnt sind. So könnt ihr eine Eishöhle finden, die einen kniffligen Parcours bereit hält. Wer ihn meistert erspielt nicht nur einen der begehrten Monde, sondern kann zukünftig auch das Reittier Jaxi anmieten, eine Mischung aus Sphinx und Taxi. Mit einem Affenzahn reitet ihr fortan durch die Welt und könnt auch hier wieder einige speziell für dieses „Rennspiel“ ausgelegte Mini-Level entdecken.

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Auf Stern und Insignie folgt Mond
Wer eine Aufgabe- oder einen Levelabschnitt abschließt oder einfach an der richtigen Stelle nachsieht, wird  mit einem Mond belohnt. Die Monde ersetzen im Spiel nicht nur die begehrten Sterne aus Super Mario 64, sondern dienen auch als Treibstoff für euer Luftschiff. Mithilfe der SS Odyssey kann Mario zwischen den Ländern hin- und herfliegen. Je mehr Monde ihr habt, desto mehr Welten stehen euch offen. Während wir wir nur in der Stadt und der Wüste unterwegs waren, wurden auf der E3 noch weitere Welten wie auch das „Wooded Kingdom“ mit schneebedeckten Bergen und Wäldern gezeigt. Nintendo will noch keine offiziellen Angaben zur Zahl der Welten geben, doch der E3-Trailer legt nahe, dass noch einige weitere Umgebungen auf uns warten. Auf dem kürzlich gezeigten Cover-Artwork sind zumindest fünf verschiedene Bereiche zu sehen.

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Jede der neuen Mario-Welten hat nicht nur seine eigene Optik und Charme, sondern auch eine komplett eigene Währung die, einmal eingesammelt, auch nur in genau diesem Land gültig ist. So warten zahlreiche Kostüme (unter anderem das Bauarbeiter-Outfit aus Super Mario Maker und ein Mexikaner-Kostüm) auf euch, deren Fähigkeiten sich unterscheiden. Diese werden jedoch nicht mit einem beherzten Sprung auf den entsprechenden Fragezeichen-Block freigesetzt, sondern einfach beim örtlichen Schneider gekauft. Des Weiteren soll es auch die Möglichkeit geben, euer Luftschiff zu individualisieren.

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Capern – Ein würdiger Power-Up-Ersatz?
Marios Mütze hat jetzt ein Eigenleben und trägt den Namen Cappy. Die Kopfbedeckung steht Mario nicht nur ausgezeichnet, die Kappe ist außerdem eine schnelle Waffe, ein Werkzeug, mit dem ihr allerlei Hindernisse aus dem Weg räumen könnt, und das wichtigste: Ihr könnt mit ihr auch „capern“! Durch das Capern kann Mario nicht nur die verschiedensten Objekte und Gegner steuern, dieses Spielelement macht das Spiel unglaublich frisch und vielseitig. Es eröffnet neue Taktiken, die in den Marios der letzten Jahrzehnte einfach unmöglich gewesen wären. Egal ob ein einfacher Kanaldeckel, Strom in einer Leitung, ein umherfliegender Raketen-Willi oder sogar ein ausgewachsener T-Rex: Mario kann mithilfe von Cappy in eine unglaubliche Zahl an Wesen und Objekten schlüpfen. Oftmals habt ihr so mehrere Möglichkeiten ein Rätsel zu lösen oder Hindernis zu überwinden.

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Natürlich dürft ihr auch in die Haut eines Goomba schlüpfen.

Gespielt wird Super Mario Odyssey mit einer Kombination aus Bewegungen und klassischer Steuerung. Dabei funktionieren die meisten bekannten Mario-Aktionen wie gehabt und natürlich kann man Gegner auch mit Kopfsprüngen besiegen. Die Aktionen mit Cappy steuert ihr mit Bewegungen und es fantastisch gelöst, dass ihr die Mütze einfach mit einer kleinen Schnipp-Bewegung in die entsprechende Richtung fliegen lasst. Alternativ, etwa auch im Handheldmodus, spielt ihr das Game auch gänzlich ohne die Bewegungsgesten.

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Moment, ist das ein Panzer..?

Egal ob auf dem Bildschirm der Switch oder dem großen TV: Super Mario Odyssey macht eine gute Figur. Zwar leidet das Großstadtlevel etwas unter unschönem Kantenflimmern, das angesichts der Fülle an liebevollen Details aber kaum ins Gewicht fällt. Lauft ihr etwa versehentlich in der Wüste in einen Kaktus, verliert ihr nicht nur etwas Lebensenergie, fortan stecken auch einige Stacheln in Marios Knollennase. Auch Marios Mimik ist ein Hit. Nähert ihr euch einem Eiskristall, beginnt der Italoamerikaner vor Kälte zu zittern. Nicht nur spielerisch, sondern auch optisch ein Hingucker sind auch die fließend in die Level integrierten 2D-Abschnitte. Diese werden quasi in 8-Bit Optik auf die Mauer des Levels projiziert. Der Clou: Auch das gerade getragene Kostüm wie etwa Mexikaner-Mario, Bauarbeiter-Mario oder Forscher-Mario wird gekonnt im Pixellook dargestellt.

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Die kurzen 2D-Abschnitte fügen sich nahtlos in das 3D-Gameplay ein.

Gemeinsam sind wir stark
Super Mario Odyssey wird auch einen lokalen, kooperativen Spielmodus bieten. Ähnlich wie bei Super Mario Galaxy schlüpft ein Spieler die Rolle von Mario schlüpfen und der zweite steuert die Mütze Cappy. Nintendo hat diesen Modus auf der E3 in einem Treehouse-Livestream näher demonstriert.

amiibo-Mania
Fünf neue amiibo-Figuren werden gleichzeitig mit dem Spiel veröffentlicht: Mario, Prinzessin Peach und Bowser in ihren Hochzeitsoutfits sowie ein Goomba und Koopa Troopa. Doch auch ein Haufen bereits erschienener amiibo werden auch mit diesem Titel kompatibel sein. Details zu den unterstützen Figuren und deren Auswirkungen auf das Spiel hat Nintendo noch nicht bekannt gegeben.

Mehr zu Super Mario Odyssey hört ihr in der nächsten Folge des SHOCK2 Podcast.

Ersteindruck
Ich will nicht bis Ende Oktober warten! Bereits die beiden uns gezeigten spielbaren Demowelten machen unglaublich viel Spaß. Ständig gibt es etwas Neues zu entdecken und wir wurden konstant mit neuen Spielideen überrascht. Hier kommt DAS große Highlight für die neue Nintendo-Konsole. Ohne Casual-Schmäh, sondern mit anspruchsvoller Steuerung und Gameplay. Mario ist zurück! Aber sowas von.

Super Mario Odyssey erscheint am 27. Oktober für Nintendo Switch.

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