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Niederlande: Lootboxen verstoßen gegen das Glücksspielgesetz!

Dota 2, PUBG, FIFA 18 und Rocket League betroffen?

Wie aus einer Studie der niederländischen Glücksspielbehörde hervorgeht, verstoßen Lootboxen gegen das Glücksspielgesetz in den Niederlanden. Vier von zehn untersuchten Spielen sollen betroffen sein:

Geprüft wurden unter anderem die Spiele Dota 2, PUBG, FIFA 18 und Rocket League. Um welche Spiel es sich handelt, hat die Glücksspielbehörde noch nicht verraten.

Laut den Behörden sind jene Spiele illegal, in denen kostenpflichtige Lootboxen zufällig generierte Items mit echtem Geldwert ausspucken. Das bedeutet, dass nach niederländischem Recht nur dann ein Gesetzesverstoß vorliegt, wenn die Spieler mit den Items Handel treiben können. Ist dies der Fall,  gelten Lootboxen rechtlich als Glücksspiel und die Entwickler brauchen eine Glücksspiellizenz, um diese Titel in den Niederlanden verkaufen zu können.

In ihrer Studie gehen die Behörden auch mit sechs Spielen, die nicht unter das Glücksspielgesetz fallen, hart ins Gericht. Denn auch diese würden junge Spieler dazu animieren durch glücksspielartige Mechanismen Geld auszugeben. Laut den Behörden würden die Spieleentwickler keinerlei Maßnahmen ergreifen, um junge Spieler zu schützen, welche in Folge im späteren Leben glücksspielsüchtig werden könnten.

„Wir rufen alle Entwickler und Publisher auf, Lootboxen nicht mehr an Kinder zu verkaufen und suchterregende Elemente zu entfernen“, so Marja Appelman von der niederländischen Glücksspielbehörde.

Die betroffenen Spieleentwickler haben nun acht Wochen Zeit, ihr Geschäftsmodell zu korrigieren. Danach könnten die Behörden Strafen und sogar Verbote verhängen. Eine Reaktion der Spielehersteller steht noch aus.

Hier findet ihr die niederländische Studie als Download (in englischer Sprache) im PDF-Format.

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