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Preview: Resident Evil: Village (Update)

Mit Resident Evil: Village scheint Capcom erneut eine neue Richtung für das Franchise einzuschlagen. Nachdem das Spiel auf Sonys PS5-Event enthüllt wurde, tauchen immer mehr neue Informationen zu Resident Evil: Village auf. Die neuesten Hinweise stammen aus einem Capcom-Panel von der „Tokio Game Show 2020 Online“. In den folgenden Zeilen haben wir alles Wissenswertes für euch zusammengefasst.

Worum geht’s?

Nach RE7 wollten die Entwickler die Geschichte von Ethan Winters weitererzählen und es war schon von Beginn an klar, dass Ethan wieder die Hauptrolle in Resident Evil: Village spielen wird. Im Debüt-Trailer zeigt Capcom einen Einblick in die beeindruckende neue Umgebung und Geschichte von Resident Evil: Village. Die Handlung setzt ein paar Jahre nach Resident Evil 7: Biohazard an und zeigt Ethan und seine Frau Mia, die nach den schrecklichen Ereignissen aus dem Vorgänger an einem neuen Ort leben. Doch gerade, als sie gemeinsam ihr neues Leben aufbauen, trifft sie erneut eine Tragödie. Chris Redfield, ein legendärer Held der Resident Evil-Serie, der einen kurzen Auftritt in Resident Evil 7: Biohazard hatte, ist zurück und stört das Leben des Paares auf schreckliche Weise. Ethan, am Boden zerstört, muss sich einem völlig neuen Albtraum stellen.

Ein Baby als Biowaffe?

Gerüchten zufolge haben Ethan und Mia Winters ein Baby bekommen, das eine wichtige Rolle in Resident Evil: Village spielen soll. Angesichts der Tatsache, dass sowohl Ethan als auch Mia in Resident Evil 7 durch den Mold-Organismus kontaminiert waren, ist es durchaus möglich, dass ihr Kind eine neue Biowaffe darstellt, wie schon zuvor Eveline aus RE7.

Willkommen in Rumänien

Die winterlich-düstere Atmosphäre sorgt für das nötige Gänsehaut-Setting.

Auch wenn das Setting von Resident Evil: Village auf den ersten Blick an die ländliche Ästhetik von RE4 erinnert, sind wir dieses Mal definitiv nicht in Spanien. Einen entscheidenden Hinweis hat Capcom sogar selbst geliefert: In dem bereits veröffentlichten Entwickler-Video, sieht man kurz das Inventar und die Währung des Spiels: Lei, die offizielle Währung Rumäniens. Betrachtet man das dicht bewaldete und gebirgige Gebiet, das bisher zu sehen war, könnte Resident Evil: Village sogar in Transsilvanien spielen.

Ein düsteres Schloss darf natürlich nicht fehlen

Wie der Name schon vermuten lässt, spielt Resident Evil: Village in einem Dorf, das eine Zentrale Rolle im Spiel einnehmen wird. Capcom wollte sicherstellen, das Village genauso gruselig wird wie RE7, wenn möglich sogar noch gruseliger. Ein Punkt, der sofort ins Auge sticht, ist, dass die Entwickler die Beleuchtung von Village im Vergleich zu RE7 sehr stark verändert haben. Und Capcom ist sich sicher, mit Village ein sehr beängstigendes Spiel geschaffen zu haben – und das nicht nur die punkto Atmosphäre und Grafik, die in Village schön und beängstigend zu gleich ist. Anders als es der Titel und das Setting in einem Dorf vermuten lässt, war es den Entwicklern wichtig, das Setting von Village realistisch, offen und weitläufig erscheinen zu lassen.

Werwölfe, Hexen und Vampire?

Die Hexe aus dem Trailer, die Gerüchten zufolge eine große Bedeutung in Resident Evil: Village haben wird, passt ebenfalls hervorragend zu Rumänien. Schließlich gibt es in dem Land nach wie vor einen großen Hexenkult. Ob auch die vier Frauen, die vermutlich im Schloss aus dem Trailer zu sehen waren, Hexen sind, kann nur gemutmaßt werden. Eine der Damen sieht man im Trailer sogar kurz an einem Armstumpf saugen – ob Ethan wohl erneut seine Hand im Spiel verliert? Möglicherweise handelt es sich bei den Frauen auch um eine Art Vampire, was sehr gut zum Setting passen und der Reihe eine interessante Wendung verleihen würde. Gerüchte die von einem Playtest stammen, beschreiben zudem eine Gegnerart namens Strigoi. Diese aus der rumänischen Folklore stammenden Vampirwesen, sollen in der Demo von einer Hexe kontrolliert worden sein.

Wie Capcom verraten hat, stößt man im Dorf immer wieder auf eine sehr agile und gewalttätige Gegnergattung, die vor allem im Rudel sehr gefährlich werden können, da sie organisiert und koordiniert vorgeht.

Viren, Zauber & Halluzinationen

Auch Marguerite Baker aus RE7 konnte Insekten kontrollieren…

Bislang ist nicht bekannt, ob Resident Evil: Village erneut die Schimmelpilz-Thematik aus RE7 aufgreift. Da wir uns dieses Mal in Europa befinden, könnte es sich aber auch um Parasiten handeln. Sicher scheint jedenfalls, dass wir im Spiel mit Halluzinationen zu kämpfen haben, ob ein neues Virus und/oder Hexerei dahinter steckt, wird sich noch zeigen. Die Entwickler versprechen jedenfalls ein äußerst gruselige und beängstigende Spielerfahrung, die gut zum Horror-Setting des neuen Teils passt.

War Umbrella am Werk?

Es darf wieder geknobelt werden! Nicht nur das bekannte Logo gibt Rätsel auf.

Dass Umbrella etwas mit den Vorkommnissen zu tun hat, liegt auf der Hand, schließlich gab es bereits im Trailer eindeutige Hinweise darauf. Zudem experimentierte die europäische Niederlassung der bösen Corporation bereits in der Vergangenheit mit Parasiten und Tier-DNA. Das blaue Logo dürfte sogar auf „Blue Umbrella“ hinweisen, also die Organisation, die das Chaos nach den Geschehnissen von Raccoon City beseitigen sollte und der auch Chris Redfield angehört.

Next-Gen-Only… wait!

Eine der größten Überraschungen während der Enthüllung von Resident Evil: Village war, dass das Spiel nicht für die aktuelle Konsolen-Generation, sondern nur für PlayStation 5 Xbox Series X und PC erscheinen wird. Doch im Zuge der „Tokio Game Show 2020 Online“ gab Camcom nun bekannt, dass die Entscheidung, Village nicht für die Current-Gen umzusetzen, revidiert wurde. Resident Evil: Village soll somit auch für PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

Können wir den Dorfbewohnern vertrauen?

Als Grund gegen eine Current-Gen-Umsetzung sollten anhaltende Probleme bei der technischen Umsetzung des Spiels gewesen sein. Die Entwickler wollten all ihre Vorstellungen im Bezug auf Grafik, Gameplay, Audio und Spielerfahrung verwirklichen und die Serie ohne technische Einschränkungen wie Ladezeiten auf das nächste Level heben. Allerdings will man nichts versprechen, da Resident Evil: Village in erster Linie als Next-Gen-Titel konzipiert wurde. Was das nun für die PS4 und Xbox One-Version bedeutet und mit welchen Einschränkungen bei der Current-Gen-Umsetzung zu rechnen ist, hat Capcom nicht angegeben. Die Entwickler stellten klar, dass man bemüht sei, auf PS4 und Xbox One die bestmögliche RE-Erfahrung zu ermöglichen.

Eine neue Spielerfahrung

Wie schon zuvor in RE7 wird Resident Evil: Village aus der Ego-Perspektive gespielt.

Eine nahtlose Spielerfahrung ohne Ladezeiten, soll den Entwicklern besonders wichtig gewesen sein und neuesten Gerüchten zufolge wollte Capcom die Spielwelt weitaus offener gestalten als zuvor. Auch wenn es weiterhin lineare Abschnitte geben wird, soll gerade das Dorf zum freien Erkunden einladen. Außerdem sollen einige herausfordernde Bereiche der Spielwelt bereits von Beginn an zugänglich sein, die nur mit genügend Geschick oder entsprechender Ausrüstung frühzeitig gemeistert werden können. Generell sollen wir dazu animiert werden, mehr Risiken einzugehen, um in Folge an exklusive Belohnungen zu gelangen. Was die Spielzeit betrifft, soll Resident Evil: Village zu den längeren Spielen der Reihe gehören und den Spielumfang des direkten Vorgängers übertreffen.

Laut Capcom wollte man, dass sich Village natürlicher, realistischer und offener anfühlt als RE7 und das die Spieler weitaus mehr Freiheit zum Experimentieren haben als im Vorgänger. Village sollte sich anfühlen wie ein spielbarer Horrorfilm. Den Entwicklern war es wichtig, dass sich Spieler mehr Zeit nehmen können, um die detaillierte Umgebung zu erkunden, und das sich das Gesamtbild der verstreuten Story-Puzzleteile dem Spieler am Ende von Village erschließt.

Stealth-Abschnitte & Spielbare Charaktere

Chris Redfield als Antagonist? Was steckt dahinter?

Wie Kenner der Serie sicher wissen werden, sind mehrere spielbare Charaktere in einem Resident Evil-Spiel nichts Ungewöhnliches. Berichten zufolge werden wir uns in Resident Evil: Village über drei spielbare Charaktere freuen dürfen. Den Großteil des Abenteuers soll, wie zuvor in RE7 mit Ethan Winters bestritten werden. Auf die beiden anderen Charaktere soll die restliche Spielzeit entfallen, mit 30 bis 40 Prozent für den einen und lediglich 10 Prozent für den zweiten Charakter. Weiter heißt es, dass sich alle drei Charaktere recht unterschiedlich spielen sollen. Auch wenn Chris Redfields Erscheinen im Trailer Fragen aufwirft, ist es naheliegend, dass wir auch ihn im Spiel steuern werden. Bei dem dritten Charakter soll es sich um eine Frau namens Emily handeln, die im Dorf aufgewachsen und auf der Suche nach ihrem Vater ist. In einem Playtest soll sich Emily, während eines Stealth-Spielabschnittes, immer wieder vor den bereits oben genannten Strigoi versteckt haben müssen. Ihre einzige Waffe soll eine Öllampe sein, mit deren Hilfe sie Ölfackeln in einem dunklen Hölenlabyrinth entzündet, um sich gegen die lichtscheuen Strigoi zu wehren.

Ersteindruck

Als langjähriger Resident-Evil-Fan freue ich mich sehr auf Resident Evil: Village. Die neue Ausrichtung, die Capcom mit RE7 vollzogen hat, konnte mich schon einmal begeistern und das rumänische Setting inklusive Hexen, Halluzinationen und Werwölfen klingt sehr vielversprechend. Ob die Entwickler dem neuen Spiel ebenfalls einen VR-Modus verpassen, wurde bislang leider nicht bekannt gegeben – Sonys VR-Headset soll jedoch Gerüchten zufolge unterstützt werden. RE7 mit PlayStation VR war jedenfalls eines meiner bislang immersivsten Gaming-Erlebnisse. Der erste Trailer macht definitiv Lust auf mehr und ich begrüße die Entscheidung von Capcom, das Spiel ausschließlich für Next-Gen-Hardware zu entwickeln. Schon jetzt eines meiner Highlights für das kommende Spielejahr.

Resident Evil: Village erscheint 2021 für PlayStation 5, Xbox Series X und PC. Eine Version für PS4 und Xbox One befindet sich nun ebenfalls in Entwicklung.

Der Enthüllungstrailer zu Resident Evil: Village

Trailer Nr. 2 aus dem PlayStation 5 Showcase

Das Entwickler-Video zu Resident: Evil Village

Entwickler-Video von der TGS 2020 Online

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