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Kolumne: Pokémon geht auch herausfordernd!

Pokémon spielen ist euch zu leicht und die Top4 sind im Handumdrehen besiegt? Nach dem Champ und dem Pokedex ist deswegen für euch Schluss? Dann lest gleich mal weiter!

“Ich will der Allerbeste sein, wie keiner vor mir war.” Noch heute können viele Pokémon-Spieler dieses Lied singen. Im Spiel selbst ist man ja sehr schnell der Beste der Region: einfach mal die acht Orden sammeln, die Top 4 herausfordern und den Champion besiegen und man hat das Spiel durchgespielt. Zuckerguss oben drauf, wenn man dann noch den Pokedex vervollständigt. Aber ist denn da das Spiel wirklich schon zu Ende?

Nein. Ab da kann man erst zeigen, wer tatsächlich die Spitze verdient, oder auch nicht. Denn zum Champion gekrönt zu werden ist eigentlich nur das super-lange Tutorial. Ab dann eröffnen sich ganz neue Wege. Wie schon erwähnt gilt es den Pokedex zu vervollständigen. Nicht nur den des Spiels – den nationalen Pokedex natürlich! Das sind inzwischen 898 Pokémon. Bonuspunkte gibt es für alle, die jede Form oder regionale Version der Pokémon im Pokedex haben. Die Königsklasse ist der Living-Dex: jedes Pokémon in jeder Form auf Pokémon-Home aufzubewahren, um sie jederzeit aufrufen zu können. Am Besten als schillernde Form. Das alleine sorgt schon für 999:59 Stunden auf verschiedenen Cartridges.

Jedes Spiel hat außerdem ein System um die tatsächlichen Skills der frisch gebackenen Champions zu testen: der Kampfturm oder andere ähnliche Herausforderungen wollen bezwungen werden und wer die 100. Ebene oder sogar mehr knackt, darf gern damit angeben. Die Aufgabe ist es entweder im Einzelmodus mit drei Pokémon oder mit vier im Doppelmodus gegen immer stärker werdende Teams zu kämpfen. Sobald man einen Kampf verliert, fängt man wieder beim Anfang an. Kein “Continue” oder abdrehen, wenn man verliert. Das merkt das Spiel und disqualifiziert euch. Nur mit dem richtigen Team, der richtigen Technik und natürlich der eigenen Fähigkeiten überschreitet man die magische Grenze. Natürlich kriegt man im Spiel dafür auch eine Auszeichnung, so etwas will ja schließlich gefeiert werden!

Wem die künstliche Intelligenz nicht stark genug ist, kann selbstverständlich auch andere Menschen herausfordern! Dazu gibt es entweder den lokalen Kampf oder Kämpfe über das Online-Netzwerk. Online-Kämpfe sind nicht nur fordernd, weil man sich mit anderen Pokémon-Fans messen kann, es gibt auch verschiedene Saisonen, die die Regeln der Kämpfe ändern: zum Beispiel Kämpfe mit legendären und mystischen Pokémon oder nur mit Pokémon, die sich noch entwickeln können. Außerdem kann man sich freuen, wenn man Gegner aus Ländern trifft, die man noch nie besucht hat und gegen Menschen zu spielen, die man sonst nicht treffen würde. Aber das kennt man von anderen Online-Spielen auch.

Das besondere ist, dass man nicht einfach ein Turnier oder eine Ladder nach der anderen kämpft – man bereitet sich dabei auf die wichtigsten Turniere vor! Championship Turniere finden alle paar Monate statt und die Besten der Besten bekommen passend dazu Championship Points mit denen man sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren kann. Weltmeisterschaft fragt ihr an dieser Stelle? Ja, auch Pokémon hat Meisterschaften und das schon seit Jahren. Sowohl für das Karten- als auch das Videospiel gibt es eine Pokémon-Liga. Egal ob Wien, Innsbruck, Berlin oder andere Städte – wer jetzt neugierig geworden ist, findet bestimmt auch eine Liga in deren Nähe. Die Pokémon-Liga organisiert dann auch regelmässige Treffen für Gleichgesinnte und natürlich ebenfalls Turniere um sich zu messen. Die Highlights sind die jährlichen Landes-Meisterschaften, zu denen Spieler aus unterschiedlichen Länder pilgern um ihre Chancen zu verbessern, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren und die Besten dürfen sich sogar über eine komplette Einladung zu dieser freuen: inklusive Flug und Hotel. Wer jetzt denkt, das ist nur für Erwachsene: auch Kinder und Jugendliche haben ihre eigenen Divisionen und müssen sich keine Sorge machen, dass sie auf den Meisterschaften gegen Ältere spielen müssen. Wenn das kein Anreiz ist, der Sieger der Weltmeisterschaft kann sich dann offiziell “Pokémon-Meister” nennen und das Lied mit Stolz vor sich hersummen.

Natürlich spielt jeder sein Pokémon-Spiel anders und wenn Champ werden euch als Erlebnis reicht und ihr dennoch das Spiel schwieriger haben wollt: ihr könnt in den Einstellungen den Kampfstil auf “nicht wechseln” umstellen. Das alleine macht das Spiel ein wenig herausfordernder. Aber auch Challenges wie Nuzlocke oder keine Pokémon entwickeln zu dürfen machen das Spiel gleich noch schwieriger und spannender.

Egal wie ihr euch entscheidet euer Pokémon-Abenteuer zu spielen, der Spaß muss im Vordergrund stehen und begegnet euren Konkurrenten mit Respekt. (Lukas Svadlena)

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Notable Replies

  1. Sehr schöne Kolumne, die einige wichtige Aspekte von Pokémon aufgreift, die meistens zu kurz kommen!

  2. Sehr toll in dieser „kurzen“ Form geschrieben.
    Das schöne an der Pokemon-Community ist, dass man zumindest auf den deutschen Plattformen das Gefühl bekommt, dass dich keiner schief anschaut, wenn du Pokemon so oder so spielst. Egal ob du nur die Story spielst, immer nur schaust den Pokedex zu füllen, auf Shiny-Jagd gehst oder dich in den Online-Kämpfen misst, es kann jeder das tun was er möchte, denn es ist nichts „Falsch“ davon.

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