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Review: Silence

Silence ist dieser Tage für die Nintendo Switch erschienen. Die Geschichte rund um Noah, Renie und Spot konnte zuvor bereits auf PlayStation 4, Xbox One und dem PC erlebt werden. Aber konnte das Point & Click-Adventure auch den Sprung auf Nintendos Hybrid-Konsole meistern?

Silence als Ausweg

Zu Beginn der Handlung regiert Tristesse, herrscht doch schließlich Krieg. Von diesem erfahren wir durch Bombeneinschläge, vor denen sich unsere Hauptcharaktere, das Geschwisterpaar Noah und Renie, in einem Luftschutzbunker verstecken. Plötzlich, nach einem heftigen Einschlag, finden sich die beiden wie durch Zauberhand in der geheimnisvollen Welt Silence wieder – ohne jedoch zu wissen, wie sie dort eigentlich hingekommen sind.

Dort angekommen, stehen die beiden zusammen mit ihrem Begleiter Spot, einer kleinen Raupe mit besonderen Fähigkeiten, vor einer neuen Herausforderung. Sie sind zwar dem Krieg in ihrer Welt entkommen, haben einander aber auf dem Weg dorthin – also beim Betreten von Silence – verloren. Die Suche nach dem jeweils anderen kann also beginnen. Das Abenteuer beschränkt sich aber nicht nur auf diese, kämpfen doch auch in dieser Welt die Mächte des Guten und des Bösen gegeneinander.

Copyright by Daedalic Entertainment

Point & Click

Silence ist der Nachfolger zu The Whispered World aus dem Jahr 2009. Das Spiel von Daedalic Entertainment ist, wie sein Vorgänger, ein Point & Click-Adventure. Als solches bringt es die üblichen Spielmechaniken des Genres mit. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Abwechslung gäbe. Jeder spielbare Charakter bringt seine Eigenheiten mit – und das wirkt sich auch (etwas) auf das Gameplay aus. So meistern wir mit Noah Geschicklichkeits-Übungen, interagieren mithilfe von Renie mit unserer Umgebung und überwinden mit Spots Hilfe gewaltige Hindernisse. Letztgenannter kann nämlich seine Gestalt verändern. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn wir uns beispielsweise durch enge Ritzen oder Spalten quälen müssen.

Die Portierung des Adventures auf die Nintendo Switch ist gelungen und macht Spaß. Manchmal hatten wir jedoch das Gefühl, dass etwas fehlt – und dieses „etwas“ ist eine PC-Maus. Denn allzu oft fühlt sich die Steuerung auf der Nintendo Switch – vor allem im Handheld-Modus – zu schwammig an. Zusätzlich gelingen einfache Aktionen aufgrund dieser Steuerungs-Schwierigkeiten häufig nicht beim ersten Mal.

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Da geht noch mehr

Vielen wird vermutlich der Grafikstil von Silence gefallen. Uns konnte er leider nicht überzeugen. Zu austauschbar und generisch wirkt das Figuren- und Weltendesign. Geschmäcker sind jedoch verschieden und dessen sind wir uns auch bewusst.

Umso heftiger fällt unsere Kritik aber bei der Handlung des Adventures aus. Die Story ist nämlich sehr banal ausgefallen: Zwei Kinder und ihr Begleiter, die in eine geheimnisvolle neue Welt katapultiert werden, um diese vor den Mächten des Bösen zu retten – dies ist leider alles andere als originell. Dazu kommen etwas belang- und witzlose Dialoge, die vor allem bei einem Point & Click-Adventure negativ ins Gewicht fallen.

Lobend kann jedoch die Figuren-Zeichnung und Charakter-Entwicklung erwähnt werden. Diese wirken wohl überlegt und gründlich ausgearbeitet.

Fazit

Wertung - 7

7

Silence ist trotz einiger Kritikpunkte keineswegs ein schlechtes Spiel. Es fehlt lediglich die Originalität. Fans des Vorgängers und des Genres können jedoch bedenkenlos zugreifen - auch auf der Switch. Die Portierung ist nämlich trotz etwas schwammiger Steuerung gut gelungen.

User Rating: 4.55 ( 1 votes)

Genre: Point & Click-Adventure
Entwickler: Daedalic Entertainment
System: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One und PC
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 40 Euro

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