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Review: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Mit Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen kommt der zweite von fünf geplanten Filmen rund um die Entstehung des Naturkunde-Buch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in die Kinos. Doch der Schmöker ist eigentlich Nebensache. Vielmehr bekommen Harry Potter-Fans hier die Vorgeschichte direkt von Buch- und Drehbuch-Autorin Joanne K. Rowling. Es kommt das Gefühl auf, dass Warner Bros. das Franchise weiter ausbauen will, um das geplatzte DC-Kino-Universum zum kompensieren.

Rund sechs Monate nach den Ereignissen im letzten Film gelingt es dem berüchtigten Schwerverbrecher Gellert Grindelwald (Johnny Depp) die Flucht aus seinem Gefängnis in New York. Er hinterlässt dabei eine Schneise der Verwüstung und nicht nur der magische Kongress der Vereinigten Staaten, bei Hexen und Zauberern bekannt unter der Abkürzung MACUSA, setzt alles daran ihn wieder einzufangen. 13 Monate später erfährt der in nun London lebende Magie-Zoologe Newt Scamander (Eddie Redmayne), der den dunklen Zauberer schon einmal gefangen nehmen konnte, von dessen Ausbruch. Und auch sein alter Lehrer Albus Dumbledore (Jude Law) wendet sich vertrauensvoll an ihn. Newt muss nach Paris reisen, um den jungen Credence Barebone (Ezra Miller) vor Grindelwald aufzuspüren, dessen faschistischer Bewegung sich immer mehr Zauberer anschließen. Auch die taffe MACUSA-Agentin Tina Goldstein (Katherine Waterston) sucht nach Credence, der zwischen Gut und Böse hin und hergerissen ist und seine mächtige schwarze Energie nicht kontrollieren kann. Credences Kräfte könnte ein wichtiger Schlüssel für Grindelwalds Pläne sein. Bei ihrer Suche werden Scamander und Tina Goldstein unverhofft von ihrer Schwester Queenie (Alison Sudol) und dem New Yorker Muggel Jacob Kowalski (Dan Fogler) begleitet.

MACUSA-Agentin Tina Goldstein (Katherine Waterston) und Newt Scamander (Eddie Redmayne).

In Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen schafft es Regisseur David Yates erneut, die Tür zur magischen Welt weiter aufzustoßen. Die Handlung des ersten Films spielte in New York, diesmal geht es ins Paris des Jahres 1927. Während die Erde auf den Aufstieg Adolf Hitlers zusteuert, so werden auch hier andere Töne angeschlagen als noch im deutlich farbenfrohen Film aus dem Jahr 2016.

Immer wieder wirken einzelne Szenen wie fein inszenierte Kunstwerke, in denen man erst auf den zweiten Blick alles aufnimmt. Potterheads dürfen sich auf eine große Zahl an Querverweisen und Hintergrundinfos freuen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit der Zauberschule Hogwarts, dem magischen London und selbst Österreich bekommt in diesem Film eine ganz besondere Rolle.

Oscargewinner Eddie Redmayne erweckt die Rolle des Newt Scamander einmal mehr perfekt zum Leben und auch die restlichen Schauspieler passen durch die Bank perfekt. Jude Law als junger Albus Dumbledore dürfte im nächsten Film noch eine deutlich größere Rolle einnehmen und Johnny Depp spielt zwar irgendwie ein weiteres Mal Johnny Depp, man nimmt ihm den diabolischen Verführer trotzdem komplett ab.

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen startet 14. November 2018 in den heimischen Kinos.

Fazit

Wertung - 7.5

7.5

Deutlich düsterer und politischer sowie gesellschaftskritischer erweitert Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen die magische Welt aus der Feder von Joanne K. Rowling um viele Facetten. Der wahrhaft boshafte Johnny Depp ergänzt die tolle Riege an Schauspielern und insgesamt macht der Film nicht nur Lust auf die für 2020 angesetzte Fortsetzung, sondern lässt auch auf andere Medien wie etwa TV-Serien hoffen.

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