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Review: Kirby Star Allies

Kirby feiert seinen Nintendo Switch-Einstand.

Die rosa Knutschkugel ist wieder da. Diesmal rollt, springt und fliegt Kirby auf der Switch von links nach rechts, was bei dem ein oder anderen Fan ja vielleicht Hoffnungen auf tiefgreifende Gameplayveränderungen macht. Immerhin haben Mario und Link Mut zur Veränderung mit ihren ersten Switch-Auftritten bewiesen, was also hat sich Nintendo für die pinke Kugel Neues einfallen lassen? Die Antwort: Nicht viel. Aber es ist immer noch schön bunt.

Anmerkung: Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, Kirby Star Allies mit meinem Kirby-liebenden Cousin (9) zu spielen. Er liebt die Kirby-Spiele auf der Wii und dem 3DS und ist damit der wahre Experte hier.

Zusammen mit den Star Allies

Die größte Neuerung ist auch gleich schon im Titel versteckt. Die Star Allies sind Partner, die Kirby auf seiner Reise helfen. Diese Partner haben alle eine eigene Fähigkeit und können durch das Werfen von Herzen für die eigenen Zwecke rekrutiert werden. Bis zu drei Partner können “überredet” werden, die entweder vom Spiel selbst oder von drei Mitspielern gesteuert werden. [Zitat Cousin: Wie man kann auch jemand anderes als Kirby sein? Cool!”] Somit tummeln sich also bis zu vier Gestalten gleichzeitig auf dem Bildschirm. Natürlich kann Kirby die Partner stattdessen auch einfach aufsaugen und ihre Fähigkeit übernehmen, doch kommt man um die Star Allies nicht drum herum. An manchen Stellen werden vier Allies vorausgesetzt, um Spezialmanöver einsetzen zu können.

Kombinieren mit den Allies

Kirby selbst nimmt wie bekannt die Angriffe seiner aufgesogenen Gegner an. Die Star Allies hingegen kommen alle mit ihren eigenen Fähigkeiten. Es gibt Allies mit Elementarkräften wie Feuer, Wasser und Strom, Allies mit Waffen wie Schwertern, Peitschen und Jo-Jos und skurrile Allies wie Künstler, Köche und Putzkräfte. Jeder Allie nutzt damit ein eigenes Moveset aus Attacken, was das Ausprobieren aller Allies zu einem der unterhaltsamsten Punkt des Spieles macht. Der Clou an diesem System: Gewisse Fähigkeiten lassen sich kombinieren. Aus Schwert + Feuer wird demnach ein Feuerschwert, dessen Angriffswert steigt. [Zitat Cousin: JETZT BIN ICH LEGENDÄR COOL!”] Diese Kombination funktioniert mit allen Waffen und Elementen und wird ab und zu auch in den simplen Rätseln verwendet. So kann das Feuerschwert eine Lunte schneiden und gleichzeitig anzünden, um eine riesige Bombe anzuzünden und einen versperrten Weg zu öffnen. Es gibt auch skurrilere Kombinationen. So wird aus Stein + Eis ein Curling-Stein, der durch den Level fegt und alle Gegner umhaut. Diese Kombinationen werden von einer kleinen Zwischensequenz begleitet, was zum weiteren Experimentieren motiviert und cool aussieht.

Besondere Allies gibt es auch. So lassen sich unter gewissen umständen sogar Figuren wie König Dedede als Partner verwenden. [Zitat Cousin: WAS? ICH KANN DEDEDE SEIN? COOL!”]

Chaotisch, aber einfach

Vier Charaktere, unterschiedliche Fähigkeiten, Combos. Klingt chaotisch und das ist es auch. Die KI macht einen guten Job, alle Allies zusammenzuhalten und sie stellt sich nicht allzu dämlich an. Möchte der Spieler eine Combo starten, reicht dafür ein Knopfdruck und die KI-Allies reagieren prompt. Gleiches gilt auch bei Rätseln. Frust kommt eigentlich nur dann auf, wenn die Allies einen Gegner ausschalten, bevor man sich als Kirby dessen Fähigkeit aneignen kann. Aber auch das ist kein Problem, da die Gegner ständig re-spawnen, also immer wieder an demselben Ort erscheinen.

Selbst das größte Chaos ist aber kein großes Problem, da Kirby Star Allies ein sehr einfaches Spiel ist. Normale Gegner dürften gar keine Probleme für sämtliche Spieler aller Altersklassen darstellen. Bossgegner, verlangen schon etwas mehr Koordination, da das Ausweichen ihrer Angriffe keine schlechte Idee ist. Mit der Steuerung dürfte ebenfalls niemand Probleme haben. Diese ist nämlich so simpel gehalten, dass ein Joy-Con vollkommen ausreicht. Bei den Bossen kommen Kirby-Fans auf ihre Kosten, da es einige bekannte Gesichter zu sehen gibt.

Extras

Typisch Kirby geht es bei Star Allies eine Menge an zusätzlichen Inhalten. Überall in den Leveln gibt es Puzzleteile zu finden, die Artworks von älteren Spielen der Reihe freischalten. Versteckte Schalter eröffnen neue Level auf der Oberweltkarte, die mit ihren kreativen Leveldesigns belohnen.

Zusätzlich gibt es zwei kleinere Timing-Minispiele, die an Mario Party-Minispiele erinnern. Hier müssen Spieler entweder einen Kometen wie einen Baseball treffen oder Bäume hacken. Alleine gegen die KI ist hier aber schnell die Luft raus. Umfangreicher ist da schon der Modus “Ultimative Auswahl´”, der sich als Boss Rush-Modus entpuppt. Hier können bis zu vier Spieler mehrere Kämpfe am Stück bestreiten und Puzzleteile als Belohnung abstauben. Je nach gewählter Schwierigkeit fällt die Belohnung größer oder kleiner aus. Am, Anfang müssen auch die vier Allies inklusive Kirby gewählt werden. Hier lassen sich also Kombinationen testen und der Schwierigkeitsgrad merklich anheben.

Der interessanteste Extra-Modus ist aber “Mit ??? – Los, Star Allies!”. Hier wird Kirby zum Zuschauen verdammt, denn Spieler müssen sich einen der Allies aussuchen und mit diesem dann Level des Spiels so schnell wie möglich beenden. In den Leveln sind Boosts versteckt, die die Stärke, Lebensenergie oder Geschwindigkeit der Alles erhöhen. Quasi ein Speedrun-Modus mit Twist.

Technik und Handheld-Modus

Kirby ist typisch bunt, lebendig und nett anzuschauen. Fans der Serie dürfte aber sofort auffallen, dass Kirby Star Allies mit 30 Bildern pro Sekunde statt den sonst für die Serie typischen 60 Bildern pro Sekunde läuft. [Zitat Cousin: Ich merke keinen Unterschied.] Im Switch eShop befindet sich eine Demo zum Herunterladen, damit kann jeder die halbierten Bilder pro Sekunde austesten. Es sei jedoch angemerkt, dass die Ladezeiten in der fertigen Version des Spiels kürzer als die Ladezeiten in der Demo sind. Ebenfalls lässt sich so der Handheld-Modus testen, der gut funktioniert. Da gibt es nichts zu meckern.

Fazit

Wertung - 7

7

Am Ende des Tages ist Kirby Star Allies ein weiteres Kirby. Spielerisch beinahe anspruchslos, aber charmant und perfekt geeignet für netten Multiplayer mit Spielern aller Altersklassen. Wer sich große Innovationen erhofft hat, wird enttäuscht. Das will Kirby Star Allies auch gar nicht bieten. Es ist ein perfektes Spiel im Geiste der Switch. Share the Joy(-Con). Jeder kann Kirby Star Allies spielen und sicherlich Spaß damit haben. Auch alleine ist die gut fünfstündige Reise durch die Story mit den Allies charmant, doch dürften die meisten Solo-Spieler mit dem Warten auf Donkey Kong Country Tropical Freeze für Switch im Mai, einem viel anspruchsvolleren Spiel, besser bedient sein. [Zitat Cousin: 10/10]

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Genre: Jump´n Run
Entwickler: HAL Laboratory
System: Nintendo Switch
Preis: ca. 60 Euro

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