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Review: Forza Horizon 3

Die Forza Horizon-Serie schafft einen Spagat zwischen der nach Realismus strebenden Forza Motorsport-Hauptserie und Arcade-Racern, die mit Simulation nichts am Hut haben. Hier zählt vor allem die Freude daran, mit einer breiten Palette an Boliden durch eine offene Welt zu brettern. Forza Horizon 3 transportiert wie die Vorgänger puren Fahrspaß und das auch noch besser als je zuvor.

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Das fiktive Horizon Festival, ein vages Amalgam aus Autorenn-Events, Publicity-Stunts, Musik und Lifestyle-Veranstaltung, hat nun in Australien seine überdimensionierten und mit tollen Wägen gefüllten Zelte aufgeschlagen. Während man etwa in Forza Horizon 2 nur als Teilnehmer agierte, übernimmt man nun die Rolle des Festival-Leiters oder der Leiterin, denn das Charaktermodell kann aus einer Reihe vordefinierter Personen ausgesucht werden. Auch kann ein Name – männlich, weiblich oder ein Spitzname – aus einer langen Liste an Optionen ausgewählt werden – und natürlich kann man sich „Master Chief“ nennen lassen.

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Der unsympathische Millionärssohn Ben aus Forza Horizon 2 ist weit und breit nicht zu sehen, stattdessen erhält man Unterstützung von der charmanten persönlichen Assistentin Keira, die im Wesentlichen das gesamte Festival organisiert und dem Spieler lediglich die interessanten Aspekte des Jobs überlässt. Dazu gehören die Auswahl von Radiosendern und die Erweiterung des Festivals um weitere Attraktionen und Rennserien. Im Wesentlichen also nette Nebenentscheidungen, die nicht allzu sehr von der echten Hauptattraktion ablenken: den Rennen.

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Horizon-typisch werden schöne Autos (über 350 Stück) sowohl über asphaltierte Straßen als auch Offroad-Sektionen gejagt. Dank vieler Einstellungsmöglichkeiten kann man individuell festlegen, wie realistisch das Fahrverhalten der Wägen sein soll – mal abgesehen davon, dass ein sündhaft teurer Lamborghini niemals über unebene Trampelpfade im Urwald fahren könnte. Die gegnerischen Fahrer basieren abermals auf den Daten anderer Spieler und werden aus der Cloud heruntergeladen. Je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad variieren auch die „Drivatar“-Daten. Abseits klassischer Rennstrecken warten diverse Nebenbeschäftigungen wie Gefahrenzeichen, die zwecks spektakulärer Stunts ignoriert werden können, oder Driftzonen, in denen man die Reifen quietschen lassen kann. Highlights sind abermals die Showcase-Rennen, in denen man etwa gegen einen Fahrer in einem Jeep antritt, der einen Großteil des Rennens an der Unterseite eines Frachthubschraubers baumelt.

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Australien ist ein spektakulärer Schauplatz, der abwechslungsreichste in der Seriengeschichte und noch dazu zweimal so groß wie das Gebiet in Forza Horizon 2. Sandstrände mit imposanten Felsformationen, Tropfsteinhöhlen, schattige Dschungelabschnitte, der Outback und Stadtgebiete sorgen für eine Vielzahl an interessanten Umgebungen. Auch technisch ist die eingedampfte Version des Kontinents hervorragend gelungen und so zaubert Entwickler Playground Games fantastische Panoramen auf den Bildschirm, die mit einer stabilen Framerate von 30fps niemals ruckeln. Doch so schön und schützenswert die offene Spielwelt auch wirken mag, man kann trotzdem sich wie ein rücksichtsloser Rowdy verhalten. Denn die Zerstörung von Briefästen und Zäunen und Lärmbelästigung von Kängurus wird nicht etwa mit Klagen geahndet, sondern mit Punkten belohnt.

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Obwohl ganz klar der Fahrspaß im Mittelpunkt steht, können Autofreaks penibel an den Boliden schrauben und diesmal sogar das Kennzeichen und die Hupe anpassen. Durch das Auktionshaus können Wägen von anderen Spielern erworben oder eigene Autos verkauft werden.

Bis zu zwölf Fahrer können im Online-Multiplayer zusammen Rennen bestreiten. Der Wechsel von der Kampagne in den Mehrspielermodus funktioniert nahtlos über eine simple Option im Spielmenü. Doch auch die „Story“ kann kooperativ mit Feunden bestritten werden. Erstmals in der Seriengeschichte ist es möglich, die Kampagne zu viert zu absolvieren. Der Spielfortschritt bleibt auch erhalten, wenn man die nächste Sitzung alleine bestreitet.

Die Forza Horizon-Serie schafft einen Spagat zwischen der nach Realismus strebenden Forza Motorsport-Hauptserie und Arcade-Racern, die mit Simulation nichts am Hut haben. Hier zählt vor allem die Freude daran, mit einer breiten Palette an Boliden durch eine offene Welt zu brettern. Forza Horizon 3 transportiert wie die Vorgänger puren Fahrspaß und das auch noch besser als je zuvor. Das fiktive Horizon Festival, ein vages Amalgam aus Autorenn-Events, Publicity-Stunts, Musik und Lifestyle-Veranstaltung, hat nun in Australien seine überdimensionierten und mit tollen Wägen gefüllten Zelte aufgeschlagen. Während man etwa in Forza Horizon 2 nur als Teilnehmer agierte, übernimmt man nun die Rolle…

Review Overview

Wertung - 9

9

Purer Fahrspaß

Summary : Forza Horizon 3 ist spektakulär. Ein riesiger Fuhrpark mit verschiedensten Wägen von Lamborghini bis Offroad-Buggy, eine farbenfrohe und abwechslungsreiche offene Spielwelt, traumhafte Orte und purer Fahrspaß überflügeln den fantastischen Vorgänger noch einmal. Einzig die rund um Fans, PR-Stunts und Publicity aufgebaute Handlung ist nicht sonderlich motivierend, was alleine von den Sonnenuntergängen im Outback mehr als wettgemacht wird.

User Rating: Be the first one !
Genre: Rennspiel
Entwickler: Playground Games / Turn 10
Erscheint: 27. September
Preis: ca. 70 Euro
System: Xbox One, Windows 10

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