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Preview: Nioh 2 im Hands-On

Nioh aus dem Hause Team Ninja konnte Anfang 2017 mit einigen eigenständigen Elementen aus der wahren Flutwelle an Soulslike-Games hervorstechen. Mitte März kehren wir erneut in das mittelalterliche Japan zurück und stellen uns erneut einer Heerschar von Dämonen und Geistern. Doch dieses Mal ist die dunkle Magie auch auf unserer Seite!

Ende Jänner lud Sony nach Berlin, um einige Stunden mit dem Nachfolger des Action-Rollenspiels zu verbringen. Angereist war auch Yosuke Hayashi (Game Director / Head of Team Ninja). Nioh 2 setzt spielerisch direkt beim Vorgänger an, ist storytechnisch jedoch ein waschechtes Prequel, dessen Handlung rund 50 Jahre früher in der Zeit von Fürst Oda Nobunaga (1534-1582) angesiedelt ist. Dieser wollte in einer Zeit langer Bürgerkriege Japan einigen. Ein Vorhaben, das erst nach dessen Tod einem seiner Untertanen mit dem Namen Toyotomi Hideyoshi gelang. Um genau diesen geht es in Nioh 2, doch wie schon beim Vorgänger wird auch hier wieder die reale Historie mit Legenden und Folklore vermischt.

Kennt ihr das erste Nioh, so springen euch zu Beginn des Spiel gleich zwei Veränderungen ins Auge. Zum einen gibt es nun einen umfangreichen Charakter-Editor. Neben einigen vorgefertigten Protagonisten könnt ihr hier ausgiebig an eurem Helden oder an eurer Heldin basteln und sie nach Belieben anpassen. Zum anderen gibt es nun neben dem Balken für die Lebensenergie und der Ausdauerleiste einen dritten Balken. Dieser spielt eine wesentliche Rolle, denn nicht nur dass euer mögliches Waffenarsenal im zweiten Nioh nun deutlich angewachsen ist, größere Gegner hinterlassen nun auch eine Yokai-Seele, die ihr aufnehmen könnt. Einmal an einen der im Spiel verteilen Speicher-Schreine mit der Yokai-Seele ausgerüstet, verleiht sie euch mächtige neue Fähigkeiten. Ihr könnt eine Kreatur zur Hilfe rufen oder gar euch selbst in eine Yokai-Dämonengestalt verwandeln. Laut Game Director Yosuke Hayashi ist das auch das entscheidende neue Feature im Spiel. „Wir wollten in Nioh 2 den Spielern das Gefühl geben, das sie am ersten Teil geschätzt haben und darüber hinaus deutlich mehr Abwechslung und Freiheiten. Im ersten Spiel ging es um dem Kampf Mensch gegen Yokai, nun geht es Mensch gegen Yokai aber auch Yokai gegen Yokai. Das verändert vieles, jedoch ohne uns zu sehr vom Kern des Spiels zu entfernen“, so Hayashi. Es wird auch möglich sein, das Aussehen für jede einzelne Yokai-Verwandlung nach eigenem Geschmack anzupassen. So können unter anderem auch die Form und Farbe der Dämonen-Hörner angepasst werden.

Ein Fehler und du bist tot!

Das konnten wir auch selbst beim Spielen von Nioh 2 feststellen. So bleibt das Gameplay genretypisch hammerhart. Oftmals reicht wieder ein Fehler und ihr dürft erneut beim letzten Speicherpunkt starten. Doch ganz soulslike motiviert euch das Spiel, es immer und immer wieder zu probieren, eine andere Strategie zu versuchen oder das ausgeklügelte Zusammenspiel aus Nah- und Fernangriffen, Magie und vor allem auch der Parade zu optimieren. Zumindest könnt ihr in einem mehrstufigen Tutorial Grundkenntnisse erlangen und auch komplexere Angriffe ausprobieren und vertiefen. Erledigt ihr dann einen größeren Gegner nach vielleicht unzähligen Versuchen, so gibt es zur Belohnung nicht nur hoffentlich nutzbringenden Loot, sondern vor allem auch das typische „ich habe es geschafft“-Gefühl.

Im Spiel gibt es immer wieder die Möglichkeit, Abkürzungen für spätere Durchgänge freizuschalten und so mühsame Laufwege zu sparen. Da könnt ihr eine Leiter herunterlassen, dort eine Schleuse öffnen, dies mindert vor allem im späteren Spielverlauf den einen oder anderen Frustmoment. Immer wieder findet ihr in den Levels auch rote und blaue Lichtsäulen. Während die roten Lichter einen anderen gefallenen Spieler symbolisieren, dessen KI-Schatten ihr an jener Stelle herausfordern könnt, um bessere Ausrüstung zu bekommen, könnt ihr bei den blauen Lichtern KI-Verbündete herbeirufen. Diese stehen euch dann für einen Obolus für eine gewisse Zeit zur Seite. Dies ist sehr nützlich, können sich so auch reine Solo-Spieler ein wenig Muliplayer-Feeling als Unterstützung holen. Wie schon im Vorgänger wird es aber auch bei Nioh 2 auch mit bis zu zwei anderen Spielern Koop gegen einzelne Bosse und Areale anzutreten. Diese Mitspieler ruft ihr ebenfalls über die auch wohlwollende Gräber genannten blauen Lichtsäulen. Aber freut euch nicht zu früh: Bei einem Koop-Spiel wird die Anzahl der Gegner auf der Map deutlich erhöht, damit die Herausforderung nicht zu einfach wird. Zumindest können sich die Spieler gegenseitig wiederbeleben, solange noch Energie in dem neu eingeführten Koop-Energiebalken ist.

Technisch serviert euch Team Ninja mit Nioh 2 ein Spiel, dem man ansieht, dass man die PlayStation 4 inzwischen sehr gut beherrscht. Das historische japanische High-Fantasy-Setting weiß mit einer detaillierten Optik und stimmungsvollen Lichteffekten zu begeistern und auch die Gräuel des von Bürgerkrieg und Yokai-Heimsuchungen gezeichneten Landes werden gekonnt in Szene gesetzt. Wer auf einer PlayStation 4 Pro spielt, darf sich über HDR-Unterstüzumg sowie gleich drei Bildmodi inklusive Action-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde freuen.

Angespielt

Da kommt ein ganz harter Brocken auf euch zu! Ertrunken, verbrannt, aufgeschlitzt, erstochen… ich bin beim Anspielen von Nioh 2 unzählige Male gestorben und wurde teilweise an die Grenze meiner Frustresistenz getrieben. Doch Durchhalten zahlt sich bei Nioh 2 aus, hat man erst mal die Steuerung und deren Feinheiten verinnerlicht, kommt man auch Stück für Stück voran und gewinnt irgendwann auch die schlimmsten Zweikämpfe. Besonders die neuen Dämonenfähigkeiten geben euch nicht nur zahlreiche neue Möglichkeiten, sondern heben sich auch wohltuend von den vielen Mitbewerbern ab. Zumindest bei mir hat Nioh 2 gezündet und so hole ich gerade den ersten Teil nach, der März kann kommen!

Nioh 2 erscheint am 13. März 2020 exklusiv für PlayStation 4.

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