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Hands-On: Die nächste PlayStation-VR-Welle

Unsere Erfahrungen vom Münchner PlayStation VR-Event

Knapp vor dem großen Weihnachtsgeschäft wird Sonys PlayStation VR-Repertoire nochmal ordentlich aufgestockt. Im Zuge dessen lud uns Sony nach München ein, um die kommenden Highlights dank VR buchstäblich am eigenen Leib zu erfahren.

Ace Combat 7: Skies Unknown

Nach über zehn Jahren Wartezeit dürfen sich Hobby-Dogfighter endlich wieder hinter den Steuerknüppel eines mächtigen Überschallfliegers stürzen. Per PlayStation VR ist das Mittendrin-Gefühl diesmal intensiver denn je. Voller Adrenalin gepumpt reißt man durch die Wolkendecke und verliert selbst den agilsten Gegner nicht mehr aus den Augen.

Vorher unmöglich erscheinende Ausweichmanöver gehen plötzlich locker von der Hand, während einem ein Gefühl für die Gesamtheit des Kampfjets vermittelt wird, das sonst nur Third-Person-Piloten vorbehalten war. Ace Combat 7 ist wie für VR geschaffen und die zugunsten einer stabilen Framerate etwas hinuntergeschraubte Grafik tut diesem Faktum keinen Abbruch. Denn wer verkehrt herum zwischen Horizont und Wolken durch die Rauchschwaden eines gerade in der Luft zerrissenen Gegners düst, wird über seine heruntergeklappte Kinnladen hinweg schnell die matschigen Bodentexturen vergessen haben.

Blood & Truth

In der gleichermaßen actiongeladenen und kurzen PlayStation VR Worlds-Experience The London Heist wurde bereits überzeugend gezeigt, wie viel Spaß eine gut inszenierter Cover/Rail-Shooter in VR machen kann. Nun wurde die Demo zu einem vollen Spiel ausgebaut. Blood & Truth lässt euch somit wieder mit einer Vielzahl von Bleispritzen mit der kriminellen Unterwelt aufräumen. Den Reiz stellt hier vor allem die bombastische Inszenierung dar, die sich mit netten kleinen Minispielen wie Schlösserknacken, Kletterpartien und Schleichpassagen die Klinke in die Hand gibt.

Auf stark linearen Wegen bewegt ihr euch so von Deckung zu Deckung, schießt um Ecken, werft Granaten und schaltet kurzzeitig in Slow-Motion Mode eine ganze Gegnerhorde per gezielten Gewehrsalven aus. Regelmäßig explodierende Hauswände oder Szenen, in denen ein Paar Handschellen geknackt werden müssen, während vorsichtig durch einen Starkstormzaun gegriffen wird, versprechen so kurzweiliges Vergnügen mit diesmal einigen Stunden Spielzeit.

Déraciné

Wer wollte nicht schon einmal als Geist den Geheimnissen eines Internats des 19.Jahrhunderts auf den Grund gehen? Doch auch wer diesen zugegeben etwas abstrakten Wunsch noch nicht verspürt hat, aber gerne ein entspanntes VR-Vergnügen ohne Action, Geballer und Gegnerhorden erleben möchte, könnte Déraciné dennoch einen Besuch abstatten. Als Zeitgeist im wörtlichen Sinn erscheint ihr so an verschiedenen Schlüsselpunkten in dem liebevoll gestalteten Internat und friert dort prompt die Zeit ein.

In so statisch gehaltenen Welten heißt es nun jeweils ganz im Geiste klassischer Point & Click-Adventures Hinweise und Gegenstände zu finden und anschließend an der richtigen Stelle anzuwenden, um Reaktionen und Gedanken der Internatsbewohner hervorzurufen. Spannung und Humor werden hier vergebens gesucht, machen dafür aber einer geradezu meditative Erfahrung mit liebevoll erdachten Charakteren platz. Als klares Nischenprodukt versprüht Déraciné so doch seinen ganz eigenen Charme.

Eden Tomorrow

Indie-Entwickler Soul Pix zeichnete sich bisher vor allem durch seine Mitarbeit als CGI 3D-Artist für Urzeit-Dokumentarfilme aus. Mit ihrem Erstlingswerk Eden Tomorrow feiern sie nun ihr Videospiel-Debüt passenderweise gleich mit einem VR-Titel. Abgestürzt auf einem unbekannten Planeten voller Gefahren übernimmt der Spieler abwechselnd die Kontrolle über eine schwebende Drohne und den vom Aufprall verletzten Astronauten um Rätsel zu lösen und vor allem zu überleben. Spannende Begegnungen mit den nicht unbedingt immer freundlich gesinnten Bewohnern des Planeten versprechen eine 4-5 stündige Odyssee zwischen Knobelspaß und Adrenalin-Kicks.

Creed: Rise to Glory

Rocky Balboa bringt euch als Leichtgewichts-Boxer Adonis Creed den dynamischen Schlagabtausch bei und schickt euch anschließend in der Ring mit weltbekannten Box-Legenden. Während euch echte Schlagkombinationen beigebracht werden, wird die sportliche Betätigung hier klar groß geschrieben. Leider sind Fußarbeit und Ausweichmanöver mit eurem Kopf hier nicht gefragt und das präzise Input der Vive bzw Oculus-Version wird mit den vor allem in schnellen Bewegungen etwas unpräzisen Move-Controllern kaum erreicht. Nette Gags wie, dass nach einem Knockout per schwenkenden Händen zurück zum ohnmächtigen Körper gelaufen werden muss, sorgen dennoch dafür, dass das Schwitzen mit kurzweiligen Spielspaß belohnt wird.

Beat Saber

Das Kultspiel, welches die Vives und Oculi dieser Welt bereits Anfang des Jahres im Sturm eroberte, hat endlich auch den Sprung auf Sonys VR Plattform geschafft. Das Rythmus-Spiel mit den Laserschwertern glänzt mit perfekt auf die vielfältig auswählbaren Hip-Hop und Clubbing-Stücke abgestimmten Levels, bei denen jeweils farbige Boxen aus dem richtigen Winkel zugeschnitten und Laserwänden ausgewichen werden wollen. Der Suchtfaktor setzt sofort ein und für den relativ moderaten Preis von 20€ sollte dieses Spiel wohl in keinem VR-Haushalt fehlen.

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