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Xbox-Hardware im freien Fall – Microsoft meldet −29 %, Game Pass & Co. nur +1 %

Ein schwacher Konsolenstart ins Fiskaljahr – was die neuen Zahlen wirklich bedeuten

Microsoft hat seine Ergebnisse für das am 30. September 2025 beendete erste Quartal des Fiskaljahres 2026 vorgelegt. Der Konzernumsatz lag bei 77,7 Mrd. US‑Dollar (+18 % gegenüber Vorjahr), der operative Gewinn bei 38,0 Mrd. US‑Dollar (+24 %). In der Sparte More Personal Computing – dort ist das Gaming‑Geschäft verankert – stiegen die Erlöse auf 13,8 Mrd. US‑Dollar (+4 %). Auffällig: Windows OEM und Devices legten um 6 % zu, während die Cloud‑Sparte Intelligent Cloud mit 30,9 Mrd. US‑Dollar (+28 %) einmal mehr klar dominierte.

Beim Gaming selbst fällt das Bild ernüchternd aus: Die Gaming‑Erlöse sanken um 113 Mio. US‑Dollar (−2 %). Hauptgrund ist die Xbox-Hardware, deren Umsatz um satte 29 % einbrach – Microsoft nennt eine geringere Konsolen‑Stückzahl als Treiber. Die Xbox Content & Services (inklusive Xbox Game Pass) legten zwar zu, aber nur minimal um 1 % – trotz starkem Vorjahresquartal. Gleichzeitig weist Microsoft auf rückläufige First‑Party‑Umsätze hin, die das Plus bei Game Pass und Third‑Party‑Inhalten teilweise wieder auffressen.

Der Trend passt zu den letzten Quartalen: Während die klassische Konsolenbasis schrumpft, versucht Microsoft über eine breitere Plattformstrategie – vom PC bis zu anderen Konsolen – Reichweite und Umsätze zu stabilisieren. Kurzfristig kompensiert das jedoch nicht den Hardware‑Rückgang. Dass Windows OEM und Devices gerade zulegen, unterstreicht, wie sehr der Konzern außerhalb des Konsolengeschäfts wächst, während im Gaming die Diensteschiene ohne große First‑Party‑Zugpferde ins Stocken gerät.

Für die laufende Generation heißt das: Wer bereits auf Xbox Series X|S unterwegs ist, spürt die Delle vor allem bei der Frequenz und Durchschlagskraft exklusiver Neuerscheinungen – Services wie Xbox Game Pass liefern weiterhin Nachschub, aber echte System‑Seller bleiben rar. Mittel‑ bis langfristig hält Microsoft am Hardware‑Pfad fest: Zuletzt bekräftigte das Unternehmen, weiter in künftige First‑Party‑Konsolen und Geräte zu investieren. Ob diese Geräte eher traditionelle Konsolen oder stärker PC‑artig ausgerichtete Plattformen werden, bleibt die spannende Frage der nächsten Jahre.

Der starke Kontrast zwischen Intelligent Cloud (+28 %) und Gaming (−2 %) zeigt, wo für Microsoft derzeit Musik spielt – und wo nicht. Für den Wettbewerb bedeutet der 29‑prozentige Hardware‑Einbruch: Die Marktposition klassischer Xbox-Konsolen schwächelt, während die Marke als Ökosystem (PC, Cloud, Services) breiter aufgestellt wird. Für Publisher könnte das weiterhin bedeuten, dass Game Pass als Vertriebskanal wichtig bleibt, First‑Party‑Kalender aber stärker schwankt.

Einschätzung der Redaktion

Die FY26‑Q1‑Zahlen zeichnen ein klares Bild: Xbox‑Hardware verliert rasant an Fahrt (−29 %), Content & Services wachsen kaum (+1 %), und die gesamte Gaming‑Sparte rutscht leicht ins Minus (−2 %). Microsofts übergreifende Stärke aus Cloud und Produktivität kaschiert das zwar im Konzernabschluss – im Kerngeschäft Konsole stehen jedoch harte Fragen an: Wie schnell kommen starke First‑Party‑Titel, und wie sieht die nächste Xbox wirklich aus?

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