Xbox Beben: Marvel’s Blade soll bei Microsoft auf der Kippe stehen
Arkane Lyon könnte laut einem neuen Bericht ebenfalls von den geplanten Kürzungen betroffen sein. Bestätigt ist das bisher nicht, doch die Lage rund um Xbox wird immer ungemütlicher.
Kaum war das Xbox Games Showcase verklungen, hängt über der großen First Party Zukunft von Microsoft schon wieder eine sehr dunkle Wolke. Laut einem Bericht von The Verge prüft Microsoft derzeit eine neue Entlassungswelle innerhalb der Xbox Sparte, die nicht nur Jobs, sondern auch Studios und Projekte treffen könnte. Besonders bitter für alle Vampirjäger mit Trenchcoat Faible: Auch Arkane Lyon und damit Marvel’s Blade sollen auf der internen Wackelliste stehen.
Was laut Bericht auf dem Tisch liegt
Nach Informationen von The Verge soll Microsoft sogar erwägen, Marvel’s Blade komplett einzustellen. Das Spiel sei intern ursprünglich für einen Release Ende 2026 vorgesehen gewesen, inzwischen aber auf Ende 2027 gerutscht und zudem über dem geplanten Budget. Parallel prüfe der Konzern angeblich Optionen, Arkane Lyon zu verkaufen, statt das Studio direkt zu schließen. Damit wäre der Fall ähnlich gelagert wie bei anderen Teams, die aktuell offenbar versuchen, sich aus der Umklammerung von Xbox zu lösen.
Offiziell angekündigt wurde Marvel’s Blade im Dezember 2023 von Bethesda Softworks, Marvel Games und Arkane Lyon. Geplant ist ein erwachsenes Einzelspieler Action Adventure aus der Third Person Perspektive, das Eric Brooks als Daywalker in ein von Vampiren heimgesuchtes Paris schickt. Für Arkane Lyon wäre das ein spannender Richtungswechsel gewesen, schließlich steht das Studio vor allem für eigensinnige Immersive Sim DNA wie Dishonored und Deathloop. Dass ausgerechnet dieses Team nun ins Straucheln geraten könnte, dürfte bei vielen Fans Erinnerungen an die Schließung von Arkane Austin nach Redfall wecken.
Der Bericht reiht Arkane Lyon in eine ohnehin schon beunruhigende Liste ein. Auch Compulsion Games, Double Fine Productions, Ninja Theory und Undead Labs wurden zuletzt in Zusammenhang mit möglichen Verkäufen, Ausgliederungen oder Schließungen genannt. Microsoft selbst hatte in einem öffentlichen Xbox Wire Beitrag bereits eingeräumt, dass das eigene Studiosystem überdehnt sei und die Investitionen der letzten Jahre nicht im gewünschten Verhältnis zu Umsatz und Profitabilität stehen. Das klingt weniger nach Power Fantasy und mehr nach Tabellenkalkulation mit Bossmusik.
Eine offizielle Bestätigung zur Zukunft von Arkane Lyon oder Marvel’s Blade gibt es derzeit nicht. Sollte der Bericht stimmen, könnten die kommenden Tage für die Xbox Studios entscheidend werden. Für Spielerinnen und Spieler bleibt damit vorerst nur ein ziemlich unangenehmes Warten auf die nächste offizielle Ansage aus Redmond.




