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Wiesis Warhammer – Age of Sigmar Tagebuch Teil 1

Nach einem ersten Versuch in den 90ern mit Warhammer Fantasy und einer Hochelfenarmee sowie einer Warhammer 40K Necron-Armee in den 2000ern, gab ich es vorerst mal auf in Games Workshops Tabletop Kosmos Fuss zu fassen. Zu groß der Aufwand, zu wenig Zeit sich zum Spielen zu treffen, zu wenig Know-How, viel zu wenig Geduld und billig ist das ganze ja auch nicht gerade. Einige Jahre und Malprojekte in klassischen Brettspielen später, der Kontakt zu Warhammer & Co war dank White Dwarf (Fachmagazin) und YouTube nie ganz abgebrochen, besorgte ich mir am Beginn des ersten Lockdowns eine Startbox zu Warhammer Underworlds (SHOCK2-Review), einem Spiel, dass mehr einem Brett- als einem Tabletopspiel gleicht. Das Feuer war wiedermal entfacht. Einige Fraktionen, Malsessions, und gespielte Partien später wurde uns das Spielbrett jedoch schon etwas zu klein und so besorgten wir uns die neue Warcry-Starterbox, ein System für schnelle und einfache Skirmish-Matches. Nun sollte erst mal Schluss sein, eine neue Warband hier, die tollen Kontrast-Farben da, aber viel noch mehr Zeug, nein Danke! Um das nun ein wenig abzukürzen, Sohnemann und ich basteln gerade an unseren ersten Age of Sigmar Armeen in Form der Soul Wars Box, also dem größten der drei bei Games Workshop erhältlichen Systeme im Fantasy Bereich. Warum aber schau ich mir auch diese wunderbaren, spannenden und viel zu verlockenden Battle-Reports an, ich bin so schwach!

Tabletop-Spieler*innen brauch ich gar nicht erzählen was nun zwischen diesem herrlichen Moment des Besorgens einer neuen Box und dem ersten Spiel steht, nämlich jede Menge Arbeit, oder anders gesagt, das Hobby. Es galt nun Teile, teils sehr klein und sehr filigran, für über 60 Miniaturen aus den Bögen zu zwicken, penibelst von Gussgraten zu befreien, teilweise zusammenzustecken, teilweise zu kleben und das alles unter den gestrengen Augen meiner Söhne, die es kaum erwarten konnten mit den Minis loszuspielen. „Hui, bitte vorsichtig, ach, bitte pass auf das Schwert auf. Nein bitte nicht echt zusammenkrachen lassen wenn sie kämpfen“, meine Nerven, ich sag euch. Und je mehr Miniaturen ich baute, umso mehr stieg die Gewissheit, dass ich diese Figuren zu Lebzeiten wohl nicht mehr bemalen würde.

Einige Sessions, in Summe vielleicht 4-5h, später war es dann geschafft und unsere vorläufigen Armeen der Nighthaunt und der Stormcast Eternals waren zusammengebaut und somit bereit für einen ersten Test. Gewisse Freunde halten da vielleicht nichts davon, aber wir spielen auch mit unbemalten Minis und so bereiteten wir uns gewissenhaft auf die ersten Partien vor. Regelstudium (wobei die Regeln wirklich sehr einfach sind), dazu ein paar Tutorials, bisschen in die Lore vertiefen, Einheiten und deren Fähigkeiten kennenlernen (was schon aufwendiger ist) und so weiter und so fort. Nach dem Zusammenstellen erster, einfacher Armeelisten um die 700 Punkte legten wir los, im ersten Schritt mal ohne Terrain, Zauberer oder Heldenfähigkeiten, wobei wir diese dann in weitern Spielen langsam und behutsam einführten und das Spiel immer mehr ob deren strategischer Vielfalt genossen.

Der nächste große Schritt folgt in den nächsten Tagen, wenn es dann zum Grundieren geht. Die Sprühdose steht bereit, die notwendigen Kartons ebenso und dann muss ja NUR noch gemalt werden, haha! Auch wenn der Blick immer wieder mal auf der Games Workshop Webseite zu anderen Fraktionen und weiteren Einheiten abdriftet, kann ich es nun kaum erwarten demnächst den Pinsel zu schwingen und unsere Armeen auch farblich zum Leben zu erwecken, sofern meine Jungs mich lassen. Auch wenn ich kein besonders talentierter Maler bin, der Prozess macht mir (meist) viel Spaß, beruhigt mich ungemein und am Ende ist das Spielen mit bemalten Minis einfach noch viel schöner, auch wenn nicht jedes Detail passt. Würde mich freuen, wenn Ihr mich auf meinem Weg zu meinen ersten Age of Sigmar Armeen begleitet.

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