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Ubisoft CEO entschuldigt sich für seine Aussage bei den Entwicklern, Gewerkschaftsforderungen trotzdem abgelehnt

Nachdem Ubisoft letzte Woche angekündigt hat, dass Skull and Bones erneut verschoben wird und einige andere Projekte nicht mehr weiterentwickelt werden, meldete sich der CEO Yves Guillemot mit einer Nachricht an seine Angestellten zu Wort. 

In der Mail schrieb er: „Es liegt an euch, diese Aufstellung pünktlich und in der erwarteten Qualität zu liefern und allen zu zeigen, was wir zu leisten können.“ Das kam bei den Entwicklern nicht gut an, da sie das Gefühl hatten, dass die Verantwortung auf sie abgeschoben wird. Auch die Gewerkschaft von Ubisoft Paris rief zu einem Streik auf und forderte neben besseren Arbeitsbedingungen auch eine Gehaltserhöhung passend zur Inflation: „Laut Guillemot: Der Ball ist in unserem Feld (aber das Geld bleibt in seiner Tasche)“ 

Um dem negativen Feedback entgegenzuwirken veranstaltete Ubisoft eine Unternehmensweite Q&A Session um auf Fragen der Mitarbeiter einzugehen. Eine der Fragen lautete: „Der Ball ist jetzt in unserem Spielfeld – jahrelang war er in deinem Spielfeld, warum hast du den Ball so schlecht gehandhabt, dass wir, die Arbeiter, ihn für dich in Ordnung bringen müssen?“ 

Das Meeting wurde auch gleich von Yves Guillemot mit einer Antwort auf diese Frage eröffnet: „Ich habe euer Feedback gehört und es tut mir leid, dass es so wahrgenommen wurde. Wenn ich sage, dass ihr am Zug seid, um unser Line-Up pünktlich und in der erwarteten Qualität auf die Beine zu stellen, möchte ich damit zum Ausdruck bringen, dass ich mehr denn je auf Ihr Talent und Ihre Energie angewiesen bin, um dies zu erreichen.  
Dies ist eine kollektive Reise, die natürlich mit mir selbst und dem Führungsteam beginnt, um die Voraussetzungen für den gemeinsamen Erfolg zu schaffen.“ 

Trotz der Entschuldigung ging er währende des Q&A nicht auf die Forderungen seiner Mitarbeiter oder den angekündigten Streik ein. Jedoch scheint Anika Grant, Chief People Officer bei Ubisoft, bereit eine 4-Tage Woche sowie die geforderte Gehaltserhöhung abgelehnt haben.  

„Es geht nicht darum, mit weniger mehr zu erreichen, sondern Wege zu finden, die Dinge im gesamten Unternehmen anders zu machen“, erklärte Yves Guillemot auf die Frage bezüglich Kosteneinsparungen.  

Ob die Mitarbeiter den Worten von Ubisoft und Yves Guillemot Glauben schenken oder trotzdem Streiken werden, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Doch kämpfen die Mitarbeiter von Ubisoft bereits seit Jahren mit einem toxischen und sexistischen Arbeitsumfeld, das bisher von der Führungsebene auch nur mit leeren Worten kommentiert wurde. Geändert hat sich bisher kaum etwas.  

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