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Special: THEA500 Mini im Hands-on

Nach THEC64 Mini und THEC64 Maxi (inklusive der THEVIC20 Special Edition) ist nun der THEA500 Mini erschienen. Anders als der Name vermuten lässt, werden, wie bei den Vorgängerkonsolen, mehrere Generationen an Amiga-Hardware unterstützt. Während die C64 Reinkarnationen rückwärts kompatibel zum VC-20 waren, ist der Mini-Amiga 500 aufwärtskompatibel zum Amiga 1200 und sogar zu dem gefloppten CDTV und die, durch die vorzeitige Pleite von Commodore, nie wirklich eine Chance erhaltende Amiga CD32 Konsole.

Lieferumfang

Neben dem handlichen Nachbau des Amiga 500 liegen der Verpackung noch eine USB-Maus, ein Gamepad, ein 1,8 Meter langes HDMI- und ein gleich langes USB-Kabel zum Anschluss an einem nicht mitgelieferten 5V/ 1A-USB-Stromadapter bei. Wie schon beim THEC64 Mini ist die Tastatur reine Attrappe, aber bis ins Detail sehr gut nachempfunden. Auch das Gehäuse ähnelt, bis auf die Schriftzüge (kein Commodore- und Amiga-Logo, dafür ein THEA500-Schriftzug), dem Original, sogar die zwei LED-Leuchten in Rot für Power und Grün für das Diskettenlaufwerk sind vorhanden und funktionieren.

Das sechs Tasten-Gamepad ähnelt dem des Amiga CD32, ist aber besser verarbeitet und lässt sich besser bedienen.Die USB-Maus ist etwas kleiner als die Amiga-Tank-Maus, lässt sich ansonsten aber kaum vom Original unterscheiden. Auch die Haptik ist sehr ähnlich. Zum Glück wird Anstelle einer Kugel mit einem Infrarotsensor die Bewegungen erkannt.

Früher gab es Mäuse die als Richtungserkennung eine kleine Kugel besaßen, die drei Räder im inneren der Maus bewegte, womit die Richtung an den Rechner übertragen wurde. Einmal im Monat durfte die Maus gereinigt werden, da sich der ganze Dreck an den Rädern verfangen hatte.

Das Menü

Bis der THEA500 Mini hochgefahren ist, dauert es ungefähr 15 Sekunden. Beim ersten Einschalten kann die Menüsprache und die Bildwiederholfrequenz 50/ 60 Hz (PAL/ NTSC) eingestellt werden, welches später jeder Zeit wieder im Optionsmenü geändert werden kann, empfohlen werden 50Hz, da viele der 25 Spiele aus der PAL-Region stammen, danach erscheint das Spielekarussell mit den vorinstallierten 25 Spielen, die mit ihrem jeweiligen Boxset-Cover dargestellt werden.

Alien Breed 3D (1995/ Team 17/ 3D-Shooter/ Amiga Joker 89%)
Alien Breed: Special Edition ’92 (1992/ Team 17/ 2D-Shooter/ Amiga Joker 80%)
Another World (1991/ Delphine Software/ Adventure/ Amiga Joker 81%)
Arcade Pool (1994/ Team 17/ Billard/ Amiga Joker 60%)
ATR: All Terrain Racing (1995/ Team 17/ Rennspiel/ Amiga Joker 82%)
Battle Chess (1988/ Interplay/ Schach/ ASM 9/12)
Cadaver (1990/ Bitmap Brothers/ 2d-Action Adventure/ Amiga Joker 91%)
California Games (1988/ Epyx/ Fun-Sport/ Power Play 73%)
The Chaos Engine (1993/ Bitmap Brothers/ 2D-Action Shooter/ Amiga Joker 85%)
Dragons Breath (1990/ Outlaw/ 2D-Action Strategie/ Amiga Joker 87%)
F-16 Combat Pilot (1989/ Digital Integration/ Flugsimulation/ Power Play 84%)
Kick Off 2 (1990/ Dino Dini/ Fussball/ Amiga Joker 88%)
The Lost Patrol (1990/ Shadow Entertainment/ 2D-Action/ Amiga Joker 62%)
Paradroid 90 (1990/ Graftgold/ 2D-Action/ Amiga Joker 62%)
Pinball Dreams (1992/ Digital Illusions/ Pinball/ Amiga Joker 86%)
Project-X: Special Edition 93 (1993/ Team 17/ 2D-Shooter/ Amiga Joker 78%)
Qwak (1993/ Team 17/ Jump ´n´ Run/ Amiga Joker 77%)
The Sentinel (1987/ Firebird/ 3D-Strategie/ Power Play 90%)
Simon the Sorcerer (1993/ Adventure Soft/ 2D-Adventure/ Amiga Joker 86%)
Speedball 2: Brutal Deluxe (1990/ Bitmap Brothers/ Sci-Fi-Sport/ Amiga Joker 90%)
Stunt Car Racer (1989/ MicroStyle/ Motorsport/ Amiga Joker 80%)
Super Cars II (1991/ Magnetic Fields/ Rennspiel/ Amiga Joker 87%)
Titus The Fox: To Marrakech and Back (1992/ Titus/ Jump ´n´ Run/ Amiga Joker 78%)
Worms: The Director’s Cut (1997/ Team 17/ 2D-Strategie/ Amiga Games 94%)
Zool: Ninja Of The „Nth“ Dimension (1992/ Gremlin/ Jump ´n´ Run/ Amiga Joker 83%)

Die Spiele decken einen großen Teil unterschiedlicher Genres ab und sind häufig gut bis sehr gut von der Fachpresse benotet worden. Allerdings sind alle Spiele nur in der englischen Version vorhanden, die deutschen Übersetzungen fehlen leider.

Wählt man ein Spiel aus, erscheinen ein paar Informationen zum Spiel auf dem Bildschirm. So bekommt man eine kurze Übersicht zum Spiel, über die Steuerungsmöglichkeiten (Pad, Maus) und die Anzahl der Spieler angezeigt. Wer mehr Informationen zu einem Spiel haben möchte, muss auf die Webseite von Retro Games ausweichen. Dort wird sowohl die Steuerung als auch die Spielanzeigen (HUD) in englischer Sprache erklärt. Wie in einem Handbuch werden zusätzlich Hintergrundgeschichten und nutzvolle Infos angezeigt, die einen leichteren Einstieg in das Spiel geben können und auch im Infobereich der Spiele auf der Konsole sehr gut aufgehoben gewesen wären.

Hat man bereits einen Spielstand abgespeichert, je Spiel können bis zu vier Speicherstände angelegt werden, kann der Spielstand mit Steuerkreuz nach unten angezeigt und geladen werden. Während des Spiels kann zu jeder Zeit an der aktuellen Stelle durch Drücken des Home-Knopfs das Spiel unterbrochen und mit Steuerkreuz nach unten gespeichert werden. Das Spiel wird dann automatisch beendet. Alternativ kann mit erneutem Drücken der Home-Taste das Spiel fortgesetzt werden.

Das Optionsmenü

Das Optionsmenü ist im Auswahlmenü über die Menü-Taste aufrufbar. Hier wird auch das Gerät heruntergefahren. Es wird empfohlen den THEA500 Mini danach vom Strom zu nehmen, da die USB-Ports weiter mit Strom versorgt werden.

Unter Anzeigeoptionen kann das Bild über drei Einstellungsmöglichkeiten an den eigenen Geschmack angepasst werden. Das Bild kann pixelgenau ausgegeben, in mittlerer Zoom Größe (weniger schwarzer Fläche um das Spiel) oder an den Bildschirm angepasst (schwarze Balken nur noch links und rechts vom Spiel) werden, wobei das Original-Seitenverhältnis nicht geändert wird. Ebenso lässt sich der CRT-Effekt (simuliert Scan Lines) und die Bildschirmglättung (glättet das Bild, damit es auf großen Bildschirmen weniger blockig aussieht) ein- und ausschalten.

Unter System-Optionen kann die Maus-Empfindlichkeit und die Musik-Lautstärke angepasst werden, sowie den LEDs ein ähnliches verhalten, wie bei echten Amigas verpasst werden, das heißt, beim Laden eines Spiels blinkt die grüne LED, ansonsten ist sie aus.

Unter den erweiterten Optionen findet man zwei wichtige Einstellungen. Unter Fernseheinstellungen kann die anfängliche Hz-Einstellung geändert werden, also entweder auf 50 Hz oder 60 Hz Bildwiederholfrequenz, manche Monitore können nur 60 Hz, was dazu führt, dass viele Spiele schneller laufen als vom Entwickler vorgesehen. Ebenso kann hier Bildränder aktiviert werden, die bei unterstützen Fernsehern ein volles 720p-Bild ohne Abschneidung anzeigen lassen. Als zweite Option lässt sich der Expertenmodus aktivieren, der zusätzliche Spieleinstellungen erlaubt. Ist der Expertenmodus aktiviert, lassen sich bei eigenen Spielen zusätzliche Optionen auswählen.

Die Emulation

Laut Heise steckt im THEA500 Mini ein Allwinner Technology H6 SoC mit einer ARM Cortex-A53 CPU mit 1,8 GHz Quad Core und einer Mali-T720 GPU mit einem 650 MHz Dual Core Prozessor, die gemeinsam auf 512 MB DDR3 Speicher zugreifen. Ähnliche Boards gibt es zum Beispiel als Orange Pi 3 vom gleichen Hersteller, die bis zu 2GB Speicher verbaut haben können. Die GPU wurde zum Beispiel in das 2019 erschienene Amazon Fire 7 oder in den 2017 erschienenen Huawei Smartphones der Y-Reihe verbaut. Laut Wikipedia sind mit so einem Board 4K Videos mit bis zu 60 FPS abspielbar und sollte damit genügend Power haben, um auch einen bis zu 37 Jahren alten Rechner emulieren zu können. Als interner Speicher wurden 256 MB NAND Flash Speicher verbaut, auf dem die Spiele abgespeichert wurden.

Die vorinstallierten Spiele starten schnell und nutzen den schnellen Flashspeicher aus. Langwierige Ladesequenzen sind während des Spielens kaum vorhanden und fallen teilweise sogar, wie bei Battle Chess, komplett weg. Alien Breed 3D läuft zwar flüssig in einem für damalige Zeiten großen Fenster, bei meinem 55 Zoll Fernseher habe ich im Pixelbrei, trotz kleinem Spielbildschirm, allerdings kaum noch etwas von der Umgebung erkennen können, so dass ich fast zwei Minuten benötigt habe, um wieder aus dem Pool, der ziemlich am Anfang des Spiels vorkommt, herauszukommen. Deutlich besser sieht das Spiel auf einem kleinen 19 Zoll Monitor aus. Bei Pinball Dreams gibt es einen kleinen, aber bemerkbaren, Lag, der die Pedals des Flippers etwas träge erscheinen lassen. Ansonsten sind mir keine negativen Effekte an der Grafik aufgefallen, dank der Beibehaltung des 4:3 Formats sieht alles so aus, wie es damals gewollt war. Wurde aus Versehen auf NTSC umgestellt, werden die Spiele deutlich schneller, so kommt der Plattformer Zool einem Sonic schon sehr nahe.

Zusätzliche Spiele mit WHDLoad

Retro Games lässt es auch diesmal wieder zu eigene Spiele auf USB-Stick zu spielen. Anstatt wie bei den C64-Nachbauten auf Disketten-, Modul- oder Cassetten-Images zurückzugreifen, wird hier auf WHDLoad gesetzt.

WHDLoad gibt es bereits seit 1996 und ist ein Softwarepaket für Amiga Hardware und Emulatoren, dass die Installation von Software auf einer Festplatte vereinfacht und Hardware-Inkompatibilitäten vermeidet, da WHDLoad grundsätzlich das Amiga-Betriebssystem umgeht und die ursprüngliche Pragrammumgebung simuliert. Mit WHDLoad können sogar Spiele von einer Festplatte gestartet werden, die eigentlich gar nicht mit einer Festplatte kompatibel sind, dafür wird ein Image der Diskette(n) und das passende WHDLoad Paket benötigt.

Für den THEA500 Mini wurde ein eigenes WHDLoad Programm geschrieben, welches sich von der Webseite herunterladen lässt. Das .zip-File wird auf einem USB-Stick, welcher im FAT32 oder exFat-Format formatiert werden muss, entpackt und ist somit einsatzbereit. Um die Funktion testen zu können, gibt es auf der Webseite die Unterrubrik Bonus USB games, wo bereits der kommerzielle 3D-Shooter Citadel (1995/ Virtual Design/ Amiga Joker 77%) kostenlos herunterladbar ist. Im Laufe der Zeit sollen mehr Spiele hinzugefügt werden. Diese Datei muss dann in den Ordner THEA500-Games entpackt werden und man erhält, neben einem PDF-Manual, eine .lha-Datei. Da der Name der Datei im WHDLoad hinterlegt ist, darf dieser nicht geändert werden, da es sonst zu Fehlern beim Starten des Spiels kommt. Ist der USB-Stick am THEA500 Mini angeschlossen und WHDLoad wird vom System erkannt, erscheint im Spiele-Karussell ein USB-Stick Symbol.

Öffnet man dieses wird im THEA500-Games Ordner die Citadel Datei angezeigt. Ist im Menü die erweiterten Spieleinstellungen aktiviert, können nach bestätigen der Datei und dem Menü-Knopf weitere Einstellungen passend zum Spiel gemacht werden. Neben der Auswahl zwischen PAL und NTSC, gibt es hier Einstellungen für die Spielbildgröße, den Blitter Modus (Amiga Coprozessor der Kopiervorgänge im Grafikspeicher ausführt), den Copper (Amiga Coprozessor für Videologik) oder CPU JIT (Just-in-Time zur beschleunigen der CPU auf Kosten der Kompatibilität), das Anpassen der Mausgeschwindigkeit und die Zuordnung von zur Verfügung stehenden Chip Ram und Fast Ram in acht Varianten, vom nackten Amiga 500 mit 512 KByte Chip Ram bis hin zu insgesamt 10 MB RAM, möglich. Ebenso lassen sich die beiden Steuerungs-Anschlüsse konfigurieren, die entweder eine Maus, ein Joystick oder das CD32-Pad sein können.

Der THEA500 Mini unterstützt andere USB-Controller, so funktionierte zum Beispiel ein mit einem USB-Kabel angeschlossener Xbox One Controller problemlos, PS5 Controller wurden allerdings nicht erkannt. Ebenso funktionieren die Joysticks für ein passenderes Spielgefühl vom THEC64 oder von anderen Herstellern problemlos.

Werden die Einstellungen verlassen, kann Citadel, welches vor kurzem erst ein großes Update auf Version 1.3 bekommen hat, wobei einige Fehler ausgebessert und das Gameplay sowie die Steuerung etwas angepasst wurden, mit der Home-Taste gestartet werden. Auch Citadel läuft hervorragend auf dem System und lässt sich gut mit dem GamePad und noch besser mit Maus und Tastatur steuern. Das Spiel ist eigentlich für Amiga 500 ab 1 MB Speicher erschienen und sieht dafür richtig gut aus.

Eigene Spiele hinzufügen

Besitzt man bereits eigene WHDLoad-Spiele, müssen diese nur in das THEA500-Games Verzeichnis kopiert werden, dabei ist zu beachten, dass die Datei im .lha-Format vorliegt und bereits sowohl das Spiel als auch die WHDLoad-Slave-Datei zusammengeführt wurden. Das Zusammenführen der Dateien funktioniert nur in einer WHDLoad-Umgebung. Die Dateien auf der WHDLoad-Webseite beinhalten keine Spiele und funktionieren somit nicht am THEA500 Mini.


Flug der Amazon Queen einmal am THEA500 und einmal an einem echten Amiga 1200

Bei den WHDLoad Spielen kann das Laden schon mal etwas länger dauern, danach läuft aber alles einwandfrei, vorausgesetzt das Spiel wird auch erkannt und gestartet. Bei manchen Spielen bleibt der Bildschirm einfach schwarz und trotz längerem Warten, startet das Spiel nicht. Ein guter Anhaltspunkt beim Starten von WHDLoad Spielen ist die Power LED-Leuchte, bleibt diese aus, funktioniert das Spiel nicht. Mit der neuen WHDLoad Version 1.01 für den THEA500 Mini soll die Anzahl der Spiele, die nicht funktionieren, aber schon reduziert worden sein. Sollte ein THEA500 Mini beim Starten eines Spiels angezeigt werden, wurde das Spiel ebenfalls nicht erkannt, kann aber trotzdem funktionieren. Es wird nur langsamer geladen und profitiert nicht von der Vorkonfiguration in WHDLoad und kann sich in der Spielgeschwindigkeit vom Original unterscheiden.

Fazit

Pro
Der THEA500 Mini muss meines Erachtens in zwei Teile bewertet werden. Als Minikonsole mit den vorinstallierten 25 Spielen macht es eigentlich alles richtig. Die Miniaturausgabe sieht dem Original Amiga 500 sehr ähnlich, die Maus im Tank-Design lässt einem das Retroherz höher schlagen und das Gamepad im CD32 Look ist deutlich besser als das Original. Die Spieleauswahl deckt einen großen Teil der damaligen Genres ab, auch wenn einige Klassiker fehlen und keine anderen Sprachen außer Englisch unterstützt werden. Die Software-Tastatur erfüllt bei seltenen Tastatureingaben ihren Zweck. Wer einen USB-Hub besitzt, kann zusätzlich neben dem USB-Stick auch noch eine Hardware-Tastatur anschließen, um in den vollen Genuss der Amiga-Spiele zu kommen, ohne ständig etwas tauschen zu müssen. Im Gegensatz zum Namen werden alle Commodore Amiga Systeme unterstützt, inklusive CDTV und CD32. Die Emulation funktioniert sehr gut und die Idee mit den USB-Bonus-Games ist eine sehr schöne Sache, um weitere Spiele problemlos ausprobieren zu können. Bis hierhin eine klare Kaufempfehlung, da der THEA500 Mini einer der besten Minikonsolen auf dem Markt ist.

Contra
Der zweite Teil, der in die Bewertung miteinfließen muss, ist das Hinzufügen eigener Spiele. Der Vorteil von WHDLoad liegt klar auf der Hand. Die Spiele sind sofort einsatzbereit und es müssen keine Konfigurationen am System für die einzelnen Spiele eingestellt werden. Auch zusätzliche Lizenzkosten für die Kickstarter ROMs (Firmware der Amiga Modelle) fallen weg. Dank WHDLoad sind die passenden Konfigurationsdateien schon beigefügt und es werden keine weiteren Kenntnisse zur Konfiguration benötigt und das lästige Diskettenwechseln fällt ebenfalls weg. Aber wer bisher keine WHDLoad-Umgebung besitzt, dafür ist mindestens ein Amiga-Emulator notwendig, hat es schwer legal an Spiele zu gelangen, da WHDLoad-Spiele noch recht selten vorkommen und nur in einer WHDLoad-Umgebung zusammengeführt werden können. Wer so eine Umgebung bereits besitzt, braucht dann eigentlich keinen THEA500 Mini mehr. Auf itch.io (willkürlich Spiele ausgesucht, da nicht direkt suchbar) habe ich nur eine Handvoll Spiele gefunden, die sofort WHDLoad Packages angeboten haben. Für manche Spiele gibt es noch keine WHDLoad-Dateien und können somit gar nicht erst gespielt werden. Einfacher wäre es gewesen mit .adf-Dateien zu hantieren, diese werden immer beim legalen Erwerb angeboten und wären sofort einsatzbereit. Sollten Spiele mehrere Disketten benötigen, kann man diese im Vorhinein mit einbinden, das funktioniert bei Emulatoren einwandfrei. Sollte dann mal ein Spiel nicht funktionieren, muss eine andere vorgegebene Konfiguration geladen werden bis das Spiel funktioniert. Etwas umständlich aber am Ende für alle Beteiligten besser. Natürlich können auf dubiosen oder halbwegs legalen Seiten WHDLoad-Spiele komplett heruntergeladen werden, die dann auch funktionieren, damit werden aber Entwickler*innen, die noch immer für Amiga Spiele programmieren, nicht unterstützt.

Sollte sich beim Support mit WHDLoad zukünftig nicht etwas ändern, ist das hinzufügen eigener Spiele auf legalem Weg eher enttäuschend als es mit .adf-Dateien der Fall gewesen wäre.

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Weiter lesen:

Dirks wunderbares Retroeck (Nummer 7)

Eventbericht: Amiga34 – Wo Vergangenheit auf Zukunft trifft

RETRO: Uli Bäer – I hab an Amiga (Der österreichische Kultsong zum Heimcomputer)

 

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