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Review: Yakuza Like a Dragon

Yakuza: Like a Dragon ist zwar mittlerweile der siebte Teil der Reihe, jedoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Das Spiel ermöglicht durch seinen neuen Hauptcharakter einen hervorragenden Einstieg in die Serie. Auch das Gameplay hat sich diesmal komplett gewandelt und ist nun kein Brawler mehr, sondern ein rundenbasiertes JRPG.

Ichiban Kasuga ist ein loyales junges Mitglied der Yakuza in Rotlichtviertel von Tokyo. Mit 19 opfert er sich für seinen Klan und geht ins Gefängnis. Jahre später wird er aus dem Gefängnis entlassen und findet sich verstoßen von der Yakuza und obdachlos in Yokohama wieder. Ichiban muss sich nun wieder aus der Gosse herauskämpfen und versucht herauszufinden, was in den letzten Jahren geschehen ist.

Die Geschichte von Yakuza: Like a Dragon ist wie für die Serie üblich mitreisend und gut erzählt. Jedoch nimmt sich die Handlung dafür auch sehr viel Zeit. Wer also keine Lust auf lange Zwischensequenzen mit hauptsächlich Dialogen hat, wird bei Yakuza vermutlich nicht glücklich werden. Wer sich darauf jedoch einlässt, kann tief in die Welt der Yakuza abtauchen. Besonders die japanische Sprachausgabe trägt einen großen Teil zur Immersion bei.

Auch die Nebenmissionen, Nebencharaktere und Partymitglieder sind sehr tiefgründig, erzählen oft kleine, persönliche Geschichten und führen euch immer weiter in die Welt von Yokohama ein. Doch natürlich fehlt es auch diesmal nicht an abgedrehten Nebenaktivitäten. So könnt ihr in einem Mario Kart ähnlichen Minispiel durch das Viertel rasen oder einfach eine Runde Karaoke singen. Oder ihr rettet einen Hummer vor seiner Zubereitung und gewinnt so einen neuen Freund. Eure gewonnenen Freundschaften könnt ihr in Kämpfen mit einem Anruf zur Hilfe rufen.

Yakuza: Like a Dragon gelingt es unglaublich gut das moderne Setting in ein JRPG zu verwandeln, ohne etwas vom altbekannten Yakuza Charm zu verlieren. Die Kämpfe sind zwar dadurch etwas langsamer, jedoch haben sie wenig von ihrer Wucht verloren. Eure Partymitglieder schnappen sich bei Angriffen auch mal umliegende Gegenstände wie Fahrräder, um damit auf eure Gegner einzuprügeln. Was das System an Geschwindigkeit verloren hat, macht es durch verrückte Fähigkeiten und Beschwörungen wieder gut. So kann Nanba beispielsweise seine Gegner mit Bohnen bewerfen, um so einen Taubenangriff auszulösen.

Zwar sind die Kämpfe Rundenbasiert, jedoch heißt das nicht, dass ihr euch deshalb ewig Zeit lassen solltet. Liegt ein Gegner beispielsweise am Boden, solltet ihr schnell mit eurem nächsten Angriff nachsetzen. Generell müsst ihr während der Kämpfe aktiv bleiben, denn um einen gegnerischen Angriff zu blocken oder eine Fähigkeit auszuführen, kommt es oft auf einen Tastendruck im richtigen Moment an. Wer darauf keine Lust hat, kann allerdings auch der KI die Kontrolle über Kämpfe überlassen.

Die Dungeons sind leider etwas lieblos gestaltet und bieten wirklich nur die Möglichkeit eure Gruppe zu trainieren. Spätestens im letzten Drittel des Spiels, müsst ihr diese Dungeons leider öfter absolvieren, denn ein weiteres Problem von Yakuza: Like a Dragon ist der hohe Anstieg des Schwierigkeitsgrads. Auch das Jobsystem wirkt leider etwas überflüssig. Zwar gibt es durchaus interessante Jobs mit starken Fähigkeiten, jedoch ist man meistens mit der Standardklasse ganz gut beraten und wechselt lieber einfach einen Charakter aus.

Fazit

Wertung - 9

9

Yakuza: Like a Dragon gelingt es hervorragend die Reihe in ein JRPG zu verwandeln und ermöglicht einen guten Einstieg in die Reihe. Ichiban ist ein witziger neuer Hauptcharakter, die Kämpfe haben es in sich und in Yokohama gibt es viel zu entdecken. Yakuza: Like a Dragon bietet eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Fantasy Settings in RPGs. Wer sich von der teilweise abgedrehten Darstellung nicht abschrecken lässt, kann mit dem Spiel viel Spaß haben.

Genre: JRPG
Entwickler: Sega
System: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X, PC
Erscheint: 10. November 2020
Preis: ca. 60 Euro

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