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Review: X-Men: House of X & Powers of X (2)

Der wilde Ritt geht weiter. Im zweiten Band von X-Men: House of X & Powers of X macht Starautor Jonathan Hickman da weiter, wo er im letzten Band aufgehört hat. Er nimmt sich den beliebten Mutanten an und verändert mal mir nichts, dir nichts den Status Quo des Marvel-Universums.

Moira MacTaggart erhält eine alternative Origin-Geschichte | © Panini Comics

Der zweite Sammelband umfasst drei US-Heftausgaben, darunter House of X #2 sowie Powers of X #2 und #3. Die beiden Serien, die parallel zu lesen sind, um die Gesamtstory verstehen zu können, zeigen in House of X #2 eine neue alternative Origin-Geschichte von Moira MacTaggart, die wohl für den weiteren Fortgang der Geschichte von großer Wichtigkeit sein dürfte. Die anderen beiden Ausgaben widmen sich der etwas verschwurbelten und sehr komplexen Zukunftsstory.

Zur Erinnerung: Die beiden ineinander übergehenden Serien, spielen auf insgesamt drei Zeitebenen: Der Gegenwart, der nahen Zukunft (100 Jahre später) und der weit entfernten Zukunft (1000 Jahre später). In der Gegenwart haben sich die Mutanten vereint und auf die lebende Insel Krakoa zurückgezogen und versuchen abseits der Menschen als Homo superior, quasi als nächster Schritt in der Evolution, das Ende der Menschheit abzuwarten und sich gegebenenfalls auf eine mächtige Gefahr in der Zukunft zu konzentrieren: den Maschinen. Hier kommt Moira ins Spiel, die als Mutantin in einer Art Zeitschleife lebt und nach ihrem Tod in ihrer zuvor erlebten Vergangenheit wiedergeboren wird – mit dem Clou, dass sie sich an ihre vergangenen Leben erinnern kann und all das Wissen daraus in die nächste Reinkarnation mitnimmt. In den beiden zukünftigen Zeitebenen erleben wir den Aufstieg der Maschinen beziehungsweise der Sentinels und des scheinbar allmächtigen Wesens Nimrod.

Jonathan Hickman erweitert im zweiten Sammelband seine durchaus komplex zu lesenden Zeitebenen gekonnt, wodurch schön langsam ersichtlich wird, wohin er mit seiner Geschichte hinsteuert. Einzig die Frage bleibt bestehen, ob die Geschichte diese Komplexität wirklich gebraucht hätte beziehungsweise ob sie nicht zuweilen etwas aufgesetzt wirkt. Gelegentlich hatten wir nämlich den Eindruck, dass wir durch seine Erzählweise von einer simpleren, narrativen Prämisse abgelenkt werden sollen. Sei’s drum! Ein finales Urteil wird wohl erst am Ende der Story, nach dem Lesen des vierten Sammelbandes, zu fällen sein.

Auch Magneto hat die Zukunft gesehen | © Panini Comics

Fazit:

X-Men: House of X & Powers of X (2) macht, wie schon sein Vorgänger, Spaß. Die großartigen Zeichnungen und Farbgebungen untermalen Hickmans Schreibstil wunderbar und ergänzen sich hervorragend. Der Erzählstil des Autors wird nicht jedermanns Cup of Tea sein, was er aber auch gar nicht erst zu sein versucht. Denn: Der Autor versucht seine Vision der Geschichte zu erzählen und macht dabei keine Kompromisse, wodurch auch der zweite Band wohl kein Superhelden-Comic für zwischendurch ist. Hier wird dem Leser seine volle Konzentration abverlangt – und das ist auch gut so!

Kurzinformationen
Seiten: 116 Seiten
Preis: 13,99 Euro
Autor: Jonathan Hickmann
Zeichner: Pepe Larraz und R.B. Silva 
Verlag:
Panini Comics/Marvel Comics

Review: Band 1

Review: X-Men: House of X & Powers of X (1)

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