Review: Teenage Mutant Ninja Turtles: Splintered Fate
2024 feieen die Teenage Mutant Ninja Turtles (TMNT) ihr 40. Jubiläum. Seid vier Jahrzehnten kämpfen sich Leonardo, Michelangelo, Donatello und Raphael durch Comics, TV-Serien, Kinofilme und seit 1989 auch vielen Videospielen. Allein 2024 gab es gleich drei Neuzugänge in der langen Liste an Spielen. Viel beachtet war dabei Teenage Mutant Ninja Turtles: Splintered Fate, das zuerst für Apple Arcade auf iPhone, iPads, AppleTV und am Mac spielbar war, später eine Switch Version bekam und nun auch für den PC und dem Steam Deck auf Steam gelandet ist.
In New York City sind seltsame Dinge im Gange. Der Regen ist heftig und die Nacht scheint ewig zu dauern. Splinter, der geliebte Meister der Turtles ist auf mysteriöse Weise verschwunden. Die Vermutung liegt nahe, dass Shredder, ihr ewiger Rivale, etwas damit zu tun hat, aber es scheint noch etwas Seltsameres im Spiel zu sein. Überall in der Stadt tauchen Portale auf und jedes Mal, wenn einer der Turtles im Kampf überwältigt wird, wird er in sein Zuhause in der Kanalisation zurückgeschleudert. Mit aller Entschlossenheit, die sie aufbringen können, beschließen sie, dass es Zeit ist, zu trainieren, Splinter zurückzuholen und herauszufinden, was zum Schildkrötenpanzer hier los ist. Auf ihrem Weg treffen sie auf alte Freunde und Feinde, was für nostalgische Momente sorgt. Die Dialoge sind humorvoll und fangen den Geist der Originalcomics bzw. Serie gut ein.
Das Spielprinzip von TMNT: Splintered Fate erinnert sehr stark an den Indie-Hit Hades, wobei die Spieler sich durch verschiedene Biome kämpfen, um ihren entführten Meister Splinter zu retten. Jede Spielrunde führt durch eine Reihe von Räumen, die jeweils mit Gegnern und Belohnungen gefüllt sind. Am Ende jeder Runde wartet ein Bosskampf, der die Fähigkeiten der Spieler auf die Probe stellt. Die Belohnungen umfassen verschiedene Kräfte, die auf Elementen wie „Ninja“, „Utrom“ und „Ooze“ basieren und die Angriffe und Fähigkeiten der Turtles immer weiter verstärken.
Ein Highlight des Spiels ist die gelungene Integration der TMNT-Welt. Die Kämpfe finden auf den Straßen von New York und den Dächern der Stadt statt, wobei die Spieler gegen bekannte Feinde wie den Foot Clan und die Mousers antreten. Diese moderne Kulisse verleiht dem Spiel eine frische Atmosphäre, die sich von den vielen Fantasy-Roguelikes und eben auch vom großen Vorbild Hades abhebt.
Die Grafik und das Design des Spiels sind ansprechend und fangen den Charme der Turtles perfekt ein. Die Charaktermodelle und Umgebungen sind detailreich und farbenfroh gestaltet, was das Spiel visuell ansprechend macht. Die Steuerung ist präzise und reaktionsschnell, was in einem Spiel dieses Genres unerlässlich ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Koop-Modus, der es Spielern ermöglicht, gemeinsam mit Freunden zu spielen. Dies ist besonders für Fans der Turtles ein großer Vorteil, da das gemeinsame Spielen von jeher ein zentraler Bestandteil der TMNT-Erfahrung ist. Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte. Die Netzwerkstabilität im Multiplayer-Modus lies bei unserem Test einige male zu wünschen übrig, was zu Frustrationen führen kann.
Ein weiterer interessanter Aspekt des Spiels ist das Fortschrittssystem. Spieler können ihre Turtles mit verschiedenen Fähigkeiten und Ausrüstungen anpassen, was für eine hohe Wiederspielbarkeit sorgt. Jede Runde ist anders, da die Räume und Gegner zufällig generiert werden. Dies hält das Spiel sehr lange frisch und herausfordernd. Die Musik und Soundeffekte tragen ebenfalls zur Atmosphäre bei. Die Soundtracks sind energiegeladen und passen perfekt zu den actionreichen Kämpfen. Die Soundeffekte sind knackig und verstärken durch ihre räumliche Abmischung das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.
Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es auch einige Schwächen. Die Lernkurve kann für Neulinge im Roguelike-Genre steil sein und das Spiel kann manchmal frustrierend schwer werden. Das ist wirklich schade, den eigentlich ist dieses Game das perfekte Roguelike für einen Familien-Spieleabend. Außerdem könnten einige Spieler die zufällige Natur der Level-Generierung als unfair empfinden, da sie manchmal zu unvorhersehbaren und schwierigen Situationen führen kann.
Fazit:
Wertung: - 7.5
7.5
Cowabunga!
Es ist unmöglich, Splintered Fate nicht mit Hades zu vergleichen; es ist nur eine Frage, ob man sich lieber an Ambrosia oder Pizza laben möchte. Die Geschichten sind ähnlich fragmentiert und werden in zufälligen Häppchen erzählt, und überraschenderweise passt die allgemeine Seltsamkeit von TMNT gut in dieses Format. Für Fans der vier Turtles besteht ein Teil des Reizes darin, dass man nicht weiß, wann die Lieblingscharaktere (und einige obskure Nebencharaktere) auftauchen werden, aber wir wissen, dass sie es irgendwann tun werden. Egal ob ihr Fan der Comics, der Zeichentrickserien aus den 80er- und 90er-Jahren oder auch der Turtles aus verschiedenen Epochen, ihr werdet euch zu Hause fühlen. Insgesamt ist Teenage Mutant Ninja Turtles: Splintered Fate ein gelungenes Spiel, das trotz einiger Schwächen viel Spaß macht. Es bietet eine interessante Mischung aus bekannten und neuen Elementen, die sowohl Fans der Turtles als auch Roguelike-Spieler ansprechen dürften. Die gelungene Integration der TMNT-Welt, die ansprechende Grafik und der spaßige Koop-Modus machen das Spiel zu einem empfehlenswerten Titel, auch wenn es in einigen Bereichen noch Verbesserungspotenzial gibt.
Entwickler: Super Evil Megacorp
Erscheint: erhältlich
System: Nintendo Switch, Microsoft Windows, iOS, Mac OS, tvOS








