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Review: How to Survive

In den letzten Jahren wurden wir förmlich überschwemmt mit Comics, TV-Serien, Filmen und Videospielen mit Zombiethematik. Die Faszination reißt und reißt nicht ab: Die TV-Adaption von The Walking Dead ist beliebter denn je und auf der E3 2014 wurde Dead Island 2 angekündigt. Auch in den Downloadstores gibt es eine Menge Zombie-Inhalte. Eines dieser Downloadspiele ist der Twin Stick Shooter How to Survive, der nach einem Release für PC, PS3 und Xbox 360 nun auch endlich für die Wii U erhältlich ist.

Story? Kann man das essen?

Auf einer verlassenen Insel angespült zu werden mit nicht mehr als der eigenen Kleidung am Leib ist grundsätzlich keine angenehme Angelegenheit. Wenn besagte Insel dann zu allem Überfluss aber auch noch von Untoten bevölkert wird, ist die Katastrophe perfekt und man sollte sich möglichst schnell nach einer Fluchtmöglichkeit umsehen. Das ist die Ausgangssituation, die euch How to Survive präsentiert. Es ist nicht mehr als ein Anlass, um auf Zombieköpfe einzuschlagen, denn das Spiel scheint nicht sehr interessiert daran zu sein, eine Geschichte zu erzählen. Zwar arbeitet ihr kontinuierlich auf ein Ziel – die Flucht von der Insel durch die Reparatur eines Wasserflugzeugs – hin, doch die Story beschränkt sich auf ein Minimum und wartet mit keinerlei Highlights während der ca. 7-stündigen Kampagne auf.

how to survive 1

Kovac’s Rules

Die Spielgrundlagen werden euch von einem maskierten Russen namens Kovac im Rahmen von erheiternden Ratgebervideos erklärt. Die Mechaniken des Spiels sind aber dermaßen stupide und selbsterklärend, dass es eine einfache Texteinblendung auch getan hätte. Das Kampfsystem ist solide, besteht im Wesentlichen aber auch nur aus Buttonmashing auf den Schlag/Schussknopf (je nachdem ob man eine Nah- oder Fernkampfwaffe trägt) und dem gelegentlichen Aufladen einer Attacke durch das Halten des Angriffsknopfes. Besser ist da das recht umfangreiche Craftingsystem, das die Fertigung von diversen Waffen und Rüstungsteilen aus gefundenen Objekten ermöglicht. Um den Überlebensaspekt des Spiels zu verstärken, müsst ihr außerdem regelmäßig Schlafen, Essen und Trinken. Diese Mechanik verliert aber dadurch ihre Bedeutung, dass die Spielwelt dermaßen klein ist, dass die nächste Wasserquelle, der nächste Schlafplatz oder die nächste Nahrungsquelle nie weit entfernt sind.

how to survive 3

Monotone Inselwelt

Die Spielwelt besteht aus mehreren kleinen Inseln, die sich aber alle ähnlich sehen und optische Abwechslung vermissen lassen. Die Bodentexturen sehen besonders matschig aus und wenn man ein paar Büsche mit einer Fackel anzündet, bekommt man besonders hässliche Feuereffekte zu Gesicht. Das Spiel wartet außerdem mit einem gut gelungenen Tag/Nacht-Zyklus auf. Im Dunkeln kommen nämlich besonders gefährliche Mutantenzombies zum Vorschein, die mit dem Licht einer Taschenlampe oder Fackel ferngehalten werden müssen. Abgesehen davon gibt es aber nicht viele Zombietypen, sodass sich die Abwechslung auch hier in Grenzen hält.

how to survive 2

Review Overview

Wertung - 6

6

Eintöniges Zombiekloppen

How to Survive hätte das Potenzial für einen spaßigen Arcade Twin Stick Shooter mit Craftingsystem und Survival-Elementen gehabt, doch leider sind sämtliche Elemente mit Ausnahme des Craftingsystems so lieblos und schlicht langweilig umgesetzt, dass der Spaß bereits im Keim erstickt wird. Zum Glück gibt es aber einen Co-Op-Modus, der ein bisschen witziger ist als das Einzelspielererlebnis. Wer Zombies auf einer Insel bekämpfen möchte, ist mit Dead Island besser beraten.

Genre: Arcade
System: PC, PlayStation 3 (PSN), Xbox 360 (XBLA), Wii U(Nintendo eShop)
Entwickler: EKO Software
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 15 Euro
Alter: 18+

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