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Review: Superman: Red Son

Der DC Comic-Verlag hat eine ganz große Stärke – und die heißt „Elseworlds“. In diesen Geschichten werden die vielen Möglichkeiten untersucht, wie kleine Änderungen berühmte Geschichten oder Helden wie Batman, Superman und Wonder Woman verändern können. Eine der bekannteste, Superman: Red Son, beantwortet eine spannende Frage: Was würde passieren, wenn Kal-Els Raumkapsel nicht in Smallville, sondern in Russland abgestürzt wäre?

Im Jahr 1946 wird ein ein zwölfjähriger russischer Junge davon überzeugt, seine Kräfte zum Wohl des kommunistischen Staates einzusetzen. Was diese Kräfte sind? Unglaubliche Kraft und Fliegen, es handelt sich um den jungen Superman. Jahre später bricht der Kalte Krieg zwischen Sowjetunion und USA aus. Die Amerikaner sind fasziniert von Superman. Der Industrielle Lex Luthor wird von Präsident Eisenhower beauftragt, die Wahrheit hinter Stalins Marionette zu erforschen.

Trotz zunächst simpler Prämisse ist der Film voller Nuancen. Lex Luthor ist skrupellos wie eh und je, aber nicht der klassische Schurke, wie wir ihn aus vielen Filmen kennen. Im Gegenteil: Sein Standpunkt macht jede Menge Sinn. Und das macht die Umsetzung des Comics von Mark Millar so interessant. In Superman: Red Son gibt es kein Gut und Böse, nur Grautöne.

Red Son ist zum größten Teil eine relativ genaue Umsetzung des Comics. Kleine Anpassungen sind die Ausnahmen, gelegentlich gelingt es sogar, besser als die Vorlage zu sein. Das gilt insbesondere für Wonder Womans Auftritte geht. Leider hat der Film einen großen Haken: Das Ende fällt im Gegensatz zum Ausgangsmaterial flach. Es ist zu abrupt, die zuvor aufgezeigten Nuancen fallen weg. Es ist schade, vor allem weil auf den letzten Metern noch ein mieses Gefühl in einem sonst tollen Film erzeugt wird.

Wertung

Fazit - 8

8

Superman: Red Son gehört zu den besten DC-Animationsfilmen. Die Elseworlds-Vorlage ist hervorragend geeignet und und wurde großteils toll umgesetzt. Leider fällt das Ende ziemlich flach, dafür entschädigen die ambivalenten Charakterzeichnungen.

Kurzinformationen
Filmlänge: 84 Minuten
Land, Jahr: USA, 2019
Genre: Animation, Action
Regie: Sam Liu

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