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Review: Star Wars Outlaws (Nintendo Switch 2)

Das ist der Port, den ihr sucht...

Ein Open‑World‑Schurkenabenteuer, das auf Nintendos neuer Konsole überraschend groß rauskommt – technisch stark, atmosphärisch dicht und spielerisch gereift.

Vor Release galt Star Wars Outlaws für die Nintendo Switch 2 als Wackelkandidat. Nach etlichen Stunden mit der finalen Version sagen wir: Ihr könnt die Sorgen getrost ins Sarlaac‑Pit werfen. Der Port ist stabil, sieht überzeugend aus und bringt obendrein Patches sowie die Story‑Erweiterungen gleich mit. In dieser Fassung ist Outlaws genau der „zweite Frühling“, den das Spiel verdient hat – und ja, wir haben’s selbst gespielt.

Kay Vess, Nix und ein großer Coup im Kanon

Die Geschichte ist zwischen Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi‑Ritter angesiedelt – mitten im offiziellen Kanon. Ihr begleitet die Gaunerin Kay Vess und ihren wuscheligen Komplizen Nix von Canto Bight (Planet Cantonica) über neue Schauplätze wie Toshara bis hin zu Klassikern wie Tatooine. Statt Jedi‑Pathos geht’s hier um Heists, Schulden, dubiose Deals und das ständige Ausbalancieren zwischen Syndikaten wie den Hutten, Crimson Dawn oder den Pykes. Der Antagonist Zerek Besh sitzt euch im Nacken – und das Ruf‑System sorgt dafür, dass eure Entscheidungen spürbare Folgen haben: Boni, Abkürzungen, Hilfe im Finale… oder eben Kopfgeldjäger.

On top: In der Switch‑2‑Fassung stecken die beiden Story‑Packs – Wild Card (inklusive Lando Calrissian und einer gepflegten Sabacc‑Runde) sowie A Pirate’s Fortune mit Hondo Ohnaka. Beides fügt sich angenehm in die Hauptstory ein und macht die Version zum inhaltlich rundesten Paket.

Bewährtes Best‑of mit cleverem Begleiter

Outlaws mischt bekannte Zutaten aus Uncharted, Tomb Raider und Assassin’s Creed: Schleichen, Klettern, Deckungs‑Gefechte und kleine Rätsel. Den Unterschied macht Nix: Wir schicken den Kleinen zum Ablenken, Knöpfe drücken, Klauen, Türen öffnen – ein simples, aber vielseitiges Tool, das Missionen dynamischer macht. Wichtig: Was zum Launch 2024 noch für Frust sorgte, wurde überarbeitet. Stealth‑Passagen sind längst nicht mehr „Fail oder Neustart“, sondern optionaler Ansatz – wer auffliegt, kann sich ebenso gut freiballern oder sich verstecken, bis Gras drüber gewachsen ist.

Abseits der Hauptquest warten Nebenaufgaben, Sabacc in den Cantinas, Speeder‑Rennen und Raumkämpfe mit der Trailblazer. Das Speeder‑Gefühl ist klasse, die Dogfights sind knackig, und das Ruf‑System gibt euren Taten Gewicht. Insgesamt kein Genre‑Neustart – aber ein gut kuratiertes Best‑of, das sich erstaunlich „Star Wars“ anfühlt.

 Stabil, hübsch – und ja, mit Raytracing

Die große Überraschung: Trotz mobiler Hardware bringt die Switch‑2‑Version Raytracing‑Effekte (Beleuchtung/Schatten) mit, setzt auf DLSS‑Upscaling und hält ein sehr konstantes 30‑fps‑Ziel – im Dock wie mobil. Das Bild ist dank Upscaling sauber, die Lichtstimmung trägt massiv zur Atmosphäre bei und die Ladezeiten sind kurz. Klar, es gibt vernünftige Kompromisse: etwas geringere Objekt‑/NPC‑Dichte, feinere Details wurden ausgedünnt, in sehr schnellen Speeder‑Passagen kann Vegetation später auftauchen und Charaktermodelle wirken im Vergleich zu PS5/Xbox Series X schlichter. Aber: In Summe wirkt das Paket überraschend hochwertig – gerade im Handheld.

Pluspunkte der Switch‑2‑Fassung: Gyro‑Zielen (hilft den Blaster‑Gefechten spürbar), Touch‑Support in Menüs/Minispielen, sauberes Streaming und ein rundes Audiopaket von Blaster bis Orchester. Das jüngste Update reduziert Pop‑in und visuelle Artefakte noch einmal und glättet kleinere Skript‑/UI‑Ecken.

Ursprünglicher Release & Unterschiede zu PS5/Xbox/PC

Outlaws erschien 2024 zuerst auf PS5, Xbox Series und PC – ordentlich, aber mit Startschwierigkeiten (Bugs, Balance, einzelne Performance‑Themen). Über das Jahr wurden Mechaniken (vor allem Stealth) nachgeschärft und Inhalte ergänzt. Davon profitiert die Switch‑2‑Umsetzung sichtbar: Ihr bekommt das „gepatchte“ Spiel samt Season Pass (also Jabba’s Gambit, Wild Card, A Pirate’s Fortune) direkt in einem Paket.

Technisch hat die Switch‑2‑Version keinen 60‑fps‑Modus wie die „großen“ Konsolen, punktet dafür mit sehr stabilen 30 fps, RT‑Effekten und cleverem Upscaling – unterwegs wie am TV. Wer maximale Detailtiefe/Framerate will, bleibt bei PS5/Xbox/PC. Wer dagegen flexibel spielen möchte (sofa‑docked, Bahn‑handheld) und mit 30 fps glücklich ist, bekommt hier die bislang beeindruckendste portable Outlaws‑Erfahrung.

Physisch, aber doch Download: Der Grund für die  Game‑Key‑Card

Ja, die Retail‑Box enthält keine klassische Cartridge mit vollem Spiel, sondern eine Game‑Key‑Card. Bedeutet: Erst Download, dann muss die Karte zum Start im Slot stecken. Unschön für Sammler – technisch aber nachvollziehbar: Die Snowdrop‑Engine streamt Open‑World‑Daten rasant; das klappt von interner SSD/MicroSD‑Express besser als von Modulen. Die Entscheidung wirkt in der Praxis sinnvoll – der Port profitiert sichtbar vom schnellen Speicher.

Unser Spielerlebnis

Wir haben auf der Nintendo Switch 2 sowohl mobil als auch am TV gespielt. Die stabile Bildrate, die stimmige Beleuchtung und das Gyro‑Zielen machen gerade Gefechte und Erkundung angenehm „snappy“. Pop‑in bei Vollgas‑Speederfahrten ist sichtbar, stört spielerisch aber kaum. Die beiden Story‑Packs liefern schöne Fan‑Momente (hallo Lando, hallo Hondo), und das Ruf‑System sorgt im Finale für spürbare Varianz. Unterm Strich hat uns die Switch‑2‑Fassung positiv überrascht – gerade als „All‑in‑one“-Paket.

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Fazit

Wertung - 8.5

8.5

Die Macht ist in diesem Port stark. Star Wars Outlaws auf der Nintendo Switch 2 ist kein Grafik‑Showcase à la High‑End‑PC, aber ein technisch wie spielerisch erstaunlich rundes Gesamtpaket, das die Stärken des Originals in eine flexible, stabile und atmosphärisch starke Fassung überführt – inklusive Patches und Story‑Nachschub. Wer 2024 skeptisch war, sollte jetzt (wieder) einsteigen.

Genre: Action-Adventure
Entwickler: Massive Entertainment
System: Switch 2 (bereits erhältlich: Windows, Playstation 5, Xbox Series)
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 60 Euro

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