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Review: Star Wars Jedi: Fallen Order – Der dunkle Tempel

Im letzten Jahr erschien mit Star Wars Jedi: Fallen Order für viele ihr Spiel des Jahres. Da auch die Verkaufszahlen mit der positiven Kritik einhergingen, ist es gut möglich, dass wir schon bald einen Nachfolger des Spiels zu sehen bekommen werden. Aber auch abseits des Mediums Videospiele wird fleißig an der IP gearbeitet. So ist ebenfalls ein Prequel-Comic hierzu erschienen, das zwei Charaktere aus dem Spiel näher beleuchten möchte.

Cere Junda scheut keinen Kampf | © Marvel Comics

Jung, mächtig, unkontrolliert

Autor Matthew Rosenberg (Punisher, Hawkeye) und Zeichner Paolo Villanelli (und andere) möchten in dieser offiziellen Vorgeschichte des Spiels die beiden beliebten Charaktere, Jedi-Meister Eno Cordova sowie seinen Padawan Cere Junda, in den Vordergrund rücken. Meister Cordova ist pflichtbewusst und dem Kodex der Jedi verschrieben. Cere Junda dagegen versucht diesem gerecht zu werden, scheint jedoch Schwierigkeiten damit zu haben, ihre Gefühle und Emotionen zu kontrollieren. Dieser innere Konflikt führt dann gleich zu Beginn der Handlung zu Handgreiflichkeiten – ein Umstand, der auf einer diplomatischen Mission zu meiden gewesen wäre.

Die beiden werden daraufhin prompt vom Rat der Jedi zum Rapport gerufen. Dieser ruft Cere ins Gedächtnis, dass Jedi kontrolliert im Einklang ihrer Gefühle handeln müssen und sich nicht von diesen lenken oder bestimmen lassen dürfen. Andernfalls droht ein viel düsterer, dunklerer Weg.

Noch mal Glück gehabt … | © Marvel Comics

Daraufhin wird ihnen eine neue, scheinbar einfache Aufgabe zugeteilt: Sie sollen die Ausgrabungen eines geheimnisvollen Tempels auf dem Planeten Ontotho überwachen. Dort angekommen merken sie jedoch schnell, dass im Umkreis des Tempels einige ungewöhnliche Dinge vor sich gehen, die mit der Macht zu tun haben könnten – und wo die Macht ist, ist für gewöhnlich auch die dunkle Seite nicht weit entfernt.

Angenehm zweckmäßig

Das Prequel verleiht den beiden Protagonisten, Meister Eno Cordova und Cere Junda,  Charakter und Tiefe, die sie im Spiel so nicht erhalten haben. Hier ist zu merken, dass Matthew Rosenberg schon länger im Geschäft ist und genau weiß, was er tut. Die Zeichnungen von Villanelli (und anderen) kommen dagegen nie über das Prädikat „zweckmäßig“ hinaus. Viel zu glatt und lieblos wirken diese im Kontrast zu der verhältnismäßig gut geschriebenen Story.

Die dunkle Seite der Macht ist nie weit entfernt | © Marvel Comics

Fazit:

Star Wars Jedi: Fallen Order – Der dunkle Tempel setzt kein Vorwissen über das Videospiel voraus und ist demnach für alle Star Wars-Fans gleichermaßen angenehm zu lesen. Die Geschichte erweitert die Hauptstory des Spiels gekonnt – ohne jedoch entscheidend für den Fortgang eines möglichen zweiten Videospiels zu sein. Demnach können alle Star Wars-Fans, die mehr von den beiden sympathischen Charakteren wissen möchten, und all jene, die einen Comic für zwischendurch haben möchten, bedenkenlos zugreifen.

Infos:

Verlag: Panini Comics / Marvel
Seiten: 116
Autor: Matthew Rosenberg
Zeichner: Paolo Villanelli (und andere)
Preis: 12-15 Euro

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