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Review: Rune Factory: Guardians of Azuma

Mit Rune Factory: Guardians of Azuma wechselt die Reihe zu einem traditionellen japanischen Setting und bietet einen guten Einstiegspunkt in die Serie. Während ich mir eher ein Farming Spiel in Richtung Stardew Valley erwartet habe, bekam ich eher ein Action Spiel mit Farming Elementen, das aber seinen eigenen Charm hat und mich schnell in seinen Bann gezogen hat. 

Das Spiel startet mit einem Klassiker, denn ihr wacht in einem Dorf auf und habt keine Erinnerungen mehr. Das Dorf hat auch mit einigen Problemen zu kämpfen, denn das Land wird von einer Seuche befallen, die den Runen und damit auch den Göttern ihre Kraft entzieht. Da das Dorf unter dem Schutz der Frühlingsgöttin steht, werdet ihr von dieser natürlich beauftragt das Dorf zu retten und bekommt dafür ein heiliges Relikt. Burgermeister werdet ihr natürlich auch noch. 

Von der Geschichte sollte man sich also keine große Innovation erwarten. Sie treibt zwar das Spiel voran und ist unterhaltsam, doch bleibt recht wenig davon wirklich hängen. Doch kommen wir nun zum Kern des Spiels, dem Gameplay. Das teilt sich in zwei Teile auf, die schön ineinandergreifen. 

Die Stadtverwaltung ist der Farming Teil des Spiels und eure Haupteinnahmequelle. Zu Beginn craftet ihr Felder, pflanzt Samen ein und bewässert die Felder. Mit den heiligen Relikten der Götter könnt ihr nicht nur die Seuche vertreiben, sondern auch eure Ernte beeinflussen. So könnt ihr Pflanzen schneller wachsen lassen oder fertige Pflanzen zu hochwertigeren Samen machen. Schnell kommen neben Feldern noch Geschäfte und Häuser dazu, damit mehr Leute in eure Stadt ziehen. Die Stadtbewohner könnt ihr dann für verschiedene Aufgaben einsetzen, wodurch ihr euch schnell nicht mehr selbst um eure Felder kümmern müsst. 

Habt ihr genug Dorfbewohner, könnt ihr euch um die Optik eures Dorfes kümmern, wofür ihr verschiedene Boni bekommt und das Dorflevel erhöhen könnt. Von diesem Level ist abhängig, wie viele Dorfbewohner ihr aufnehmen könnt. Anders als bei den meisten Farming Spielen, müsst ihr euch hier keine Sorgen um die Jahreszeiten machen, denn das ist hier von der Region abhängig. Relativ schnell schaltet ihr nämlich vier verschieden Dörfer frei, die an ihre Jahreszeit gebunden sind.  

Habt ihr eure Pflicht als Bürgermeister erfüllt, könnt ihr euch auch mit den Bewohnern anfreunden. Mit jedem der Hauptcharaktere könnt ihr einmal pro Tag reden und eine Aktivität unternehmen. Es stehen euch immer 3 verschiedene Aktivitäten zur Wahl und je aufwendiger eine Aktivität ist, umso mehr Zeit nimmt sie in Anspruch, bringt aber auch mehr Punkte. Dadurch steigt das Freundschaftslevel zu einem Charakter, wodurch ihr die Charaktere für eure Party freischaltet. Seid ihr mit einem Charakter gut befreundet, schaltet ihr auch eine Quest frei, wodurch ihr den Charakter noch besser kennenlernt und mit der Zeit auch heiraten könnt. 

Doch nun zum größeren Teil von Rune Factory: der Erkundung der Welt. In Actionkämpfen prügelt ihr euch mit Monstern, um die Seuche weiter zurückzudrängen. Dabei bleibt das Kampfsystem aber recht simpel. Mit eurer Waffe könnt ihr eine klassische 3-er Kombo und einen Aufladeangriff ausführen. Angriffen könnt ihr ausweichen und wenn das Timing stimmt, wird eine Zeitlupe ausgelöst. Die größte Kritik an dem ganzen sind aber die dummen Gegner.  

Rune Factory will zwar eher eine entspannte Spielerfahrung bieten als Spieler vor große Herausforderungen zu stellen, doch gibt es da einen besseren Mittelweg. Denn Gegner laufen einfach auf dich zu, sobald sie dich sehen und greifen an. Was allein zwar noch halbwegs funktioniert, aber sobald man eine Party hat, etwas in sich zusammenfällt. Denn dann wird man oft nicht mehr selbst angegriffen, sondern eben seine Freunde, wodurch man einfach auf Gegner von der Seite schlagen kann und kaum ausweichen muss. 

Neben Kämpfen gibt es auch noch jede Menge andere Dinge zu entdecken, wie Frosch Statuen oder Schreine, die neue Rezepte freischalten. Hier und da rettet man auch mal einen Dorfbewohner. Verdorrte Bäume kann man wieder erblühen lassen und sie als Holzquelle nutzen. Nebenquests und Fischen darf natürlich auch nicht fehlen. 

Egal was man macht, für jede Aktivität sammelt man Erfahrungspunkte, die man in verschiedenen Skillbäumen einsetzen kann. Dabei gibt es grundsätzlich 2 verschiedene Arten von XP: allgemeine und spezifische XP. Spezifische XP bekommt man beispielsweise bei Kämpfen, je nachdem welche Waffe man benutzt. Verwendet man ein Langschwert, bekommt man Langschwert-XP oder bei einem Bogen eben Bogen-XP. Diese Erfahrungspunkte können nur im entsprechenden Skillbaum verwendet werden. Allgemeine XP bekommt man bei Aktionen, die keinen eigenen Skillbaum haben, können dafür aber bei allen Skillbäumen verwendet werden. 

Obwohl ich mir etwas anderes erwartet habe, hatte ich sehr viel Spaß mit Rune Factory: Guardians of Azuma. Wer ein seichtes Action Spiel mit Farming Elementen und netten Charakteren sucht, wird hier bestimmt Spaß haben.  

Fazit:

Wertung: - 8

8

Rune Factory: Guardians of Azuma ist eine interessante Mischung aus Action RPG und Farming Sim, die aktuell den perfekten Einstieg in die Reihe ermöglicht. Trotz der Mischung der Genres, wird das Spiel aber keinesfalls anspruchsvoller, sondern wird eher zu einem entspannten Cozy Game mit jeder Menge Abwechslung.

Genre: Action RPG, Farming
Entwickler: Marvelous
Erscheint: verfügbar
System: Switch 2, Switch, PC
Preis: ca. 60€

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