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Review: Puzzle Quest Immortal Edition

Der Match‑3‑RPG‑Klassiker ist zurück – inklusive frischem Anstrich, smarten QoL‑Updates und jeder Menge „Nur noch eine Runde!“

Es gibt Spiele, die begleiten uns über Jahre so auch Puzzle Quest. Der Autor dieses Artikels hat das Original einst auf der Sony PSP während eines USA‑Flugs stundenlang gezockt und dabei das Prinzip „Nur noch ein Kampf!“ in 10.000 Metern Höhe perfektioniert. 2025 kehrt das Phänomen als Puzzle Quest: Immortal Edition zurück – samt aller Inhalte, poliertem Look und kleinen, aber feinen Komfortverbesserungen. Die große Frage: Wie zeitlos ist der Mix aus Match‑3 und Rollenspiel heute?

Match‑3 mit Köpfchen: Warum der Loop noch immer fesselt

Kern des Spiels bleibt der rundenbasierte Match‑3-Kampf. Wir wählen eine Klasse, verteilen Attribute, sammeln Ausrüstung und ziehen auf der Weltkarte von Quest zu Quest. Die Kämpfe spielen sich auf dem altbekannten Edelstein‑Brett: Farben füllen Mana‑Leisten für Zauber, Schädel verursachen direkten Schaden, Gold und Erfahrung winken als Bonus. Der Clou ist die Zug‑für‑Zug‑Taktik: Wer clever plant, blockiert gegnerische Farben, baut Kettenzüge vor und nutzt Extra‑Züge nach Vierer‑ und Fünfer‑Matches. Das hat mehr von Schach als von Candy Crush – und funktioniert 2025 genauso hervorragend wie 2007.

Was die Immortal Edition wirklich neu macht

Wer das Original kennt, findet hier die bislang kompletteste Version: Puzzle Quest: Challenge of the Warlords inklusive der Erweiterung Revenge of the Plague Lord sowie der Switch‑Inhalte aus The Legend Returns – dazu ein überarbeitetes Artwork (bis 4K auf unterstützten Plattformen), ein neuer spielbarer Klassen‑Archetyp, 40+ zusätzliche Items und spürbare QoL‑Updates. Letztere reichen von schnellerer Animationsgeschwindigkeit über eine klare(re) Inventar‑Darstellung bis zur frei wählbaren Schwierigkeit vor Missionen. Revolution? Nein. Sinnvolle Modernisierung? Ja.

PC & Steam Deck: Unser Testeindruck

Getestet haben wir primär auf dem PC – vor allem am Steam Deck. Gute Nachrichten für Pendler und Sofasurfer: Das Spiel ist äußerst Deck‑freundlich, läuft stabil, speichert zuverlässig und fühlt sich dank Touchscreen‑Gesten herrlich „natürlich“ an. Der taktische Spielfluss profitiert vom schnellen Standby‑Resume, die Ladezeiten sind minimal. Ein paar technische Randnotizen: Ultra‑Wide wird nicht unterstützt, die Dateigröße ist angenehm klein, und Cloud‑Saves sorgen für reibungslosen Wechsel zwischen Steam Deck und Desktop. Kurz: Genau die Art Spiel, die man überall dabeihat und immer wieder anschmeißt.

PlayStation, Xbox & Nintendo Switch: Wie gut sind die Ports?

Auf PlayStation 4/5 und Xbox One/Series X|S punktet die Immortal Edition mit sehr kurzen Ladezeiten und gestochen scharfer UI. Auf der Nintendo Switch überzeugt die Mischung aus Handheld‑Formfaktor und optionaler Touch‑Bedienung besonders – perfekt für die berühmte „eine Runde vor dem Einschlafen“-Session. Inhaltlich sind alle Plattformen auf Augenhöhe; große Exklusivfeatures gibt es (abseits nativer Auflösung) nicht.

KI, Balance & „Cheat‑Gefühl“

Ja, die KI kann sich „glücklich“ anfühlen – besonders, wenn nach dem gegnerischen Zug halbe Reihen an Schädeln nachfallen. Das gehört zur DNA von Puzzle Quest und sorgt für diese aufregende Mischung aus Planung und kontrolliertem Risiko. Wichtig: Mit wachsender Ausrüstung, gut gewählten Zaubern und synergetischen Builds dreht sich das Momentum spürbar. Wer frustriert ist, sollte die Schwierigkeit temporär senken, gezielt farmen oder die eigene Rotation optimieren. „Unfair“ ist das System selten – aber gnadenlos zu unaufmerksamen Zügen.

Audiovisuell: Neues Artwork, alter Charme

Optisch wirkt Puzzle Quest 2025 sauberer und klarer, ohne seine klassischen Wurzeln zu verleugnen. Das neue Artwork ist Geschmackssache (vor allem die stärkeren Kontraste bei Icons und Edelsteinen), die Benutzerführung ist dafür eine echte Verbesserung. Akustisch bleibt’s bei solides Fantasy‑Score – unaufdringlich genug, um stundenlange Sessions nicht zu nerven.

Umfang & Motivation: Stundenfresser, aber ein guter

Mit der Immortal Edition steckt enorm viel Kampagne, Nebenquests, Gefährten‑Recruiting, Mount‑Fang‑Puzzles, Festungs‑Ausbau und Item‑Crafting im Paket. Je nach Spielstil und Schwierigkeitsgrad sind 40–50 Stunden für den Story‑Durchlauf realistisch, mit Potenzial weit darüber hinaus. Wer auf der Switch‑Neuauflage von 2019 oder gar auf PSP/Nintendo DS hunderte Kämpfe absolviert hat, weiß, worauf er sich einlässt – und wird erneut hineingezogen.

Designentscheidungen, die polarisieren

Nicht alles ist eitel Wonne. Der Verzicht auf jedweden Multiplayer‑Modus macht die Edition weniger „definitiv“, als der Name verspricht. Manche Gegner‑Straßenblockaden auf der Weltkarte können repetitiv wirken. Und die Story um Etheria und Lord Bane bleibt zweckmäßig – sympathisch, aber kein Kaufargument. Dafür ist die Preisgestaltung fair und die Monetarisierung vorbildlich: ein klassisches, in sich abgeschlossenes Singleplayer‑Spiel ohne Gängelung.

Preis, Paket & Zielgruppe

Für rund 15 Euro bekommt ihr die bislang reichhaltigste Puzzle Quest‑Version – inklusive aller großen Inhalte, modernisiertem Look und praktischen Komfortfunktionen. Wer nie zuvor Puzzle Quest gespielt hat, steigt hier perfekt ein. Veteranen erhalten „mehr vom Besten“ ohne größere Überraschungen. Ob sich ein erneuter Durchlauf lohnt, hängt davon ab, wie sehr euch die neuen Items/Klasse und die hübschere Präsentation kitzeln.

Fazit:

Wertung: - 8

8

Puzzle Quest: Immortal Edition ist genau das, was der Titel verspricht: eine „unsterbliche“ Neuauflage eines zeitlosen Design‑Kunststücks. Kein Remake, das alles auf den Kopf stellt, sondern eine liebevolle Politur mit Respekt vor der Vorlage – und ein Spiel, das im Alltag gefährlich gut funktioniert. Für Strategen, Tüftlerinnen und alle, die in Matches Geschichten erfinden, ist das hier ein sicherer Zeitfresser.

Genre: Casual, Puzzle/Rollenspiel
Entwickler: Infinity Plus Two
Erscheint: erhältlich
System: PC, Xbox One, Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch
Preis: ca. 15 Euro
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