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Review: Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle

Nachdem im Juli 2007 Pokémon Diamant- sowie die Perl-Edition bei uns für den Nintendo DS erschienen, versorgt Nintendo die Fans nun mit einem Remake der beiden Teile, nicht natürlich ohne diese an die aktuelle Hardware anzupassen und ein paar Verbesserungen und neues Zeug reinzupacken. Einen neuen Weg geht Nintendo bei diesem Remake auch beim Entwicklerinnenstudio, da das Spiel nicht wie üblich von Game Freak, sondern von ILCA (I Love Computer Art) implementiert wird, die sich bisher neben Rollenspielen auch für Pokémon Home verantwortlich zeigten. Projektleiter ist jedoch immer noch Junichi Masuda von Game Freak.

An der Grundformel ändert sich auch in Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle nichts. Man zieht in die Welt, genauer gesagt die malerische Sinnoh Region, um nach Abenteuer und vor allem Pokémon zu suchen und der Champion zu werden. Im Gegensatz zum Original kann der Charakter jedoch editiert werden. Die Auswahl der Optionen ist auf das Geschlecht, die Haut- sowie die Haarfarbe beschränkt, aber immerhin vorhanden. Nach kurzer Zeit findet man dann auch drei arme, in einem Koffer verlorene Pokémon, wobei man sich dann klarerweise für eines davon entscheidet und zu seinem Starter-Pokémon macht. Zur Auswahl stehen hier Chelast (Pflanze), Panflam (Feuer) und Plinfa (Wasser).

Wichtig, ein starkes Team!

In weiterer Folge sammelt man Pokémon, wobei man Zufallskämpfen im Gegensatz zum letzten Titel, Schwert und Schild, nicht ausweichen kann, außer man meidet so gut es geht das hohe Gras. Klarerweise sind die Pfade auch wieder von zig Trainern gesäumt, die sich unbedingt eine Abreibung abholen wollen, da die Kämpfe, sofern man auch nur ein wenig Ahnung vom Kampfsystem hat, sehr leicht sind. Tritt man nicht unbedingt mit einem Feuer gegen ein Wasserpokémon oder ähnliche Konstellationen an, sollte nichts schief gehen. Immer wieder trifft man dann auch auf Mitglieder von Team Galaktik, einer Verbrecherorganisation die garantiert nichts gutes im Schilde führt. Und klarerweise gilt es auch wieder alle Orden durch Arenakämpfe zu ergattern um dann gegen die Top 4 antreten zu können.

Kämpfe wie man sie kennt, jedoch chibifrei.

Auf Seiten der namensgebenden Hauptprotagonisten stehen den sammelwilligen Trainer*innen die legendären Pokémon Dialga (Diamant) und Palkia (Perle) zur Verfügung, auf die man im Spielverlauf trifft. Auch bei nicht legendären Pokémon gibt es einige die exklusiv in den jeweiligen Versionen zu finden sind, so trifft man zum Beispiel nur in Diamant auf Entei, Ho-Oh und Raikou, in Perle gibt es Arktos, Zapdos oder Lavados.

Eine der neuen Untergrundhöhlen.

Auch wenn sich nicht viel geändert hat, einiges hat sich dann doch getan. Die augenscheinlichste Neuerung ist die Grafik, wobei man sich für den lieblichen Chibi-Look entschieden hat. Die Welt wirkt hier wie aus einem Guss, alles klein, lieb und knuffig, obwohl die Charaktere in den Kämpfen nicht dem Chibi-Look entsprechen. Ob einem dieses Design gefällt ist natürlich sehr subjektiv, dass ILCA seine Linie durchgezogen hat und das Spiel aber in sich grafisch stimmig wirkt, darauf kann man sich wahrscheinlich einigen.

Knuffiger geht es fast nicht mehr.

Eine weitere Neuerung ist der Pokétch, einem kleinen Gerät, dass so manchen Funktion wie eine Lebensanzeige der Pokémon, eine Uhr oder aber das Anzeigen von TMs und VMs, die dann in der Welt zum zerstören von Steinen und anderen Hindernissen verwendet werden können und man nicht immer ein Pokémon im Team haben muss, dass die Aktion für einen durchführen muss.

Wir basteln uns unsere eigenen Pokébälle.

Ebenso neu sind die Untergrundhöhlen, die den Untergrund erweitern und in eigenen Arealen Pokémon beherbergen, die an der Oberfläche nicht zu finden sind. Wieder am Start, aber ebenso überarbeitet sind die Wettbewerbe Coolness, Schönheit, Putzigkeit, Klugheit und Stärke, in denen sich die Pokémon miteinander messen können. Auch ist es wieder möglich seine Pokébälle mit Stickern zu verzieren um beim werfen verschiedenste Effekte auszulösen. Reine Spielerei, aber auch ein netter Zeitvertreib und eine weitere Form zur kreativen Entfaltung. Im Konnex-Klub ist es wieder möglich mit Trainer*innen auf der ganzen Welt Pokémon zu tauschen.

Da kann man sich nur wohlfühlen.

Zweite Meinung der SHOCK2 Kids:

Durch die Welt von Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle zu laufen, neue (und alte) Pokémon zu sammeln und Kämpfe auszutragen macht wieder großen Spaß, ich würd gern länger spielen, wäre da nicht Papa und diese doofen Medienregeln. Aber eins ist mir gleich aufgefallen, die Grafik und diese riesigen Köpfe, das gefällt mir viel weniger als zuletzt die Grafik bei Schwert und Schild, die war viel cooler. Trotzdem bleib ich dran und hoffe bald alle Orden zu verdienen und demnächst ein legendäres Pokémon an meiner Seite zu haben. (Paul)

Pros

+ grafisch sehr liebliches Upgrade gelungen
+ Sammelfieber schlägt schnell zu
+ kleine Neuerungen und Nebenaufgaben

Cons

– Chibi Look liegt nicht jedem
– Zufallskämpfe nicht umgehbar
– mehr vom gleichen

Fazit

Wertung - 8

8

Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle erfindet, wie die meisten Remakes zuvor, das Spiel auf keinen Fall neu, hebt es aber grafisch ins Jahr 2021, zumindest was die Switch anbelangt. Fans des Spielprinzips, der Serie oder Pokémon im allgemeinen bekommen wieder viele Stunden Spielspaß präsentiert, wobei man beim Schwierigkeitsgrad wohl ein wenig nachjustieren hätte können, ich zumindest hätte nichts gegen einen fordernden Modus. Der Chibi-Look liegt mir persönlich auch weniger, ich kann jedoch sehr gut nachvollziehen, wenn jemand auf das Design steht. Das Design ist jedoch eine runde Sache, das ist ILCA wirklich gelungen. Spieler*innen die das Original am Nintendo DS nicht gespielt haben oder seit Schwert und Schild nach Nachschub lechzen und für die die Wartezeit bis Pokémon Arceus noch zu lange dauert, ist dieser Titel jedoch genau das richtige.

Genre: Sammelspiel
Entwickler: Nintendo, ILCA
System: Nintendo Switch
Erscheint: erhältlich
Preis: UVP 59,99

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