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Review: Marvel‘s Spider-Man Remastered (PC/Steam Deck)

Eines der besten Superhelden-Videospiele aller Zeiten erscheint nun auch für den PC! In der Remastered Version, mit allen erschienen DLCs und den Verbesserungen der PS5 Version.

Unglaublich, es sind bereits vier Jahre seit unserer Rezension von Marvel’s Spider-Man vergangen, aber nun kehren wir zu den Wolkenkratzern eines Manhattans zurück, das am Rande einer kriminellen Katastrophe inmitten von Superschurken, Dämonen und Söldnern auf dem Kriegspfad steht. Ein Szenario, das wir zuerst auf der PS4 und dann dank des prächtigen PlayStation 5 Remasters auf der Next-Gen genossen haben. 2022 ist es also an der Zeit, die Hände auf den Schreibtisch zu legen, die Mäuse und Tastaturen zu ergreifen und endlich als Spidey auf den PC zu schwingen.

Mit der Portierung auf eine große Plattform folgt große Verantwortung

Nach der gut aufgenommenen PS5-Adaption waren die Erwartungen auch auf dem PC hoch. Eine große Herausforderung, die auf den Schultern eines Titels lastet, der es zumindest mit der exzellenten God of War-Portierung aufnehmen will und der sich auf technischer Ebene schon im Vorfeld mit ziemlich hohen  Hardwareanforderungen präsentiert hat. Die Anforderungen für Marvel’s Spider-Man für PC sprechen von mindestens einer RTX 3080 oder RX 6950, um 4K bei 60 FPS erreichen zu können.

In unserem Test zielten wir eher auf die Mittelklasse ab, die sicherlich einen großen Teil des PC-Publikums ansprechen wird. Für diesen Test haben wir auf Basis bestehend aus einem i5-12600K mit 32 GB DDR5-4800 RAM abwechselnd eine RX 6600XT und eine RTX 3060 eingesetzt. Doch die meiste Zeit spielten wir Marvel‘s Spider-Man Remastered auf dem Steam Deck von Valve.

Das Grundgerüst des Spiels ist das gleiche wie in der Next-Gen-Version, so dass wir auch in dieser Version erhebliche Verbesserungen an den Grafik-Assets des Spiels finden, von den Umgebungselementen bis hin zu den aktiven Charakteren, einschließlich der umstrittenen Gesichtsveränderung von Peter Parker, die wir im Laufe der Zeit auf einer szenischen, aber vor allem technischen Ebene zu schätzen gelernt haben.

All das gibt es nun endlich auch auf dem PC, mit verbessertem Ray Tracing, unbegrenzten Bildraten und zahlreichen Variablen, die über eine Vielzahl integrierter Skalierer völlig autonom verwaltet werden können – von Ambient Occlusion bis hin zu globaler Beleuchtung. Insbesondere erlaubt der Titel nicht nur die Verwendung von DLSS und FidelityFX Super Resolution 2.0, sondern auch NVIDIAs Deep Learning-basiertes Antialiasing, das mit RTX-Karten kompatibel ist, sowie eine proprietäre IGTI-Technologie, nämlich Insomniac Games Temporal Injection, um ein noch breiteres Spektrum an Kompatibilität zu gewährleisten.

Diese grafischen Verbesserungen äußern sich zum Beispiel in einer höheren Auflösung bei Reflexionen auf Kirchenfenstern oder glänzenden Böden der Charaktere und NPCs, die allerdings niedriger ist als das Rendering. Auch die Schatten sind reicher und intensiver, was zu einer kontrastreicheren Wirkung des Ganzen führt. Auf den ersten Blick sollte die Performance-RT-Version für PlayStation 5 mit dem mittleren Raytracing-Preset der PC-Version übereinstimmen, wobei der Abstand zwischen den beiden Editionen beträchtlich ist, vorausgesetzt ihr habt eine Konfiguration, die dies unterstützt. Die Detailgenauigkeit ist hervorragend, Elemente sind noch aus großer Entfernung sichtbar und der Pop-in-Effekt von Grafikelementen in städtischen Gebieten wie Parks und Spielplätzen wurde konsequent reduziert (was während des Spiels nie wirklich störend ist).

PC Spieler die im Besitz eines  DualSense-Controller der PlayStation 5 sind, können sich auf das Feedback der adaptiven Trigger und das haptische Rumble-Feature freuen. PC Puristen dürfen hingegen sogar auf Maus und Tastatur zurückgreifen und natürlich stehen auch mehrere Barrierefreiheitsfunktionen zur Auswahl.

Wie gut läuft Marvel‘s Spider-Man Remastered  auf dem Steam Deck?

Hat uns die Grafik am PC zwar beeindruckt, war es dann doch die Möglichkeit Marvel‘s Spider-Man nun auch auf einem Handheld zu spielen, die uns erneut und für viele Stunden in ihren Bann gezogen hat. Marvel‘s Spider-Man ist ein kleines Highlight auf dem Steam Deck, bei dem selbst bei mittlerer Grafikqualität 30 FPS erreicht werden können. Ray Tracing fehlt, nicht aber FSR 2.0, während die Auswirkungen auf die Akkulaufzeit erwartungsgemäß erheblich sind: Bei nativer Auflösung und durchschnittlicher Qualität schafft die Konsole höchstens eine Stunde und zwanzig Minuten Spielzeit. Wenn man jedoch an den Einstellungen arbeitet, kann diese Zahl auf fast zwei Stunden verbessert werden, indem man zum Beispiel die niedrigere Voreinstellung wählt und die native Auflösung beibehält. Ausgehend von dieser Basis und der Aktivierung von Super Resolution in der Voreinstellung Balanced, kann man schließlich fast drei Stunden erreichen, da gehen sich während einer längeren Bahnfahrt schon einige Missionen locker aus.

Es war schon sehr beeindruckend zu sehen wie, Marvel‘s Spider-Man in den letzten Wochen vor dem Release mit jeden Patch besser auf dem Steam Deck lief und mehr und mehr Funktionen des Handhelds nativ von dem Spiel unterstützt wurden. Gerade FSR 2.0 dürfte noch einige Verbesserungen erfahren.

Besondere Grafik-Features von Marvel‘s Spider-Man Remastered am PC

Die Gaming-Technologie macht am PC keine Pause, Marvel‘s Spider-Man Remastered unterstützt daher einige spannende Grafikfunktionen, die das Spiel nochmals deutlich besser als auf der PS5 aussehen lassen. Vor rausgesetzt natürlich ihr besetzt die entsprechende Hardware.

  • Raytracing-Reflexionen sind für alle mit einer Hardware, die sie unterstützt, im gesamten Spiel verfügbar. Reflexionen bieten zudem unterschiedliche Qualitätsstufen, eine davon ist ein neuerer Raytracing-Modus mit höherer Qualität, der für noch mehr Details sorgt, während man in Marvels New York netzschwingend das Verbrechen bekämpft.
  •  NVIDIA DLSS (Deep Learning Super Sampling) erhöht die Grafikleistung mithilfe von dedizierten Tensor Core-KI-Prozessoren, die es nur bei GeForce RTX GPUs gibt, um die Frameraten zu steigern für eine Bildqualität ohne Kompromisse.

  • NVIDIA DLAA (Deep Learning Anti-Aliasing) ist ein KI-basierter Antialiasing-Modus für „GeForce RTX“-Gamer, die noch etwas GPU-Spielraum haben und höhere Bildqualitäten anstreben.
  • Neben der Wahl der Bildschirmauflösung unterstützen wir auch eine breite Palette an Bildformaten wie ultrabreite 21:9, panoramische 32:9 und NVIDIA Surround-Mehrfach-Monitor-Setups.* Wenn ihr drei Monitore habt, dann haben wir das Spiel für euch, mit denen ihr mit ihnen angeben könnt!
  • Viele andere Rendering-Systeme sind anpassbarer als in der Vergangenheit, mit zusätzlichen Qualitätsstufen und algorithmischen Optionen. Diese umfassen SSAO, Texturenfilter, Detailgradqualität, Schatten und noch vieles mehr. Wir unterstützen Fenstermodus, Vollbild und exklusive Vollbild-Render-Modi.

System Voraussetzungen für Marvel‘s Spider-Man Remastered  am PC

Doch welchen PC müsst ihr euer Eigen nennen, um Marvel‘s Spider-Man Remastered spielen zu können? In der folgenden Tabelle könnt ihr erkennen, welche Leistung ihr benötigt, um bestimmte Features erleben zu können.

Weiter lesen/sehen:

Schon gehört? – SHOCK2 Podcast – SPECIAL – Marvel’s Spider-Man

In diesem SHOCK2 Sonderpodcast dreht sich alles um Marvel’s Spider-Man für PS4. Lukas und Michael besprechen nicht nur spoilerfrei das Spiel, sondern liefern auch viele Hintergrundinfos, Gewinnspiele und mehr. Außerdem: Gespräche mit Steffen Volkmer von Panini Comics über Spidey-Comics und mit Henning Mehrtens über die Faszination des Wandkrabblers. Thwip, Thwip!

Kolumne: Warum Spider-Man das beste Spiel des Jahres ist

Kolumne: Warum Spider-Man das beste Spiel des Jahres ist

Alles zu Spider-Man bei SHOCK2

SHOCK2 Spider-Verse

Fazit

Wertung - 9

9

Die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft schickt sich an, auch eure PCs zu erobern - mit dem visuellen Reichtum der PlayStation 5-Neuauflage und der außergewöhnlichen Einzigartigkeit eines Spiels, das die Zuschauer über zwei Konsolengenerationen hinweg begeistert hat. Das Schwingen zwischen den Häuserschluchten von New York, der packende Marvel Soundtrack, die Möglichkeit euren Spidey nicht nur kosmetisch, sondern auch spielerisch mit einem Talentbaum aufzuwerten und der wunderbare Gameplay-Flow während den Kämpfen mit einer Vielzahl von Gegnern machen einfach unglaublichen Spaß. Die heftigen Plot Twists, verbesserte Grafik, freigeschaltete Bildraten und unzählige Grafikeinstellungen sind das Tüpfelchen auf dem i für alle, die auf diesen Moment der adrenalingeladenen Faustkämpfe und schwindelerregenden Schwünge durch die Wolkenkratzer von Manhattan gewartet haben. All dies bringt auch einige Schwierigkeiten, aufgrund der größeren Hardware-Variabilität, bei der Portierung mit sich, und in der Tat gibt es gerade auf AMD-Plattformen noch einige technische Einschränkungen, die hoffentlich in naher Zukunft überwunden werden können.

Genre: 
Entwickler: 
System:
Erscheint:
Preis: ca.  Euro

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  • Der Spieler ist hier in der Lage die komplette Story bis zum jetzigen Punkt zu erleben - inklusive der drei Marvel’s Spider-Man: Die Stadt, die niemals schläft DLCs
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