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Review: Marvel Must-Have – Spider-Man: Kravens letzte Jagd

Kraven der Jäger taucht sporadisch alle paar Jahre in den Spider-Man-Comics auf, hat aber nie wieder die Relevanz der legendären Story „Kraven’s Last Hunt“ aus dem Jahr 1987 von JM DeMatteis und Mike Zeck erreicht. Spider-Man: Kravens letzte Jagd wurde nun von Panini Comics auf Deutsch als Hardcover neu aufgelegt.

Der Band enthält den kompletten Sechsteiler, der ursprünglich in Amazing Spider-Man 293-294, Spectacular Spider-Man 131-132 und Web of Spider-Man 31-32 erschien. Schon alleine die Zeichnungen machen klar: Hier geht es ungewöhnlich düster zu, man wird fast ein wenig an Watchmen oder Frank Miller erinnert.

Um seine Dominanz zu beweisen, geht der Superschurke und Großwildjäger Kraven weiter denn je: Er besiegt Spider-Man, beerdigt ihn in einem Grab und nimmt den Platz des Helden ein. Kravens letzte Jagd ist eine fast poetische Story voller Emotionen und Gravitas und fühlt sich viel nuancierter an als viele der Spider-Man-Geschichten, die seitdem erschienen sind. Blut, Kannibalismus und Tod sind Themen, die diese düstere Geschichte prägen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Comics der 80er Jahre hält sich Kravens letzte Jagd immer noch gut. Die Zeichnungen von Zeck und Inker Bob McLeod sind selbst nach heutigen Maßstäben toll. Und während viele andere „klassische“ Geschichten mit Nostalgiebrille betrachtet werden müssen, fühlt sich diese Story auch heute noch frisch und aufregend an.

Fazit

Kravens letzte Jagd ist ein absoluter Meilenstein in der Marvel- und Comicgeschichte. Sie ist noch immer topaktuell, einfach schön anzusehen und bietet sowohl längjährigen Lesern als auch Spidey-Fans, die sie noch nicht gelesen haben, ein absolutes Highlight.

Infos:

Verlag: Panini Comics (Marvel)
Seiten: 164
Hardcover
Autor: J.M. DeMatteis
Zeichner: Mike Zeck
Preis: circa 19 Euro

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